Großmachtsucht
Deutschland rüstet für die Führung Europas
"Putin steht kurz vor Berlin" und "Trump lässt die Europäer im Stich". Mit diesen Argumenten bläst der deutsche Mainstream zur Kriegsertüchtigung. Aber was steckt eigentlich dahinter? Wie steht es um die deutschen Beziehungen zu den USA wirklich? Welchem Zweck dient die Aufrüstung, und wer trägt die Kosten?
Jens van Scherpenberg tritt der gegenwärtigen Kriegstüchtigkeitspropaganda entschieden entgegen. Seine These: Deutschland, wirtschaftliche Führungsmacht Europas, nutzt den Ukrainekrieg, um nun auch die stärkste Militärmacht in einer souveränen Großmacht EU zu werden.
Er deckt die Interessen auf, die die Außenpolitik der Bundesrepublik seit ihrer Gründung beherrschen. Und er plädiert dafür, sich der Vereinnahmung in das große nationale "Wir" zu verweigern.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags
Die souveräne Macht: Missverständlicher Titel, empfehlenswertes Buch: Jens van Scherpenberg liefert mit »Großmachtsucht« eine wichtige Analyse der deutsch-europäischen Aufrüstung: Wahnsinn – das ist nicht selten das Urteil über die Aufrüstungspläne der deutschen Regierung und ihre aggressiven Töne Richtung Russland. Der Titel des gerade erschienenen Buchs von Jens van Scherpenberg scheint in die gleiche Richtung zu zielen. »Großmachtsucht« heißt seine im Westend-Verlag erschienene Studie, die die Etappen der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik bis heute untersucht. Von Renate Dillmann junge Welt 23.02.2026
