Überwachen und Strafen – diese beiden Mittel dienen dazu, die Menschen in der kapitalistischen Gesellschaft zu konditionieren und zu disziplinieren. Der französische Soziologe Michel Foucault hat das vor mehr als 30 Jahren in seinem gleichnamigen Buch beschrieben und analysiert. Er zeigte am Beispiel des Gefängnisses, wie im sich herausbildenden Kapitalismus die Macht die Menschen sich untertan macht. Foucault verdeutlichte, wie die Macht Körper und Verhalten formt. Er zeigte, wie der Mensch zu einem trainierten, anpassungsfähigen, steuerbaren Subjekt wird. Zentrale Mittel waren und sind dabei Rituale, Zeitpläne, Bewertungssysteme und Normen. Und: Wer sich der Norm widersetzt, wird nicht einfach bestraft, sondern abweichend etikettiert, überwacht und angepasst.
Jens van Scherpenberg (Jahrgang unbekannt) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Politikanalyst mit Schwerpunkt auf internationaler politischer Ökonomie und US-amerikanischer Außenwirtschaftspolitik. Er studierte Neuere und Zeitgeschichte sowie Volkswirtschaftslehre in München, Heidelberg und Wien und promovierte in München bei dem Wirtschaftshistoriker Knut Borchardt zur öffentlichen Finanzwirtschaft in Westdeutschland unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ab 1977 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), wo er von 1997 bis 2006 die Forschungsgruppe Amerika leitete. In dieser Funktion analysierte er insbesondere die wirtschaftspolitischen Strategien der Vereinigten Staaten sowie deren Auswirkungen auf Europa und die internationalen Wirtschaftsbeziehungen. 1995 war er Visiting Fellow am Peterson Institute for International Economics in Washington, D.C. Neben seiner Forschungstätigkeit war er bis 2012 als Lehrbeauftragter für Internationale Politische Ökonomie an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig.