Dietrich Eichholtz. Texte 1992-2016. Von Dietrich Eichholtz

Seine »Geschichte der deutschen Kriegswirtschaft 1939-1945«, erschienen in drei Bänden (1959, 1985 und 1996), gilt unverändert als Standardwerk. Darin führte Eichholtz den Nachweis, dass die treibende Kraft für Faschismus und Krieg das deutsche Monopol- und Finanzkapital war. Womit seine Charakterisierung als Wirtschaftshistoriker zu kurz greift. Dietrich Eichholtz war ein marxistischer Historiker, der politische Prozesse in ihrer Komplexität und Kausalität analysierte und sich nicht auf die Untersuchung von Erscheinungen beschränkte, sondern immer zu ihrem Wesen vordrang.

ISBN 978-3-947094-72-1     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Das ist auch an den hier versammelten Texten zu erkennen, die aus Anlass seines 90. Geburtstages 2020 erschienen. Es sind Beiträge, die er in seinen letzten 25 Lebensjahren verfasste. Eichholtz' Lebensgefährtin Roswitha Schlesinger hat sie für diesen Band zusammengetragen.

Mehr Infos...

Geplanter Raubzug. Vorabdruck: Der Krieg des Naziregimes gegen die Sowjetunion diente der wirtschaftlichen Ausplünderung Osteuropas. Eine Übersicht über die durch die imperialistische Expansion angerichteten Schäden → junge Welt 22.08.2020

Der Autor:

Dietrich Eichholtz (1930-2016), geboren und aufgewachsen in Danzig, arbeitete nach dem Abitur im Uranbergbau, studierte von 1950 bis 1954 Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1959 promovierte, 1968 habilitierte er. Von 1966 bis 1991 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften der DDR, zwischenzeitlich Dozent und Honorarprofessor an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. 1985, nach Erscheinen des zweiten Bandes seiner Geschichte der deutschen Kriegswirtschaft, wurde er mit dem Nationalpreis der DDR geehrt. Bis zum Eintritt ins Rentenalter 1995 war Eichholtz im Rahmen des Wissenschaftler-Integrationsprogramms an der Technischen Universität Berlin in Forschung und Lehre beschäftigt. Er engagierte sich bis zum Lebensende in der Berliner Gesellschaft für Faschismus- und Weltkriegsforschung e. V., deren Mitbegründer er 1992 war, und publizierte bis zu seinem Lebensende.

 

Erstellt: 28.08.2020 - 08:40  |  Geändert: 28.08.2020 - 08:40

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