Hrsg. Geertje Andresen

Annäherung an meine Eltern Hans und Hilde Coppi

Hans und Hilde Coppi bezahlten ihren Widerstand gegen die NS-Diktatur mit dem Leben. Hans Coppi, 1916 im Berliner Stadtteil Gesundbrunnen geboren, beteiligte sich als Mitglied des illegalen Kommunistischen Jugendverbands nach 1933 an der Verbreitung von Flugblättern gegen das Regime. Zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, wurde er im Februar 1935 aus der Jugendstrafanstalt Plötzensee entlassen.

Auch Hilde Coppi, 1909 geboren und in Berlin-Mitte aufgewachsen, beteiligte sich an Widerstandsaktivitäten. 1941 heirateten Hans und Hilde Coppi. Beide gehörten ab 1940 zu einem Widerstandsnetzwerk um Harro Schulze-Boysen. Diesem Netzwerk gab die Gestapo den Fahndungsnamen „Rote Kapelle“.

ISBN 978-3-946327-45-5 1. Auflage 18.04.2026 17,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Im September 1942 wurden Hans und Hilde Coppi von der Gestapo verhaftet. Zwei Monate später, am 27. November 1942, brachte Hilde Coppi im Frauengefängnis Barnimstraße ihren Sohn Hans zur Welt. Wegen „Vorbereitung zum Hochverrat in Tateinheit mit Feindbegünstigung und Spionage“ verurteilte das Reichskriegsgericht das Ehepaar zum Tode. Hans Coppi wurde am 22. Dezember 1942 in der Hinrichtungsstätte Plötzensee ermordet, Hilde Coppi am 5. August 1943 – ebenfalls in Plötzensee, so wie weitere 43 Beteiligte des Widerstandsnetzwerks. 

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis und Autoren des Verlags

Wikipedia (DE): Hilde Coppi

Wikipedia (DE): Hans Coppi

Wikipedia (DE): Rote Kapelle

Wikipedia (DE): Frieda Coppi (Mutter von Hans Coppi)

Hans Coppi: Eltern im kommunistischen Widerstand: Der Sohn erinnert sich als Historiker, wie seine Eltern gegen das Hitler-Regime opponierten und dafür mit dem Tode bestraft wurden. Zeitzeugen Portal Youtube 17.03.2015

Interview

Hans und Hilde Coppi – „Helden“ oder „Verräter“: Hans und Hilde Coppi waren im Widerstand gegen Hitler und wurden dafür 1942 und 1943 hingerichtet. Beim Tod des Vaters war Hans Coppi junior drei Wochen alt. Zum Jahrestag des Attentats 1944 auf Hitler hofft er, dass Menschen wie seine Eltern mehr Anerkennung bekommen. [Podcast 9:21] Mit Ute Welty Deutschlandfunk 20.07.2019

Rezensionen

Der Mut der Eltern: Skizzenhaftes und Persönliches von Hans Coppi jr. in seinem Buch »Annäherung an meine Eltern Hans und Hilde Coppi«: Die Erforschung der als »Rote Kapelle« bekannten Widerstandsgruppen macht langsame, aber stetige Fortschritte. Es liegen bereits Biographien von führenden Mitgliedern wie Harro und Libertas Schulze-Boysen, Mildred Harnack, Kurt und Elisabeth Schumacher vor, von aktiv Beteiligten wie Oda Schottmüller, Cato Bontjes van Beek, Liane Berkowitz, Bodo und Rose Schlösinger, daneben Erinnerungen von Greta Kuckhoff, Elfriede Paul und Heinrich Scheel. So wurde die Frage nach einem Buch über Hans und Hilde Coppi immer drängender. Von Cristina Fischer junge Welt 08.06.2026

Die Wahrheit über Hans und Hilde Coppi: In der alten BRD als Landesverräter abgestempelt, in der DDR als Kundschafter des Friedens verehrt – die Wider­stands­kämpfer der Roten Kapelle: »Meine Mutter, meine gute einzige Mutter, und mein kleines Hänschen, all meine Liebe ist immer ständig um Euch. Bleibt tapfer, wie ich es auch sein will.« Mit diesen Worten verabschiedet sich die Widerstandskämpferin Hilde Coppi am 5. August 1943 in einem Brief. Noch am selben Tag wird sie in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Das Hänschen ist ihr Sohn Hans Coppi junior. Von Andreas Fritsche Neues Deutschland 30.04.2026

Autoreninfos

Hans Coppi jr. (* 1942), Historiker und Sohn der beiden von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfer, berichtet von seinen Eltern und von der „Rote Kapelle“ sowie über seine eigene Situation in der DDR („Mein Leben im Tod meiner Eltern“). Des Weiteren enthält das Buch die erhaltenen und bislang größtenteils unveröffentlichten Briefe, die Hans und Hilde Coppi während ihrer Haft geschrieben haben. Wedding Bücher (16.06.2026)

Wikipedia (DE): Hans Coppi jr.

Herausgegeben von

Geertje Andresen (* 1962), Autorin, Lektorin und freie Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und des Deutschen Tanzarchivs Köln, seit 1992 Zusammenarbeit mit Hans Coppi jr. zum Thema „Rote Kapelle“. Veröffentlichungen zur „Roten Kapelle“ und über Tänzer und Tänzerinnen im Nationalsozialismus. Wedding Bücher (PDF) (16.06.2026)

Wikipedia (DE): Geertje Andresen

Vorwort von

Johannes Tuchel (* 1957), 1991 bis 2025 Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, 2008 bis 2022 außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der FU Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Verfolgung und Widerstand in der nationalsozialistischen Diktatur. Wedding Bücher (PDF) (16.06.2026)

Wikipedia (DE): Johannes Tuchel

Erstellt: 16.06.2026 - 07:01  |  Geändert: 16.06.2026 - 13:44