Ob es um Gesundheit, Politik oder Fake-News geht: Warum sehen wir nur das, was wir sehen wollen? Der Neurowissenschaftler Kai Schreiber hat eine überraschende Erklärung: Dass wir irrational denken und handeln, hat vor allem mit unserer Wahrnehmung zu tun. Ein Konzept wie "Wahrheit" ist evolutionär verzichtbar, da es zum Überleben einer Art wenig beiträgt. Dennoch können wir Wahrheiten erkennen - vorausgesetzt, wir wissen, wie die Erkenntnisfallen zu umgehen sind. Kai Schreiber überträgt neueste Forschungsergebnisse auf unseren Alltag und räumt dabei auf mit Fatalismus und engstirnigem Eigennutz.
Logik (Thema)
Zwischen einem 20-Jährigen und einem 80-Jährigen gibt es augenscheinlich Unterschiede, doch wie verändert sich in dieser Zeitspanne die Denk- und Lernfähigkeit? In welchem Alter hört das Gehirn auf zu reifen und ist es tatsächlich für einen 40-Jährigen schwieriger, eine Fremdsprache zu lernen, als für einen 20-Jährigen? Klar ist, dass das Nervensystem eines Kindes wächst, aber bedeutet das im Umkehrschluss, dass ein Erwachsener geistig abbaut?
Widerspruch ist für Hegel Denkprinzip. Seine Philosophie bezieht ihre Kraft daraus, dass sie alles Widerständige ernst nimmt und nicht in einem knöchernen System steckenbleibt. Auch deshalb verehren noch heute bedeutende Mathematiker und Naturwissenschaftler diesen Kopf, der zu ihren Bereichen nur Verwirrendes beizusteuern hatte.
Dietmar Dath zeigt, wie anregend es sein kann, mit Hegel dem Geist auf die Spur zu kommen und gleichzeitig die Welt nicht aus dem Blick zu verlieren.
Der durch die "Blumenkinder" des Silicon Valley entfesselte digitale Rausch droht, die Vernunft durch den Aberglauben zu ersetzen, man könne die Welt rechnend vervollkommnen. Wer aber glaubt, die Probleme einer ungewissen Welt mit technologischen Gewissheiten lösen zu können, hat weder etwas von der Welt noch etwas von der Technologie verstanden. Im digitalen Sittenbild aus Silizium und Statistik ersetzt Rechnen das Denken, Wahrscheinlichkeit wird für Wahrheit ausgegeben und Korrelation verdrängt Kausalität. Die Hohepriester der Digitalisierung fragen nicht, ob wir das, was sie verkünden, für gut und richtig halten. Gut und richtig sind keine Kategorien des Digitalen.
Demokratisches Handeln und Denken hat nur Bedeutung, wenn es immer wieder eingeübt wird. Es gibt dem Leser die Denkwerkzeuge an die Hand, um sich den Gegnern und Feinden demokratischen Denkens entgegenzustellen. Zorns "Logik für Demokraten" führt den Leser in die argumentativen Auseinandersetzungen, vor die sich ein Demokrat immer wieder gestellt sieht. In klugen Analysen populistischer Argumentation und totalitärer Denkweisen bekommen Leser Instrumente an die Hand, die Demokratie wirkungsvoll gegen ihre Feinde zu verteidigen.
Rund fünfzehn Jahre arbeitete Alain Badiou an »Logiken der Welten«, der Fortsetzung seines großen Werks »Das Sein und das Ereignis« (erschienen 1988, bei diaphanes 2005). Was aber heißt Fortsetzung? 1988 bestand das ontologische Anliegen darin, gestützt auf die Mathematik nachzuweisen, dass das Sein, als solches gedacht, nur indifferente Mannigfaltigkeit ist. Es stellt sich dann das folgende Problem: Wie ist vor dem Hintergrund dieser Indifferenz zu verstehen, dass es Wahrheiten nicht nur gibt, sondern dass sie auch in bestimmten Welten erscheinen? Was ist der sichtbare oder objektive Körper einer Wahrheit? Aus der Ontologie lässt es sich nicht ableiten. Konstruiert werden muss vielmehr eine Logik des Erscheinens, eine Phänomenologie.
Schriften aus dem Nachlass Wolfgang Harichs | Band 2
Der vorliegende Band präsentiert Harichs Studien zur Logik, zum Verhältnis von Logik und Dialektik sowie zur Erkenntnistheorie, an denen er Zeit seines Lebens arbeitete. Bereits 1941/1942 wandte sich Harich erstmals diesem Themenfeld zu.
Als vor 15 Jahren zum ersten Mal eine wohlfeile Ausgabe der Hauptwerke Hegels bei Meiner erschien, war die Begeisterung groß. "Weltgeist zum Schnäppchenpreis" schrieb der Chefredakteur von sciencegarden.de
Die beste Waffe ist Ihr Verstand. Die vertrauten Erklärungsmuster helfen in einer zunehmend komplexen Welt nicht weiter dabei wäre unser Verstand durchaus in der Lage, wahre Meisterleistungen zu vollbringen, wenn man seine Ressourcen richtig nutzt. Modernste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, wie es möglich ist, sein Denken zu schulen. Kurzweilig und informativ vermittelt die Psychologin Maria Konnikova, wie man wichtige von unwichtigen Details unterscheidet, die eigene Wahrnehmung schärft, Probleme kreativer lösen kann und reflektiertere Entscheidungen trifft.