Zum 20. Jahrestag der Gründung der SED hielt Walter Ulbricht 1966 eine viel beachtete Rede, in der er den Weg zu einer Wiedervereinigung Deutschlands skizzierte. Messerscharf analysiert er hierin die Lage der beiden deutschen Staaten und die der beiden größten deutschen Parteien SED und SPD. Er unterbreitet konkrete Vorschläge zur Zusammenarbeit von Ost und West und entwirft die Vision eines geeinten und friedlichen Deutschlands, in dem die Macht der Großbanken und Konzerne gebrochen ist, echte Demokratie und Gerechtigkeit herrschen.
Nun, 60 Jahre später, ist diese Rede auf erstaunliche Weise hochaktuell. Sie eröffnet eine der Sache nach dringend nötige Perspektive auf ein sozialistisches Deutschland. Dabei enthält sie nicht weniger als eine strategisch weitreichende Vision, die konzeptionelle Qualität entfaltet.