Dieser Band bildet den Auftakt zu einer Publikationsreihe für eine postanthropozentrische Theologie im interdisziplinären Dialog. Die praktische wie theoretische Anerkennung nichtmenschlicher Lebewesen gehört zweifellos zu den zentralen Herausforderungen der Zukunft: Es sind Phänomene wie das Artensterben und der anthropogene Verlust der Biodiversität, die unerträgliche Gewalt der 'industriellen Tierhaltung', die nahezu ubiquitäre Missachtung von anderen Tieren als Subjekten ihres eigenen Lebens und nicht zuletzt die nach wie vor fehlende politische Berücksichtigung nichtmenschlichen Lebens, die die Dringlichkeit einer fundamentalen Neuorientierung vor Augen führen.
Natur (Thema)
ISBN 978-3-534-45036-7
vergriffen
"Eines jener seltenen Bücher, die uns verzaubern und den Blick auf unsere Welt verändern." Helen MacDonald
Sie sind in der Erde, in der Luft, in unserem Körper. Pilze sind überall, aber man übersieht sie leicht. Sie halten uns am Leben, bauen Schadstoffe in der Atmosphäre ab und verändern das Verhalten von Tieren. Sie beeinflussen, wie wir Menschen fühlen und denken und sind für alle Lebensformen unverzichtbar. Sie existieren an der Grenze zwischen Leben und Tod. Der größte bekannte Pilz umfasst zehn Quadratkilometer, wiegt mehrere Hundert Tonnen und ist zwischen 2.000 und 8.000 Jahre alt. Pilze verfügen über eine eigene Intelligenz ohne zentrales Gehirn und können ihre Umwelt manipulieren.
Kann man von Gott sprechen und zugleich vom Tier schweigen? Der Abschiedsblick der Tiere - inden Zoos, in den industriellen Mega-Schlachthöfender Großstädte wie auch in den letzten ihnen nochverbliebenen Naturreservaten - gilt auch einer Theologie, die sich über lange Zeit damit begnügt hat, Schöpfung und Erlösung, Natur und Gnade, Christologie und Trinitätslehre einzig für den Menschen und auf diesen hin zu lehren. Eine solche Theologie hat für viele heutige Anliegen keine Antworten ...
Ein Begleitbuch für widerständige Menschen: nachdenklich und freudvoll, zweifelnd und handlungsfähi.
»Oft ist davon die Rede, dass wir das Klima 'retten' müssen. Das klingt so, als könnten wir den Zustand der Welt irgendwann in eine sichere Schublade legen, dann Feierabend machen und Minigolf spielen gehen. Doch es wird nicht den einen mythischen Tag geben, an dem die Welt zum Paradies wird. Was nicht heißt, dass wir nicht gewinnen können. Wir können Zerstörung aufhalten, Lebensverhältnisse verbessern. Doch der Kampf um Klimagerechtigkeit wird nie vorbei sein.«
Herbert Renz-Polster und Gerald Hüther - der eine Kinderarzt, der andere Hirnforscher - führen uns zu den Quellen, von denen eine gelungene und gesunde Entwicklung unserer Kinder abhängt. Zu finden sind diese Quellen - in der Natur. Natur ist dort, wo Kinder Freiheit erleben, Widerstände überwinden, einander auf Augenhöhe begegnen und dabei zu sich selbst finden. Aber ist Natur nur das »große Draußen« : Wiesen, Wälder und Parks, Spielstraßen und Hinterhöfe? Oder lässt sie sich auch drinnen finden - zum Beispiel in der großen weiten Welt hinter den Bildschirmen?
Die Quellen kindlicher Entwicklung.
Der hier erstmals vollständig übersetzte und um die wichtigsten Essays ergänzte Almanach des Pioniers des ökologischen Denkens zählt zu den wirkmächtigsten Schriften über die Folgen des menschlichen Eingriffs in das komplexe Zusammenspiel der Wildnis. Als in den 30er-Jahren auch die bisher größte Dürre in den Great Plains nicht zu einem Umdenken in den USA führt, bricht Aldo Leopold nach Deutschland auf, um im Land seiner Vorfahren Anregungen für eine nachhaltige Forstwirtschaft zu bekommen. Begeistert von den dort entwickelten Ideen, wie der des »Dauerwalds«, versucht er nach seiner Rückkehr deren Umsetzung und beginnt mit der Renaturierung des Geländes rund um eine verlassene Farm mit ausgemergeltem Boden am Wisconsin River in Sand County.
