Hitlers Gefolgsmann
Robert Ley - mein Großvater, der Kriegsverbrecher
Eine Biografie eines der mächtigsten Nationalsozialisten – erzählt von seinem Enkel
Robert Ley war Reichorganisationsleiter der NSDAP und baute die Deutsche Arbeitsfront zum größten NS-Verband auf. Nach dem Krieg war er im Nürnberger Prozess einer der 24 Hauptangeklagten. Sein Enkel Axel Spilcker erzählt nun die Lebensgeschichte seines Großvaters und die seiner Familie. Wie geht man mit einem solchen Erbe um?
Einem Urteil in den Kriegsverbrecherprozessen entzieht sich Robert Ley 1945 durch Selbstmord. Achtzig Jahre später, in einer Zeit, in der die Demokratie wieder unter Druck steht, macht sich sein Enkel auf Spurensuche.
Axel Spilcker erzählt vom Aufstieg des Robert Ley in den innersten Kreis um Hitler, von Intrigen, Korruption und fanatischem Antisemitismus. Von der ersten Frau und der zweiten, der von Hitler gefeierten Sopranistin Inga Ley, die in Morphiumsucht und Depressionen versank und sich 1942 das Leben nahm. Von seinem Vater, der mit dem Erbe nicht umgehen konnte und die Familie verließ. Von seiner Tante, einer anerkannten Professorin und Feministin, die den Vater bis zu ihrem Tod verehrte. Von einer Familie, die ihren Namen änderte, von Gier, Hass, Flucht und Versuchen der Befreiung.
Basierend auf exklusiven Dokumenten, darunter die unveröffentlichten Memoiren von Robert Leys letzter Partnerin, schreibt Axel Spilcker eine deutsche Chronik und eine besondere Familiengeschichte, deren Fragen bis in die Gegenwart reichen.
Wikipedia (DE): Robert Ley
Pressestimmen
»Spilcker recherchiert schonungslos. Sein Buch ist Erinnerungskultur. Dort, wo sie weh tut und wirkt: in der Familie.« Claudia Kuhland WDR Westart 30.05.2026
»[Spilcker] zeigt, wie man, ohne Schuld zu sein, in eine Geschichte verstrickt bleibt. Und er zeigt, was solche Verstrickung mit einer Familie macht.« Detlef Schmalenberg Kölner Stadtanzeiger 09.05.2026
»Spilcker schreibt nicht im Ton akademischer Distanz, sondern als jemand, der sich durch ein Dickicht aus Dokumenten und Gefühlen arbeitet. (...) Die Botschaft ist unmissverständlich: Erinnerung ist keine Option, sondern Verpflichtung.« Claudia Hauser Rheinische Post 08.05.2026
»Das Buch liest sich wie ein Roman, beruht aber auf Tatsachen.« WDR 07.05.2026
