Zusammenfassung

Dieses Dokument synthetisiert die zentralen Thesen aus Wolfgang R. Heuers Analyse der argentinischen Geschichte, die eine tief verwurzelte Kontinuität struktureller Gewalt und politischer Instabilität aufzeigt. Die Kernthese besagt, dass die gegenwärtigen Krisen Argentiniens – von ökonomischer Dauerkrise und systemischer Korruption bis hin zu gesellschaftlicher Zerrissenheit – nicht isoliert betrachtet werden können, sondern das Ergebnis einer langen historischen Entwicklung sind. Diese „Genealogie der Gewalt“ reicht von den anarchischen Bürgerkriegen des 19. Jahrhunderts, geprägt durch die Herrschaft der Caudillos und eine Kultur der Grausamkeit, über die genozidale Expansion in Patagonien bis hin zu den Militärdiktaturen und dem Staatsterrorismus des 20. Jahrhunderts.

1. Auflage 08.12.2025 , Deutsch

Der Terror der letzten Militärdiktatur Argentiniens von 1976 bis 1983 mit etwa 30.000 Opfern steht in einer Reihe von Gewaltverhältnissen, die seit der Unabhängigkeit von Spanien alle bekannten Formen durchliefen: Bürgerkriege, Diktaturen und Genozide an der Urbevölkerung. Diese Kultur der Grausamkeit begleitet und verstärkt die soziale Ungleichheit sowie die Schwäche und Bestechlichkeit staatlicher Institutionen.

Wolfgang R. Heuer erzählt anhand kurzer Episoden die Geschichte der politischen Gewalt in Argentinien.

ISBN 978-3-8376-7901-4 1. Auflage 08.12.2025 45,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuauflage
ISBN 978-3-8394-3019-4 1. Auflage 09.12.2025 Kostenlos Download (PDF) von www.transcript-verlag.de

Die wahre und ganze Geschichte des "Röhm-Putschs"

1934, ein Jahr nach der »Machtergreifung«, gerät das NS-Regime in eine schwere Krise. Die politischen Erfolge bleiben aus, die erste Euphorie unter den Anhänger:innen ist verflogen. Ernst Röhm baut seine »Sturmabteilung« weiter aus und fordert eine Fortsetzung der »nationalsozialistischen Revolution«, gleichzeitig formieren sich ultrakonservative Kräfte. Im Juni 1934 hält Hitler blutige Abrechnung: Er lässt Röhm und die SA-Spitze kaltblütig liquidieren. Doch die Morde eskalieren.

ISBN 978-3-222-15103-3 1. Auflage 14.03.2024 28,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)
2015 , Deutsch

Im Kalten Krieg existierten in Westeuropa zahlreiche illegale Untergrundorganisationen, die im Fall eines sowjetischen Überfalls hinter der Front als Partisanen kämpfen sollten, gestützt auf geheime Erddepots mit Waffen, Sprengstoff und Funkgeräten.

ISBN 978-3-86153-840-0 2015 vergriffen
ISBN 978-3-86284-336-7 2016 14,99 € Portofrei Bestellen (EPUB)
20.05.2009 , Deutsch

Das staatliche Terrornetzwerk »Condor« war ein struktureller Zusammenschluss und zugleich die inhaltliche Aufgabenstellung der Geheimdienst- und Polizeiverantwortlichen der reaktionären Militärdiktatoren der südlichen Zone von Südamerika.

ISBN 978-3-939828-42-6 20.05.2009 12,00 € Portofrei Bestellen (Buch)

Der Erste Weltkrieg endete nicht 1918, sondern mündete in eine Vielzahl von blutigen Konflikten, die erst 1923 abebbten.
Als im November 1918 die Waffen an der Westfront schwiegen, hofften viele Zeitgenossen nach vier Jahren des industriellen Massensterbens auf ein Ende der Gewalt. Doch der erste Weltkrieg, die 'Urkatastrophe' des 20. Jahrhunderts, endete nicht im November 1918. In Russland, Ost- und Mitteleuropa, aber auch in Irland, Anatolien und dem Nahen Osten mündete der Krieg in eine Vielzahl von Revolutionen, Bürgerkriegen und blutigen Grenzkonflikten, die erst Ende 1923 abebbten. Über vier Millionen Menschen - mehr als alle gefallenen Soldaten Frankreichs, Großbritanniens und der USA zusammen - sollten in diesen vielfach vergessenen Konflikten ihr Leben lassen. Die Bedeutung dieser Auseinandersetzungen liegt aus heutiger Sicht einerseits in ihrer zerstörerischen Natur, andererseits in ihren Folgewirkungen für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts: Es waren die 'Nachkriegskonflikte', in denen eine neue Logik der entgrenzten Gewalt gegen 'Klassen-' und 'Rassenfeinde' erstmals massenhaft zur Anwendung kam.

ISBN 978-3-8353-1298-2 vergriffen