Der Haß. Deutsche Zeitgeschichte. Von Heinrich Mann

Heinrich Mann war knapp 62 Jahre alt, als er nach der sogenannten Machtübernahme aus der Berliner Akademie der Künste ausgestoßen und ins Exil gezwungen wurde. Sein Name stand auf der ersten Ausbürgerungsliste. Gleich zu Beginn seiner Emigrationszeit in Frankreich wandte er sich mit Essays und Artikeln, die er in Exil-Zeitschriften und in der in Toulouse erscheinenden Zeitung 'La Dépêche' veröffentlichte, vehement gegen die neuen Machthaber. Angereichert um einige Arbeiten, die bereits vor seiner Vertreibung entstanden waren, bilden sie das Material für diesen Essay-Band.

ISBN 978-3-596-25924-3     15,00 €  Portofrei     Bestellen

Im Spätsommer 1933 erschienen bei Querido in Amsterdam eine deutsche und bei Gallimard in Paris parallel eine französische Ausgabe von Der Haß mit dem Untertitel Deutsche Zeitgeschichte. Damit war der Haß der Nazis auf Vernunft, Humanität und Aufklärung, auf alles Intellektuelle gemeint. Schon die Kapitelüberschriften der "Meinem Vaterland" gewidmeten Sammlung verraten, worum es bei dieser Abrechnung geht: sie lauten zum Beispiel 'Im Reich der Verkrachten', 'Göring zittert und schwitzt' oder 'Der sichere Krieg'.

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"Heinrich Mann hat das Deutschland des letzten Jahrzehnts früher und schärfer vorausgesehen als wir alle", schrieb Lion Feuchtwanger nach dem Zweiten Weltkrieg zu diesem Essay-Band. "Er hat es dargestellt von seinen Anfängen her, lange bevor es Wirklichkeit wurde."

Aus dem Inhalt:

Vor der Katastrophe. Das Bekenntnis zum Übernationalen
I. Ablauf eines Zeitalters
II. Unfall einer Republik
III. Unbeliebte Tatsachen
IV. Das Bekenntnis

Nachher
Auch eine Revolution
Der Haß
Der große Mann
Im Reich der Verkrachten
Göring zittert und schwitzt
Ihr ordinärer Antisemitismus
Wohin es führt
Die enttäuschten Verräter
Die sittliche Erziehung
Der sichere Krieg
Die erniedrigte Intelligenz

Anhang. Szenen aus dem Nazileben
Auf der Straße
Im Konzentrationslager
Die Vermißten
Man muß sich zu helfen wissen
Hitler bei Hindenburg
Der Zeuge

Leseprobe

Der Autor:

Heinrich Mann, 1871 in Lübeck geboren, begann nach dem Abgang vom Gymnasium eine Buchhhandelslehre, 1891/92 volontierte er im S. Fischer Verlag. Heinrich Mann hat Romane, Erzählungen, Essays und Schauspiele geschrieben. 1933 emigrierte er nach Frankreich, später in die USA. 1949 nahm er die Berufung zum Präsidenten der neu gegründeten Akademie der Künste in Ost-Berlin an, starb aber 1950 noch in Santa Monica/Kalifornien.

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Erstellt: 06.10.2023 - 06:09  |  Geändert: 06.10.2023 - 06:10

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