Die meisten Merkmale im Tierreich lassen sich evolutionsbiologisch durch natürliche Auslese erklären: Sie bieten einen Überlebensvorteil gegenüber anderen und haben sich deshalb durchgesetzt. Anders sieht es dagegen bei den farbenprächtigen Federkleidern und dem hochkomplexen und aufwendigen Balzverhalten vieler Vogelmännchen aus: Wie konnten sich diese schönen, aber aus evolutionsbiologischer Sicht scheinbar sinnlosen, ja hinderlichen Merkmale überhaupt entwickeln?
Richard Prum, Professor für Ornithologie an der Yale University, beruft sich ausgerechnet auf Darwin, um der natürlichen Auslese eine andere Triebkraft zur Seite zu stellen: eine ästhetische Evolution, die ihren Ausdruck in der Partnerwahl findet und eben nicht auf Funktionalität zu reduzieren ist; stattdessen geht es hier um sexuelle Erregung und persönliche Affinität.
Angesichts zahlreicher Krisen droht sich ein dumpfes Gefühl von Resignation breitzumachen. Was wir jetzt brauchen, ist neue Kraft - und vor allem Zuversicht. Die Quelle dafür tragen wir in uns: unsere Sprache.
Sie hat die Macht, Dinge in Dunkelheit oder Licht zu kleiden, mit Beklemmung oder Hoffnung zu füllen. In seinem neuen Buch begibt sich Ulrich Grober auf eine unterhaltsame und philosophische Reise durch unsere Sprache und feiert die Magie, die ihr innewohnt. Er legt die Tiefenschichten elementarer Wörter offen, erinnert an ikonische Bilder und lotet das Potenzial von Redewendungen aus, unsere Vorstellungskraft in Gang zu setzen und der Zukunft eine neue Richtung zu geben. Aus dem Verborgenen der Wörter eröffnet er überraschende Zugänge zu den Herausforderungen unserer Zeit: die Kunst, mit wenig auszukommen. Das Vermögen, sich von der Welt verzaubern zu lassen. Empathie. Nachhaltigkeit. Furchtlosigkeit.
Wir leben im Anthropozän - einer Epoche, in der menschliches Handeln den maßgeblichen Faktor des planetaren Wandels bildet. Dabei geht es nicht nur um den Klimawandel, sondern um eine irreversible Transformation der gesamten Erdoberfläche, wie sie in der Erdgeschichte beispiellos ist. Um das Thema Anthropozän drehen sich zentrale Debatten gegenwärtiger Wissenschaft und Weltpolitik. Es geht um grundsätzliche Fragen zum Verhältnis zwischen Gesellschaften und materiellen Umwelten und zur Stellung des Menschen in der Natur. Welches Potenzial für anthropologische Synthesen steckt im Konzept des Anthropozän?
ISBN 978-3-534-27434-5
vergriffen
Über die faszinierende Wechselbeziehung von Klimakrise und Evolution - die Leseempfehlung der NY Times
Nominiert für "Bestes Wissenschaftsbuch des Jahres" 2023
Wir wissen, die Anpassung an den menschgemachten Klimawandel ist ein Wettlauf gegen die Zeit - dabei ist die Natur uns mitunter schon einige große Schritte voraus.
Von gefräßigen Borkenkäfern, die dank gestiegener Temperaturen heute ganze Wälder bedrohen, bis zu Eidechsen, denen die Evolution mehr Griffkraft bescherte, damit sie nicht von immer häufiger auftretenden Tropenstürmen weggeweht werden: Während wir noch diskutieren, sind die Antworten der Natur auf den Klimawandel bereits in vollem Gang - und dabei ebenso beunruhigend wie auch faszinierend.