In dieser Veröffentlichung werden Geld und Kredit mithilfe einer bilanziellen Betrachtung erklärt. Die vereinfachten Bilanzen, welche Forderungen und Verbindlichkeiten abbilden, werden für die wichtigsten Akteure erklärt. Wie schöpft eine Zentralbank Geld? Wie vergibt eine Geschäftsbank einen Kredit, und braucht sie dazu vor eine Ersparnis? Wie begibt der Staat eine Staatsanleihe, wo hat er sein Konto und was bedeutet das für die T-Konten der anderen Akteure? Die gewählte Methodologie ermöglicht ein Verständnis der wesentlichen bilanziellen Zusammenhänge einer Volkswirtschaft und bietet dadurch eine alternative Sicht auf die EUR-päischen Themen.
Euro (Thema)
Warum wir vor dem Kapitalismus kapitulieren. Der Preis für die sogenannte Bankenrettung ist die Zerstörung der Gesellschaft. Der Weltökonom Michael Hudson übt eine Fundamentalkritik am kapitalistischen Finanzsystem, die unser Denken verändern wird. Die Weltgeschichte beweist: Die Banken führen einen neuartigen Krieg gegen die Demokratie.
ISBN 978-3-608-94748-9
07.11.2016
vergriffen
Im Herzen der Krise, die Europa derzeit zu zerreißen droht, steht ein Paradox. Nicht die Kluft zwischen den wirtschaftlich starken Ländern des Nordens und den laxen Ökonomien des Südens oder die Einwanderung treiben die Spaltung voran, sondern - absurd genug - die gemeinsame Währung, der Euro. Warum? Analytisch brillant und fesselnd lenkt Yanis Varoufakis den Blick zurück auf die hochdramatischen wirtschaftspolitischen Wendepunkte des 20. Jahrhunderts: von der Aufgabe des Goldstandards 1973 über die Machtkämpfe zwischen Deutschland und Frankreich um Dominanz in der Eurozone bis zu den fatalen Folgen des Börsencrashs von 2008.
Herausgegeben von Svenja Bromberg, Birthe Mühlhoff und Danilo Scholz.. Mit Beiträgen von Damir Arsenijevic, Alain Badiou, Étienne Balibar, Gracie Mae Bradley, Cédric Durand, Sara Farris, Alexandre Kojève, Maurizio Lazzarato, Sandro Mezzadra, Toni Negri, Thomas Piketty, Beatriz Preciado, Bernard Stiegler, Martin Wolf, Slavoj Zizek. Um die European Space Agency geht es auch. Und Carlos Souffront liefert mit "Europe from Detroit" einen exklusiven Mix.
Nicht noch ein Zwischenruf zu Europa, kein weiterer Beitrag zu den großräumigen Ausstiegsfantasien, keine Moral. Es gibt genug Gebrauchsanweisungen für Europa. Aber Europa ist kein Gerät, für das es eine Anleitung geben könnte. Europa ist auch nicht kaputt. Kein Grund zur Entsorgung also.
Von der Columbine High School bis zum Batman-Kino-Massaker in Aurora, Amokläufe sind in den letzen Jahren zu einer grausigen Routine geworden. Hinzu treten scheinbar ideologisch oder religiös motivierte Massenmorde wie die von Anders Breivik oder islamistischer Terrorkommandos. All diese Wahnsinnstaten faszinieren und verstören und lassen uns letztlich ratlos zurück.
Das Scheitern von SYRIZA und seine Konsequenzen. Der Wahlsieg von SYRIZA vom Januar 2015 war von großen Hoffnungen begleitet, in Griechenland und in ganz Europa. War damit nicht die Chance für eine grundsätzliche Alternative gegen die von Brüssel und Berlin gerichtete Politik der Austerität gegeben? Mit dem Amtsantritt von Ministerpräsident Alexis Tsipras schien nach langen Krisenjahren das Ende des Martyriums des griechischen Volkes endlich in Sicht.
Die Rückkehr der 'deutschen Frage' und die Lage der EU. Mit dem während der Schuldenkrise durch die herausragende wirtschaftliche und politische Macht Deutschlands entstandenen "deutschen Europa" beginnt über die Flüchtlingskrise,
Zentralbanken stehen mehr denn je im Zentrum des öffentlichen Interesses. Beim Auftreten von Wirtschaftskrisen, bei Turbulenzen im Währungssystem oder gar bei "finanziellen Rettungsaktionen" für ganze Staaten treten sie sichtbar auf den Plan.
Die globale Finanzkrise war im wirtschaftspolitischen Sinne gerade eingedämmt, als in Europa 2010 ein zweiter Krisenprozess begann. Der Begriff, der sich dafür ausbreitete, lautete auf Staatsschuldenkrise.
Fünf Jahre Krise und Krisenkonkurrenz. Europa rettet sein Geld - die deutsche Führungsmacht ihr imperialistisches Europa-Projekt. Alle Welt weiß: Griechenland ist ein Problem. Aber was für eins? Ein humanitäres?