Öl für den Endsieg
Die Kontinentale Öl AG 1941-1945

Die 1941 gegründete Kontinentale Öl AG sollte die Ölquellen des Kaukasus ausbeuten und damit die Grundlage für den von den Nazis erträumten Endsieg legen.

Der Zweite Weltkrieg war ein Krieg der Panzer, Lastkraftwagen und Flugzeuge. Öl bildete die unverzichtbare Grundlage für die Feldzüge. Das Deutsche Reich verfügte nur über geringe Vorkommen und war deshalb auf die Eroberung einer Ölbasis angewiesen. Die 1941 gegründete Kontinentale Öl AG sollte ein Gegengewicht zu den großen alliierten Ölkonzernen bilden und vor allem die reichen Erdölquellen des Kaukasus ausbeuten. 

ISBN 978-3-8353-6059-4 1. Auflage 18.02.2026 42,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)
ISBN 978-3-8353-8176-6 1. Auflage 18.02.2026 Kostenlos Download (PDF) von www.wallstein-open-library.de

Da dieses Gebiet jedoch nicht dauerhaft besetzt werden konnte, mussten sich die Nationalsozialisten mit anderen europäischen Regionen - Rumänien, Galizien, Estland - begnügen.

Das halb staatliche, halb privatwirtschaftliche Unternehmen band alle relevanten wirtschaftlichen, staatlichen, politischen und militärischen Interessengruppen ein. Die »Konti« bildete so ein Modell für künftige, »kontinental« orientierte Konzerne. Die hochfliegenden Zukunftspläne standen im Kontrast zum operativen Scheitern der Kontinentalen Öl AG. Insgesamt eröffnet die Geschichte dieses Unternehmens einen neuen Blick auf die NS-Wirtschaft, die herrschende Klasse des Regimes, also die hochrangigen Vertreter aus Wirtschaft, Partei, Militär und Staatsbürokratie, und die politisch-militärischen Entscheidungen. Er ist dazu geeignet, vermeintlich gesicherte Erkenntnisse über das Verhältnis von Politik und Ökonomie infrage zu stellen. 

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Autoreninfos

Karsten Linne, geb. 1961, studierte Sozialwissenschaften und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Nach langjähriger Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts (u.a. Editionen zur Deutschen Arbeitsfront und zum Nürnberger Ärzteprozeß), arbeitet er als freier Historiker. Dabei forschte und publizierte er unter anderem zu sowjetischen Kriegsgefangenen (Zweite Wehrmachtsausstellung), zur Freizeitpolitik im Nationalsozialismus, zu Medizinexperimenten etc.

Autoren

Erstellt: 17.04.2026 - 06:26  |  Geändert: 17.04.2026 - 09:51