Aktuell
Israel befindet sich im Krieg. Der Terrorangriff der radikal-islamischen Hamas ist für Israel die größte Katastrophe der letzten Jahrzehnte und vorläufiger, tragischer Höhepunkt des lange andauernden Konflikts. Die grausamen Anschläge haben über Tausend Zivilistinnen und Zivilisten das Leben gekostet. Schlagartig hat sich mit dem Krieg auch der Blick auf Israel gewandelt.
Stand vor kurzer Zeit noch die geplante Justizreform der rechtskonservativen und in Teilen rechtsextremen Regierung im Fokus, und damit die Frage, ob Israel noch ein demokratischer Staat bleiben würde, schwankt die Aufmerksamkeit zwischen den Polen der unbedingten und uneingeschränkten Solidarität für Israel und der kritischen Analyse des weiteren Kriegsverlaufs und seiner Folgen für die palästinensischen Zivilisten.
Jacques Vingtras wird in einem umkämpften Paris zum Mitbegründer der Pariser Kommune.
Früher sorgte Jacques Vingtras in den Pariser Politkreisen für Aufruhr – nun arbeitet er als Hilfslehrer und bürstet sich den Bart. Nur seine Feierabende gehören noch seinem Kampf gegen die Bourgeoisie. Als ihm eine scharfe Rede seine Anstellung kostet, stürzt er sich zurück in die Politik und in ein Paris, das im ausgehenden 19. Jahrhundert ganz im Zeichen des Wandels steht: ...
Im pulsierenden Paris von 1851 formt sich Jacques Vingtras’ revolutionärer Geist.
Mit seinen Hundezähnen und Kämpferschultern kommt der unbedarfte Jacques Vingtras 1851 ins pulsierende Paris. Frisch vom Gymnasium, ist er endlich der engen Provinz und dem direkten Einfluss der Eltern entkommen. Seine neu gewonnene Freiheit widmet er der Lektüre verbotener Bücher und leidenschaftlichen Diskussionen bei Zwiebelsuppe und billigem Wein. Im Kreis von Gleichgesinnten entwickelt sich sein revolutionärer Geist, und so steigt er in den drei blutigen Dezembernächten, die ganz Frankreich verändern, auf die Barrikaden – bereit, für seine Ansichten zu sterben.
Jules Vallès widmet seine Geschichte all jenen, »die in der Schule vor Langeweile umkamen oder zu Haus weinten, die in der Kindheit von ihren Lehrern tyrannisiert oder von ihren Eltern verprügelt wurden«. Ein unverzichtbarer Klassiker der Weltliteratur.
In der Familie des jungen Jacques gelten harsche Regeln von Sitte und Anstand, ständig eckt er an. Nur bei seiner Cousine auf dem Land entkommt er dem strengen Elternhaus. Aus den Hinterhöfen steigt der Gestank von gekochtem Schlamm, aber die Geschichten seines Onkels und das Treiben der Tischlergesellen sorgen für Abwechslung. Als er Bücher in die Finger bekommt, die von Revolution sprechen, ist er gefangen von den Stimmen, die seine Lasten zu kennen scheinen.
NEUE PERSPEKTIVEN AUF DIE DEUTSCHE KOLONIALGESCHICHTE
Die eigene Zeit als Kolonialmacht sei im Vergleich mit Ländern wie Frankreich oder Großbritannien kurz und relativ unproblematisch gewesen: So sah man es hierzulande lange. Doch das war ein Irrtum. Heute steht die deutsche koloniale Vergangenheit zu Recht im Zentrum kontrovers geführter Debatten über das koloniale Erbe in einer globalen Welt. Dieses Buch beleuchtet mit dem Auswärtigen Amt einen zentralen Akteur des deutschen Kolonialismus und spannt den Bogen vom Deutschen Kaiserreich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Deutschland, sondern auch in die betroffenen Gesellschaften Afrikas, Asiens und Ozeaniens.
»Wenn du willst, dass das Leiden endet, dann musst du handeln.« Tsitsi Dangarembga
Tsitsi Dangarembga, gilt als eine der wichtigsten Stimmen Afrikas.
"Verleugnen" ist der zweite Band der Tambudzai Trilogie. Als Simbabwe die Unabhängigkeit erlangt, beginnt die Protagonistin Tambudzai Sigauke ihr zweites Jahr am Young Ladies' College of the Sacred Heart. Eine Schule, in der die Rassenkonflikte des kolonialen, vorstaatlichen Simbabwes tief verankert sind. Die Missionsschule wird von weißen Nonnen geführt, die es als Beweis ihrer Nächstenliebe sehen, dass sie Schwarze Schülerinnen - fünf an der Zahl - in die Schule aufgenommen haben. Doch die Schülerinnen führen ein ungleiches Leben: ...
Die westliche Moderne definiert sich über den Anspruch, allen Menschen die Freiheit zu bringen – im Gegensatz zu Gesellschaften, welche in der Freiheit das Privileg einer Minderheit sahen. Dieses moderne Projekt ist gescheitert.
Zu einem Zeitpunkt, wo soziale Ungleichheit explodiert und Freiheitsbeschränkungen um sich greifen, hinterfragt Aurélien Berlan die zugrunde liegende Idee der Freiheit radikal.
Eine Biografie eines der mächtigsten Nationalsozialisten – erzählt von seinem Enkel
Robert Ley war Reichorganisationsleiter der NSDAP und baute die Deutsche Arbeitsfront zum größten NS-Verband auf. Nach dem Krieg war er im Nürnberger Prozess einer der 24 Hauptangeklagten. Sein Enkel Axel Spilcker erzählt nun die Lebensgeschichte seines Großvaters und die seiner Familie. Wie geht man mit einem solchen Erbe um?
Hans und Hilde Coppi bezahlten ihren Widerstand gegen die NS-Diktatur mit dem Leben. Hans Coppi, 1916 im Berliner Stadtteil Gesundbrunnen geboren, beteiligte sich als Mitglied des illegalen Kommunistischen Jugendverbands nach 1933 an der Verbreitung von Flugblättern gegen das Regime. Zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, wurde er im Februar 1935 aus der Jugendstrafanstalt Plötzensee entlassen.
Auch Hilde Coppi, 1909 geboren und in Berlin-Mitte aufgewachsen, beteiligte sich an Widerstandsaktivitäten. 1941 heirateten Hans und Hilde Coppi. Beide gehörten ab 1940 zu einem Widerstandsnetzwerk um Harro Schulze-Boysen. Diesem Netzwerk gab die Gestapo den Fahndungsnamen „Rote Kapelle“.
Inspiriert von Günther Anders' Diktum, die Atombombe verwandele die Welt in ein ausfluchtloses Konzentrationslager, entwickelt Christian Dries im Rekurs auf Anders, Hannah Arendt und Hans Jonas eine kritisch-philosophische Theorie der Moderne und bringt diese Modernisierungsphilosophie mit der soziologischen Modernisierungstheorie ins Gespräch.
Im Zentrum seiner Studie steht das sogenannte »Pandynatos-Prinzip« der Moderne. Es bezeichnet die idée fixe des Homo faber, dass schlechterdings alles möglich sei und dass, was möglich ist, schließlich auch gemacht werde – und sei es um den Preis totaler Konformierung und Vernichtung von Mensch und Welt.




