Banker, Topanwälte, Wissenschaftler - ein perfides Netzwerk von Experten hat sich formiert, um deutsche Steuerzahler zu bestehlen. Die Beute: rund zwölf Milliarden Euro.
Die Staatsanwältin Anne Brorhilker nimmt es seit Jahren mit der weltweiten Finanzelite auf, um den Cum-Ex-Skandal aufzuarbeiten. Dabei wird offenbar: Der Staat war keinesfalls ahnungslos. Zahlreiche Finanzbeamte, Steuerfahnder, Amtsträger wussten von diesem Diebeszug, doch niemand setzte ihm ein Ende.
Reportage (Thema)
Europas Schuld in Lateinamerika.
Das Buch erzählt von den Afrokariben und Afrolateinamerikanern, von ihrer Versklavung und ihren Kämpfen, von ihrem Widerstandsgeist bis heute und von der Schuld, die europäische Staaten haben. Die Mehrheit der Bevölkerung auf den karibischen Inseln ist schwarz, und die meisten dieser Menschen sind Nachfahren von Sklaven aus Afrika. Achtzig Prozent der Literatur über Sklaverei auf dem amerikanischen Kontinent behandelt jedoch nur die USA. Tatsächlich aber haben diese nur fünf Prozent der aus Afrika verschleppten Sklaven importiert - sehr viel kleinere Länder wie Kuba um die vierzig Prozent. Der einzige erfolgreiche Sklavenaufstand der Menschheitsgeschichte hat sich in Haiti abgespielt.
In dieser hochwertig ausgestatteten Leseausgabe sind sämtliche Werke versammelt und von den ausgewiesenen Heine-Kennern Erhard Weidl, Bernd Kortländer und Uwe Schweikert kommentiert.
Die Reisebilder, das »Buch der Lieder« und »Deutschland. Ein Wintermärchen« zeigen Heine mal als leichtfüßigen Lyriker, mal als scharfzüngigen Satiriker, immer aber als einen überragenden Stilisten. Der Schriftsteller, Journalist und Dichter prägte die deutsche Literatur wie kaum ein anderer. Die Werke Heinrich Heines zählen zu den Klassikern der Weltliteratur und haben bis heute nichts von ihrer Wirkmacht verloren.
(120,00 € für Mitglieder der wbg)
Zeitkritik zwischen Satire, Polemik und scharfer Analyse: Karl Kraus und sein Werk.
Angriffslustig, wortgewaltig und schonungslos: Karl Kraus ist ein Autor, wie er uns in der deutschsprachigen Literatur selten begegnet. Gesellschaft, Politik und Kultur werden vom Meister des giftigen Spotts (Stefan Zweig) zerpflückt und demaskiert. Die Fragen, die er zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellt, brennen uns heute noch schmerzhaft unter den Nägeln.
Die von ihm gegründete Literaturzeitschrift "Die Fackel" ist das wirkungsvollste Instrument seiner Sozial- und Kulturkritik. Mit Artikeln, Aphorismen und Glossen kämpft Kraus für die Reinheit der Sprache, gegen den Hetzjournalismus, die sogenannte Journaille, und gegen den kulturellen Verfall.
Während die klassischen Printmedien von der FAZ bis zum Spiegel an Auflage verlieren, legen die rechten Publikationen seit mehreren Jahren zu. Rechtes Gedankengut sickert immer mehr in die Mitte der Gesellschaft und wird attraktiv für Bürger, die sich lange ganz anders verortet haben. Der Nachrichtenjournalist Hans Demmel und der TV-Journalist Friedrich Küppersbusch analysieren in Anderswelt die Wirkungsweise rechter Medien anhand von Tichys Einblick, MMNews, KenFM, Compact und Junge Freiheit, deren Websites und Youtube-Kanälen. In einem »Selbstversuch« hat sich Hans Demmel ein halbes Jahr ausschließlich die Lektüre und die Videos dieser Publikationen verordnet, Tagebuch geführt und den Einfluss auf sein Denken festgehalten. Friedrich Küppersbusch liefert dazu den Faktencheck und die notwendigen Hintergrundinformationen ...
