Nach all den Totsagungen des »Menschen« im 20. und 21. Jahrhundert scheint es heute wichtiger denn je, die große Tradition des Humanismus zu aktualisieren. Nur er eröffnet eine Lebendigkeits- und Friedensperspektive jenseits der eisernen Naturbande. Das Innerste unseres Wesens mag im Ursprung weltflüchtig sein - paradiesesstrebig -, gerade deshalb sind wir gehalten, aus dieser Welt einen Garten des Menschlichen zu machen.
Spiritualität (Thema)
Neuausgabe des Klassikers über den psychedelischen Pilzkult in Mexiko. Erstmals erschienen 1996 als Geschenk zum 90. Geburtstag von Albert Hofmann, dem Entdecker der Pilzwirkstoffe Psilocin und Psilocybin.
Maria Sabina, die Botin der heiligen Pilze, war eine Schamanin und Heilerin aus dem mexikanischen Indianervolk der Mazateken. Sie lüftete in den fünfziger Jahren das Geheimnis der heiligen Pilze Mexikos. R. Gordon Wasson, ein Bankier aus New York, wurde von ihr – als erster Weißer – in die Welt der psychedelischen oder entheogenen Zauberpilze eingeführt.
Ein aufwühlender und tiefsinniger Roman über die Kraft und die Qualen der Meditation, tägliche Zweifel und die Fragilität des menschlichen Geistes
Alles beginnt gut: Emmanuel Carrère erfreut sich eines gelungenen Lebens und plant ein feinsinniges Büchlein über Yoga. Heiter und sachkundig will er seine Erkenntnisse über die »inneren Kampfkünste« darlegen, die er seit einem Vierteljahrhundert praktiziert. Bei seinen Recherchen in einem Meditationszentrum läuft noch alles bestens, doch dann wird er eingeholt: vom Tod eines Freundes beim Anschlag auf Charlie Hebdo, von unkontrollierbarer Leidenschaft, Trennung und Verzweiflung.
Die hier neu herausgebrachten Gedanken und Gedichte dieses Angehörigen der Ureinwohner am Pit River im Norden des heutigen Kaliforniens haben weder von ihrer Aktualität noch von ihrer Kraft und Tiefe etwas eingebüßt. Es sind Worte, die unsere Herzen suchen – damit wir uns erinnern ...
Stellen Sie sich vor, Sie lebten einfach, aber behaglich: im Sommer draußen in einer Art Zelt, im Winter kuschelig warm in einer Höhle. Alles, was Sie zum Leben brauchen, finden Sie vor Ihrer Tür: Fische im Fluss, Wild im Wald und eine Vielzahl von Gräsern, Wurzeln und Beeren. So leben Sie mit Ihren Liebsten im Fließen der Zeit, ohne Druck und Hetze; es ist ja für alles gesorgt.
Dann kommen eines Tages fremde Menschen in fremdländischer Kleidung, die sich in Ihrem Land niederlassen, nicht um mit Ihnen dort zu leben, sondern um das Land in Besitz zu nehmen.
Elegante Einfachheit bietet eine in sich stimmige Lebensphilosophie, die die Einfachheit des materiellen Lebens, des Denkens und des Geistes miteinander verbindet. Darin destilliert Satish Kumar fünf Jahrzehnte des Nachdenkens und der Weisheit in einen Leitfaden für jedermann, der Folgendes beinhaltet: • die ökologischen und spirituellen Prinzipien des einfachen Lebens, • Ablegen von »Zeug« und seelischem Ballast, • den Geist und das Herz für den tiefen Wert von Beziehungen öffnen, • Verankerung der Einfachheit in allen Aspekten des Lebens, • Wissenschaft und Spiritualität zu einer kohärenten Weltanschauung verschmelzen.
