Vowort von Michael Schmidt-Salomon

Ethik
Ursprung und Entwicklung der Sitten

Der Anarchist und Evolutionstheoretiker Peter Kropotkin (1842-1921) zeigt in seinem Spätwerk auf, wie eine Ethik zu begründen ist, die auf einer naturalistischen Basis beruht und ohne metaphysische, transzendente bzw. religiöse Fundierung auskommt. Ausgehend von seinen Untersuchungen zur gegenseitigen Hilfe bei Tieren und Menschen, die als Vorläufer der modernen Soziobiologie verstanden werden kann und insbesondere die Bedeutung kooperativen Verhaltens für die Evolution in den Blick rückt, beschreibt Kropotkin, dass "sittliches" Verhalten selbst in der Natur angelegt ist bzw. zu ihr nicht im Widerspruch steht.

ISBN 978-3-86569-160-6 1. Auflage 04.2013 20,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

In einer großen historischen Perspektive, die auch die Naturgeschichte des Lebens nicht ausschließt, geht Kropotkin dem Ursprung der Sitten nach und untersucht, wie durch die Jahrhunderte und Jahrtausende ethisches Denken von den Naturvölkern über die Antike bis in unsere Zeit sich entfaltet. Dabei kommt Kropotkin zu Einsichten, die als Vorläufer zum modernen "evolutionären Humanismus" verstanden werden können.

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Inhaltsverzeichnis

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Rezensionen

50 Jahre vor Julian Huxley und 100 Jahre vor Gründung der Giordano-Bruno-Stiftung schuf Piotr Kropotkin bereits die Grundlagen des evolutionären Humanismus, schreibt Michael Schmidt-Salomon im Vorwort zur verdienstvollen Neuauflage des lange vergriffenen Buchs des russischen Anarchisten und Evolutionstheoretikers. syndikalismus.wordpress.com 30.06.2013

Der anarchistische Theoretiker Peter Kropotkin arbeitete bis Anfang der 1920er Jahre an dem Buch „Ethik. Ursprung und Entwicklung der Sitten“, worin die Entstehung einschlägiger Auffassungen zum Sozialverhalten aus der Evolution abgeleitet wird. Der Klassiker kann als früher Beitrag zum Selbstverständnis eines naturalistischen Humanismus gelesen werden, was nicht Kritik an einzelnen Aspekten des Werkes ausschließt. Von Armin Pfahl-Traughber Humanistischer Pressedienst 21.05.2013

Autoreninfos

Pjotr Alexejewitsch Kropotkin (1842–1921) war ein russischer Geograph, Revolutionär und einer der bedeutendsten Theoretiker des Anarchismus. Er entstammte einer adeligen Familie des zaristischen Russlands und absolvierte zunächst eine militärische Ausbildung, bevor er sich naturwissenschaftlichen und geographischen Studien widmete. Im Rahmen wissenschaftlicher Expeditionen in Sibirien entwickelte er frühe Überlegungen zur gegenseitigen Hilfe in Natur und Gesellschaft, die später zu einem zentralen Bestandteil seiner politischen Theorie wurden. Seit den 1870er-Jahren engagierte sich Kropotkin in revolutionären und anarchistischen Bewegungen Europas und verbrachte wegen politischer Verfolgung viele Jahre im Exil, insbesondere in der Schweiz, Frankreich und Großbritannien. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Die Eroberung des Brotes“ und „Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt“, in denen er staatliche Herrschaft und kapitalistische Wirtschaftsformen kritisierte und föderale, kooperative Gesellschaftsmodelle entwarf. Nach der Russischen Revolution kehrte er 1917 nach Russland zurück, distanzierte sich jedoch von der autoritären Entwicklung unter den Bolschewiki. Kropotkins politische und sozialphilosophische Schriften beeinflussten anarchistische, libertäre und genossenschaftliche Bewegungen weltweit.

Wikipedia (DE): Pjotr Alexejewitsch Kropotkin  |  Wikipedia (EN): Peter Kropotkin

Vorwort von

Michael Schmidt-Salomon (* 1967) ist ein deutscher Philosoph, Autor sowie Mitbegründer und Vorstandssprecher der evolutionär-humanistischen Giordano-Bruno-Stiftung (gbs).

Wikipedia (DE): Michael Schmidt-Salomon  |  Website (Stand 07.05.2026): schmidt-salomon.de

Verlag

Erstellt: 07.05.2026 - 12:42  |  Geändert: 07.05.2026 - 13:10