Markenpiraterie und Sweatshops in Argentinien, Diamanten in Sierra Leone und Rhinozeroshorn im südlichen Afrika - an diesen Orten führten die Forscher Matías Dewey, Nina Engwicht und Annette Hübschle im Rahmen ihrer Arbeit am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung Hunderte Gespräche mit Arbeitern, Produzenten, Ermittlern oder Politikern. Sie analysieren den Alltag auf diesen geheimen Märkten, der geprägt ist durch Selbst- und Fremdausbeutung, durch die Armut vieler und den Wohlstand weniger, durch findige Unternehmer sowie skrupellose Kriminelle.
Eine Reise um die Welt und zu sich selbst.
Die Angst vor der Klimakrise überschattet immer mehr ihren Alltag. Deshalb brechen Theresa Leisgang und Raphael Thelen zur größten Reise ihres Lebens auf: von Südafrika bis zum nördlichen Polarkreis, 20.000 Kilometer über Land, einmal quer durch alle Klimazonen. Sie wollen herausfinden: Wie gehen Menschen schon heute mit der Klimakrise um? Und was können wir tun? Doch bald zwingt die Pandemie sie zur Einsicht, dass nicht nur das Klima kollabiert, und die beiden begreifen, dass sie selbst Teil des patriarchalen Systems sind, das so viele globale Krisen verursacht. Ein Weiter-so ist keine Option mehr, stattdessen entdecken sie auf ihrer Reise neue Handlungsmöglichkeiten und kehren schließlich mit einer Antwort zurück, die ihr Leben für immer verändert.
In den Jahren 1934 und 1935 hat Simone Weil ihre Erfahrungen in einer Fabrik in einem Tagebuch festgehalten, das heute mit Recht zu den wichtigsten politischen Dokumenten jener Epoche zählt. Es gibt kein in seiner Bedeutung vergleichbares Stück politischer Literatur aus der Arbeitswelt jener Zeit.
Autoliebhaber und Autohasser. Blühende Landschaften und verlassene Ödnis. Rasende Fahrt und kilometerlanger Stau. Versprechen und Realität. Michael Kröchert erzählt von einem zerrissenem Land, in dem viel Verkehr herrscht, aber kaum jemand weiß, wohin die Reise gehen soll.
Es ist tiefschwarze Nacht. Michael Kröchert steht neben einigen Aktivisten auf einer Balustrade in den Baumwipfeln. Nicht weit vor ihnen verläuft die A4. Sie haben sie mit Barrikaden blockiert. Auf einmal Blaulicht, Einsatzwagen direkt vor ihnen, Scheinwerfer, die in den dunklen Wald strahlen. Der Kampf um den Hambacher Forst geht in eine neue Runde.
Die Anwohner der neuen Autobahn A94 nach München haben ihren Kampf indes verloren. Die Autobahn ist fertig, ein großer weißer Betonwurm zieht sich durch das ehemalige Landschaftsschutzgebiet. Eingeweiht ist sie noch nicht. Michael Kröchert ist einer der Ersten, der sie benutzt. Zu Fuß. Auf dem Weg zur Unfallstelle von Jörg Fauser, der unweit von hier nach einem Bordellbesuch von einem LKW erfasst wurde.
Die Fotojournalistin Julia Leeb berichtet von den gefährlichsten Orten unserer Welt. Hautnah erfährt sie, wie sich Menschen in Extremsituationen verhalten, sei es bei den Kämpfen der Nubier im Sudan, bei den Warlords im Kongo, im Krieg in Libyen, während der Revolution in Ägypten oder in der abgeschotteten Diktatur in Nordkorea. Dabei gerät sie selbst in Lebensgefahr: Als sie mit ihren Recherchen der Wahrheit zu nahe kommt, soll sie kaltblütig umgebracht werden. Ein anderes Mal wird sie verschleppt, um sie als Zeugin zum Schweigen zu bringen.