Von den Philosophen, die das 20. Jahrhundert geprägt haben, war Ernst Bloch der Denker des Aufbruchs, des Widerstands und des antizipierenden Bewußtseins. Seine Leitmotive »Prinzip Hoffnung, aufrechter Gang« und »konkrete Utopie« durchzogen die Debatten der bewegten sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Bei Bloch ließ und lässt sich lernen, dass philosophische Reflexion mehr bedeutet als eine Kartographie des Vorfindlichen.
Himmel und Erde symbolisieren die Dualisierung des Bewusstseins in Form der Subjekt-Objekt-Spaltung. Diese Trennung führt zur Entfremdung von der Natur, dem übergeordneten Ganzen, dem Anderen und dem eigenen Selbst. Aktuelle Krisen und Konflikte sowie zunehmende Gewaltbereitschaft lassen sich als Folge einer extremen Dualisierung verstehen. Dieter Funke unternimmt psychohistorische Erkundungen zur Entstehungsgeschichte dieser Dualität in der Evolution des Bewusstseins.
Die großen Krisen der Neuzeit, Viruspandemien, Klimaerwärmung, Kriege und Energiemangel, lösen in Deutschland transgenerational bedingte Urängste aus. Angesichts immer neuer Bedrohungsszenarien und übermächtig erscheinender Probleme fühlen sich viele Menschen ohnmächtig und wie gelähmt. Im Schatten der bürgerlichen Überforderung ist die ehemalige Debattenkultur westdeutscher Nachkriegspolitik einer technokratischen Experten- und Lobbypolitik gewichen, die politische Handlungsoptionen als "alterativlos" ausgibt. Die Rechtfertigung dieser neuen Top-down-Politik fußt auf der Behauptung, die globalen Probleme seien zu komplex, als dass sich Lösungen im Konsens nationaler, demokratischer Meinungsbildung finden lassen. Spätestens im Rahmen der Coronakrise mutierten große Teile der Gesellschaft zu unmündigen Kindern, denen gesagt werden muss, was zu tun ist. Den Wandel vom infantilen Untertan zum mündigen Bürger beschreibt der Mythos der Heldenreise.
Das Buch gibt den Lesern einen Leitfaden an die Hand, um in der Natur wieder wirklich heimisch zu werden. Vier Jahreszeiten lang führt es ihn in 32 Kapiteln durch die Bereiche Naturwahrnehmung, Naturwissen, Naturhandwerk und Naturspiritualität. Diese Bandbreite ermöglicht sowohl ein weites Erfahrungswissen um die Natur, als auch eine kraftvolle Verbindung mit ihr. Gegenwärtig zieht es viele Menschen in die freie Natur. Sie erzählen, dass sie dort inneren Frieden finden und wieder mehr bei sich sind. Sie berichten von einer Entschleunigung, die mit einer Belebung einhergeht. Und ja, wer kennt das nicht? Körper, Geist und Sinne werden durch ein Bad in der Natur erfrischt. Viele Menschen fühlen sich danach wie neu geboren. Doch obwohl die Sympathiewerte der Natur ständig steigen, ist sie den meisten Heutigen im Grunde fremd. Kaum jemand kann noch essbare Wildpflanzen erkennen, die Fährten der Tiere lesen oder ohne Streichhölzer ein Feuer entfachen.
Ein Buch von der Suche in der Natur und dem Ankommen bei sich selbst! Bastian Barucker beschreibt anhand mehrerer Artikel, die in zwei großen Teilen zusammengefasst sind, seine intensive Lernreise in die innere & äußere Natur. Mithilfe seiner Erfahrungen und Einsichten aus vielen Monaten des Wildnislebens und durch seine jahrelange Gefühls- und Körperarbeit hat Bastian tiefgehende Selbsterfahrungen gemacht und viele Menschen auf ihrem Weg begleitet. Genau wie Spuren im Wald, wurden Muster in der Gesellschaft sichtbar und ergaben eine Geschichte. Unzählige Beobachtungen und Begegnungen ließen ihn Zusammenhänge erkennen, die er jetzt gesammelt in diesem Buch erzählt.