Hot Mixed Girl
Eine Dekonstruktion

Wer ist eigentlich dieses ›Hot Mixed Girl‹ und was hat es mit der Identität der Deutschen zu tun?

Schön – exotisch – der Anfang vom Ende: in jedem Fall eine Provokation. Klar ist, dass ein ›Hot Mixed Girl‹ die Gemüter erhitzt. Aber wer ist dieses Hot Mixed Girl eigentlich? Und woraus ist diese zeitgenössisch anmutende Projektionsfläche für jahrhundertealtes rassistisches Gedankengut und koloniale Denkmuster gerade in Deutschland historisch und politisch erwachsen?

ISBN 978-3-89771-362-8 1. Auflage 13.04.2023 18,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe

In einer systematischen Dekonstruktion komplexer Mechanismen untersucht Nat Isabel, welche Bedeutungen dem weiblichen afro-diasporischen Körper beigemessen werden, und reflektiert ihre Auswirkungen auf dessen Seele. Mit Tiefgang und Schonungslosigkeit leitet sie zu radikalen Perspektivwechseln an und deckt Wege des Widerstands auf. Dabei zeigt sie – auch anhand ihrer eigenen Geschichte –, wie eine Identitätsfindung in einem Drahtseilakt zwischen prekären Privilegien und gegensätzlichen und desorientierenden Fremdzuschreibungen dennoch gelingen kann.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Rezension

Im Buch finden viele Prozesse gleichzeitig statt: Man stößt neben der Dekonstruktion (Aufzeigen von Diskurs), im ersten Teil, auf eine allmähliche Rekonstruktion (zeithistorische Aufarbeitung des Schwarzseins in einem deutschen Kontext) und schlussendlich auch eine Konstruktion (Analyse anhand der eigenen Erfahrung) der Autorin Nat Isabel von sich selbst und ihrer Geschichte, das jedoch im zweiten Teil. Hierin wird das Kernthema – die Existenz im weiblichen Schwarzen Körper in Deutschland – ontologisch subjektiviert. Die Autorin führt diesen Prozess anhand ihrer eigenen Person durch (subjektiv), wobei sie eine einzigartige Diskursübersicht anbietet (objektiv). In diesem beidseitigen Kontext wird ein ganzes ›Portfolio‹ an Themen diskursiv neu verhandelt, grundlegend sowie gegenwartsbezogen vertieft, so dass dabei gleichzeitig auch ein ablesbarer Emanzipationsprozess eingeleitet wird. Hierbei geht die Autorin den Weg vom Objekt zum Subjekt, von der Theorie in die Praxis, womit sie eine erkenntnistheoretische Pionierarbeit darlegt. [Mehr hinter der Abonnementsschranke] Von Homayun Alam kohero-Magazin 25.08.2023

Autoreninfos

Als gebürtige Kölnerin – mit deutschen, omani und kongolesischen Wurzeln – hat Nat Isabel in Großbritannien im Bereich der Systhemtheorie promoviert und veröffentlichte eine Arbeit zu Cultural Policy und Marktmechanismen im Kunsthandel. Sie lebt in Paris.

Autoren
Verlag

Erstellt: 02.04.2026 - 09:40  |  Geändert: 02.04.2026 - 10:48