Die literarische Autobiografie des genialischen Literaten
Dieses Buch handelt von: Verkanntentreffen, Katapulten, verpasster Friedhofsgärtnerei; vom Merve Verlag, Maas Verlag, Müll; vom Mann meines Alters, Zille-Zwiebeln, Lotto-Hoffnung, SO36; ...
Deutschland (Thema)
Als die 1951 in New York herausgebrachte LOST LIBRARY als DIE VERLORENE BIBLIOTHEK. AUTOBIOGRAPHIE EINER KULTUR erstmals in deutscher Sprache erschien, schrieb Walter Mehring über die Entstehung des Buches: „Der Entschluß, die Lebensgeschichte einer Literatur – genauer gesagt: die Fabel einer mir verwandten Bibliothek – zu erzählen, kam mir auf der anderen Erdhälfte in Amerika, auf einer New England-Farm, deren Entlegenheit… mich wieder lehrte, Schritt für Schritt des Gelesenen mich zu erinnern.“
Wo überall sitzt die Menschenfeindlichkeit?
Eine literarische Intervention gegen die gesellschaftspolitischen Verhältnisse
Ein Mädchen steht vor der Schwimmlehrerin und bettelt, endlich in die Fortgeschrittenengruppe zu dürfen. Dabei kann sie nur am Beckenrand ohne Leine gut schwimmen. Die Lehrerin ist gnadenlos, das Mädchen verzweifelt. Dreißig Jahre später ist Heike Geißler erwachsen und noch immer verzweifelt - aber entschlossen, sich diesem Gefühl zu stellen: ...
Marie Luise Kaschnitz erzählt in »Gott und die Welt« von ihrem Leben im Frankfurt der 60er-Jahre. Die anstehenden Stürme der Studentenrevolution und der außerparlamentarischen Oppositionen sind in ihren Gedanken präsent. In einer durch die drohende Kündigung ihrer Wohnung im Westend ausgelösten existenzielle Beunruhigung berichtet sie fasziniert von einer sich verändernden Stadt, die trotz aller Sorgen ihr Lebensmittelpunkt bleibt.
Zwei Intellektuelle unserer Gegenwart - Moshe Zuckermann, Historiker und Zeitdiagnostiker, und Florian Rötzer, Journalist und Philosoph - sprechen über das, was unsere Zeit erschüttert. Es ist ein Experiment des freien Denkens über Grenzen hinweg: zwischen Israel und Deutschland, zwischen verschiedenen Lebensgeschichten, Prägungen und kulturellen Perspektiven. Gemeinsam werfen sie einen hellsichtigen Blick auf die Zeitenwende:
Thomas Stöltings Essay über Gewalt, Erinnerung und historische Verantwortung handelt vom Spanischen Bürgerkrieg, seinen Ursachen, seinem Verlauf und wie er bis heute (nicht) erinnert wird. Es wird deutlich, wie sehr Hitler-Deutschland diesen Bürgerkrieg erst ermöglichte.
Ein besonderes Augenmerk widmet er exemplarisch der Gewaltgeschichte der kanarischen Insel La Palma.
1975, vor 50 Jahren, wurde der erste Frauenbuchladen in Deutschland gegründet, zunächst in München, dann in Berlin - und dann ging es in einem rasanten Tempo in vielen anderen Städten weiter. Nahezu zeitgleich entstanden die ersten deutschen Frauenverlage
Im Zuge der durch einen berühmt gewordenen Tomatenwurf ausgelösten 2. Frauenbewegung entstanden nach und nach Kinderläden, Frauenhäuser und Frauengesundheitszentren, Frauenbands und -theatergruppen, Frauencafés und -kneipen und auch eine ganze Frauen-Buch-Bewegung. Doris Hermanns erzählt die Geschichte dieser Frauen-Buch-Bewegung von ihren Anfängen bis heute ...
Die britische Autorin und Astronomin Pippa Goldschmidt erzählt von ihrer Rückkehr nach Deutschland – das Land, aus dem ihre jüdischen Großeltern vertrieben wurden.
Pippa Goldschmidt ist in England geboren, dem Land, in das ihr jüdischer Großvater Ernst 1936 vor den Nazis geflohen war. Ein Großvater, von dem sie kaum mehr weiß, als dass er einer der wenigen Menschen war, die im Ersten Weltkrieg für und im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland gekämpft haben. 2020 beantragt Pippa Goldschmidt die deutsche Staatsbürgerschaft und zieht nach Frankfurt a. M., die ehemalige Heimat von Ernst, um herauszufinden, ob sie sich dort zu Hause fühlen kann, ohne von ihrer Familiengeschichte überwältigt zu werden.
1848 - was für ein Jahr: Die Rufe nach Grundrechten und demokratischer Teilhabe wurden lauter, hitzige Debatten wurden zu Barrikadenkämpfen, der politische Status quo geriet endgültig ins Wanken. Letztendlich erreichten die Revolutionärinnen und Freiheitskämpfer ihre Ziele nicht, doch ein entscheidender Anfang war gemacht.
Die Historikerin Alexandra Bleyer erzählt von der einzigartigen Dynamik dieses Revolutionsjahrs in ganz Europa.
Wie bleiben wir menschlich, wenn das Leben immer härter wird? Der neue Roman der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin. Eine Kleinstadt in der norddeutschen Provinz. Sechs Menschen, die ein neues Kapitel in ihrem Leben aufschlagen. Ein Tag, der alles verändert.
Nebel liegt über den Feldern und dem Kanal. Es ist, als ob der Winter nicht zu Ende gehen will in der kleinen Stadt Lasseren im Emsland. Hier auf dem platten Land ist jahrein, jahraus nicht viel los. Wer Arbeit sucht, kommt an Möllring nicht vorbei, dem riesigen Geflügelschlachthof am Stadtrand. Für eine Handvoll Menschen beginnt dieser Montagmorgen mit großen Erwartungen.