Uns haben sie vergessen. Die werktätige Klasse, die Pflege und die Krise, die kommt. Von Peter Mertens

Mertens Darstellung unterscheidet sich von den meisten Publikationen zu diesem Thema: Er jongliert nicht mit Zahlen und medizinischen Befunden, er verzichtet auf pseudowissenschaftliche Erklärungen. Er nimmt die Pandemie als gesellschaftspolitischen Vorgang. »Uns haben sie vergessen« zeigt Europas Menschenlandschaft mit Krise und Habgier in Corona-Zeiten, mit Krankenschwestern und »systemrelevanten« Werktätigen als »Helden«. Ein Bericht über eine alte Welt, die abstirbt, und eine neue, die noch geboren werden muss. Denn Corona ist zwar eine Krankheit des Körpers, aber sie offenbart, dass es dringlich ist, den Zeitgeist zu verändern und die gesellschaftlichen Umstände menschlicher zu gestalten.

ISBN 978-3-947094-77-6     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Für Leser, die nach Erklärungen suchen, warum derzeit alles schiefläuft, und warum man den kleinen Mann vergisst, bietet er verständliche Antworten. Peter Mertens, der charismatische belgische Parteiführer, plädiert für einen europäischen Prometheus-Plan, der den Bedürfnissen von Mensch und Natur dient und nicht den Regeln von Gewinn und Börse folgt.

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Inhaltsverzeichnis

Der Blick von links. Der belgische Politiker und Publizist Peter Mertens hat aus marxistisch orientierter Sicht ein Buch zur Corona-Krise geschrieben. Von Tilo Gräser Die Covid-19-Pandemie hat die komplexe Krise in Europa und anderswo nicht verursacht, aber sichtbar gemacht. Sie zeigt, welche Folgen es hat, wenn die Profitgier einiger weniger das Leben vieler beherrscht — von der Arbeit bis zur medizinischen Versorgung und Altenpflege. Darauf macht der belgische Politiker und Publizist Peter Mertens mit einem Buch aufmerksam. Er beschreibt die Pandemie als gesellschaftspolitischen Vorgang. Unter dem Titel „Uns haben sie vergessen“ nimmt er jene Menschen in den Blick, die in Belgien und anderen Ländern als Mediziner und Pflegekräfte sowie als „systemrelevante“ Werktätige das gesellschaftliche Leben aufrechterhalten und gegen die Folgen der Krise kämpfen. Mertens sieht Sars-Cov-2 als „Klassenvirus“, das die soziale Spaltung vertieft. Aus seiner Sicht ist Covid-19 zwar eine Krankheit des Körpers, die aber deutlich macht, wie dringlich es ist, den Zeitgeist zu verändern und die gesellschaftlichen Umstände menschlicher zu gestalten. → Rubikon 05.11.2020

Der Autor:

Der Sozialwissenschaftler und Publizist Peter Mertens, 1969 in Antwerpen geboren und aufgewachsen, ist Vorsitzender der »authentisch linken« Partei der Arbeit von Belgien (PTB-PVDA), die seit einigen Jahren einen auffälligen Zuspruch in Belgien findet. Sie ist in allen nationalen und regionalen Parlamenten des Landes präsent und gehört zur linken Fraktion GUE/NGL im Europäischen Parlament. Mertens' Buch »Wie können sie es wagen? Der Euro, die Krise und der große Raubzug« (2011; deutsche Ausgabe 2013) wurde in Belgien zum Bestseller.

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Erstellt: 26.11.2020 - 06:38  |  Geändert: 26.11.2020 - 06:39

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