Klassensolidarität, Autonomie, Selbstorganisation
Erfahrungen und Reflexionen von unten
Weltweiter Widerstand gegen die Klassengesellschaft
Streikende Kurierfahrer*innen in Brasilien, organisierte Logistikarbeiter*innen in Italien, Basisgruppen in der Schweiz und Deutschland, verdeckte Proteste indonesischer Wanderarbeiter*innen in Taiwan, eine Besetzung in Griechenland, die sich gegen die Touristifizierung wehrt, brennende Baustellen und kollektive Enteignungen in den USA: Weltweit und auf unterschiedliche Art und Weise versuchen Proletarisierte dem Todeskult des Kapitals etwas entgegenzusetzen.
Die in diesem Buch zusammengetragenen Reflexionen und Kampferfahrungen von Gruppen und Einzelpersonen aus unterschiedlichsten Ecken der Welt analysieren die Stärken und Probleme gegenwärtiger Kämpfe aus einer antikapitalistischen, autonomen und selbstorganisierten Perspektive. Die Themengebiete ›Arbeitskämpfe und Basisarbeit‹, ›Widerstand gegen die Stadt des Kapitals‹ sowie ›Repression und revolutionäre Strategie‹ werden durchleuchtet, ohne einer Hierarchisierung von Kampfmethoden und Taktiken zu verfallen. Denn die Frage nach einer angemessenen Praxis lässt sich weder pauschal noch ideologisch beantworten. Eine Annäherung an die Antwort kann nur in den Kämpfen selbst und in der Auseinandersetzung mit den konkreten sozialen Umständen und den damit verbundenen Kräfteverhältnissen gefunden werden.
Mit Beiträgen von Samia Dinkelaker, Ralf Ruckus, S.I. Cobas, Solidarisch in Gröpelingen,Vogliamo Tutto, Gruppe Pikralides/Rosa Nera, Anarchistische Föderation Santiago, Julian Francis Park, NO MORE Komitee, Anarchistische Gruppe Eclosion, einigen Mitgliedern von Die Plattform und anderen.
Buchempfehlung von dieplattform.org (Mitautoren des Buches)
Buchempfehlung von labournet.de
("Eine der wesentlichen Motivationen für die Gründung vom LabourNet Germany war das Bestreben, internationale Kämpfe und Erfahrungen zu dokumentieren, um voneinander zu lernen und sich möglichst auch zu vernetzen")
Pressestimme
»Die Welt brennt an allen Ecken und Enden, aber mitunter gerät aus dem Blick, wie viel sich auch überall regt, um dem etwas entgegenzusetzen. Eine von M. Lautréamont (…) herausgegebener Sammelband lässt sich hierbei als Gegenmittel für den grassierenden Defätismus lesen: Der Band versammelt Berichte von Basisaktivistinnen und Experten von Lateinamerika über Griechenland bis Taiwan, die lokale Organisationsbemühungen darstellen und auf ihre Potenziale befragen. (…) Ein Fokus liegt auf den besonders ausgebeuteten Teilen der globalen Arbeiter:innenklasse. (…) Die Soziologin Samia Dinkelaker und WOZ-Autor Ralf Ruckus wiederum rücken die zigtausend indonesischen Wanderarbeiter:innen in Taiwan in den Blick, die dort unter prekären Bedingungen tätig sind. Gleichwohl dürften sie deswegen nicht bloss als Objekte unternehmerischer Verfügungsgewalt betrachtet werden, so die Autor:innen, sondern seien als handelnde Subjekte, die oft unkonventionelle Widerstandsformen praktizierten, ernst zu nehmen.« − Daniel Hackbarth, WOZ, 15. April 2025
Der Herausgeber
M. Lautréamont ist in einer antiautoritär-kommunistischen Gruppe organisiert, ist Übersetzer, schreibt für das "Ajour Magazine" und gelegentlich für den Blog "Communaut".