Von Fanatikern geht gegenwärtig die größte Gefahr aus auf dem gesamten Globus - als Terroristen führen sie Krieg gegen bestimmte Gruppen wegen deren Glaubens oder Hautfarbe, als Selbstmordattentäter ermorden sie wahllos Einzelne um ihren Glauben zu bezeugen und/oder wegen medialer Aufmerksamkeit.
Amos Oz, aufgewachsen in Jerusalem, zum Schriftsteller geworden in einem Kibbuz, in der "Peace-Now" aktiv, ist aufgrund seiner persönlichen Erfahrung zu einem "Fachmann für vergleichenden Fanatismus" geworden: in seinen Büchern lotet er dessen Abgründe aus, als Kommentator bekämpft er sie politisch, als Betroffener stellt er sich und anderen die Frage, wie man zum Fanatiker werden kann.
Essays (Thema)
Harald Welzer spielt viele Rollen, sein Werk umfasst zahlreiche Aspekte. Nun erscheint ein Band von renommierten Autoren, Kollegen, Künstlern und Mitstreitern, die alle Facetten und Etappen von Welzers Werk und Werdegang spiegeln: die wissenschaftlichen Anfänge, die historischen Untersuchungen, die politischen Bestseller, den Einsatz als Hochschullehrer, als Forscher und Aktivist, als Ideengeber, Anreger und politischer Kopf - der Band gibt, kurz gesagt, einen Einblick in Welzers Welt.
Im Alter von 25 Jahren - Peter Handke hatte den ersten Roman veröffentlicht, einen öffentlich-provokanten Auftritt in Princeton, vier Schauspieler im Theater das Publikum beschimpfen lassen - formulierte er seine schriftstellerische Maxime, die für ihn bis heute Gültigkeit hat: "Ich erwarte von einem literarischen Werk eine Neuigkeit für mich (...). Eine Möglichkeit besteht für mich jeweils nur einmal. Die Nachahmung dieser Möglichkeit ist dann schon unmöglich." Bei jedem Buch, jedem Theaterstück, jedem Essay kann der Leser demnach das Unerwartete erwarten.
Im Alter von 25 Jahren - Peter Handke hatte den ersten Roman veröffentlicht, einen öffentlich-provokanten Auftritt in Princeton, vier Schauspieler im Theater das Publikum beschimpfen lassen - formulierte er seine schriftstellerische Maxime, die für ihn bis heute Gültigkeit hat: "Ich erwarte von einem literarischen Werk eine Neuigkeit für mich (...). Eine Möglichkeit besteht für mich jeweils nur einmal. Die Nachahmung dieser Möglichkeit ist dann schon unmöglich." Bei jedem Buch, jedem Theaterstück, jedem Essay kann der Leser demnach das Unerwartete erwarten.
SEX. MACHT. SPASS. UND PROBLEME.
In ihrem Debüt "Untenrum frei" schreibt die Autorin und Spiegel-Online-Kolumnistin Margarete Stokowski über die kleinen schmutzigen Dinge und über die großen Machtfragen. Es geht darum, wie die Freiheit im Kleinen mit der Freiheit im Großen zusammenhängt, und am Ende wird deutlich: Es ist dieselbe. Mit scharfsinnigem Blick auf die Details gelingt ihr ein persönliches, provokantes und befreiendes Buch.
Stokowski erzählt von dem frühen Wunsch, unbedingt als Mädchen wahrgenommen zu werden, von unzulänglichem Aufklärungsunterricht, von Haaren und Enthaarung, von Gewalterlebnissen, von Sex, von Liebe und vom Feminismus. Und sie verbindet ihre wunderbar erzählten persönlichen Erlebnisse mit philosophischen, politischen und wissenschaftlichen Analysen und zeigt damit: Sie ist mit ihren Erfahrungen nicht alleine.
Katastrophen und Oasen. Essays, Briefe, Gedichte. "Nur nicht schweigen - Rolf Hochhuth führt immer etwas im Schilde ..." So schrieb Friedmar Apel treffend (FAZ, 2012). In der Tat sorgt der Dramatiker auch mit seinem jüngsten Einwurf einmal mehr für Aufsehen. Deutschland dürfe sich an der wieder aufflammenden Kriegstreiberei nicht beteiligen, es muss vielmehr ein klares Zeichen setzen, und das heißt: Raus aus der NATO! Das "Verteidigungsbündnis" sei Geschichte, nun müsse man sich engagiert um Frieden bemühen, gerade mit dem Nachbarn Russland. Denn aufgrund der hierzulande stationierten US-Kernwaffen steht explizit Deutschland im Visier des Kreml. Wir dürfen uns nicht länger als "trojanischer Esel des Pentagon" missbrauchen lassen, so Hochhuth, sondern müssen auf Souveränität dringen.
Peter Sloterdijk knüpft mit den sechs in diesem Bund vereinten, thematisch verbundenen Essays an seine monumentale Trilogie "Sphären" an: In ihr ging es um nicht weniger, als um eine Explikation der Entwicklung der Menschheitsgeschichte anhand dieses atmosphärisch-ökologischen Konzepts.
Gegen die Mauern des Schweigens: Am Anfang war ein Gerücht. Als Tomer Gardi erfährt, dass das neue Museum in seinem Kibbuz mit den Steinen eines 1948 zerstörten palästinensischen Dorfes errichtet worden sein soll, kann er es zunächst nicht glauben.
Rebecca Solnit ist eine der wichtigsten feministischen Denkerinnen unserer Zeit. Ihr Essay Wenn Männer mir die Welt erklären hat weltweit für Furore gesorgt: Scharfsinnig analysiert Solnit männliche Arroganz, die die Kommunikation zwischen Männern und Frauen erschwert.
Band 1: Homer, Shakespeare, Wieland und andere Zeitgenossen. Band 2: Arno Schmidts poetische Sendung. Band 3: Literarische Endspiele von Karl Kraus bis Walter Kempowski. Wenn von den großen Essayisten unserer Zeit die Rede ist, fällt unweigerlich auch der Name Jan Philipp Reemtsma.