2:22:56

Verteidigungsfähig oder kriegstüchtig? Lasst uns über die Wehrpflicht reden!

Am 26. März 2026 sprach der ehemalige Bundeswehrmajor Florian Pfaff als Gast bei einer Veranstaltung der Friedensinitiative Rosenheim in Würzburg.

Sein Vortrag ist ein umfassender, kritischer Appell gegen Krieg, Rechtsbruch und Demokratieabbau. Er verbindet persönliche Erfahrungen aus der Bundeswehr mit einer tiefgreifenden Analyse geopolitischer Konflikte, Rechtsprechung und gesellschaftlicher Entwicklungen. Die zentrale Botschaft lautet, dass Frieden nur durch Recht, Freiheit und demokratische Kontrolle erreichbar ist, nicht durch Gewalt und Kriegstreiberei. Die Zuhörer werden motiviert, sich zu informieren, aktiv zu werden und nicht die Hoffnung auf demokratischen Wandel aufzugeben.

Seine Positionen im Detail:

🟥 Er verurteilt Angriffskriege und illegale militärische Einsätze als Verbrechen, die von der deutschen Bundeswehr und Politik mitgetragen werden.
🟥 Er kritisiert die fehlende Rechtsstaatlichkeit in der Bundeswehr, insbesondere im Umgang mit Gewissensentscheidungen.
🟥 Er sieht die Demokratie in Deutschland als defizitär und gefährdet, mahnt aber zur aktiven Mitwirkung und Aufklärung.
🟥 Er fordert eine Verteidigung, die nur zur Abschreckung dient, nicht zur Aggression.
🟥 Er warnt vor der Instrumentalisierung von Religion für Kriegszwecke und vor der Manipulation durch Medien und Politik.
🟥Er plädiert für echte Meinungsfreiheit, Frieden und Rechtsstaatlichkeit als Grundlage einer lebenswerten Gesellschaft.

Florian Pfaff ist Sprecher der dieBasis AG Frieden und des Arbeitskreises Kritische Soldaten Darmstädter Signal.

1:32:16

Was können wir aus der Geschichte für unsere Gegenwart lernen? Und kann Erinnerung dazu beitragen, neue Feindbilder zu überwinden und Brücken zwischen Menschen zu bauen?

Im Anschluss an die Filmvorführung „Nürnberg“ diskutieren unsere Gäste am 01. August 2026 in Oststeinbek über Erinnerung und historische Verantwortung, über deutsch-russische Verständigung und darüber, was all das in einer Zeit zunehmender internationaler Spannungen für uns heute bedeutet.

Dabei geht es auch um unterschiedliche historische Perspektiven, die Frage nach Recht und Gerechtigkeit nach einem Krieg und darum, wie Geschichte erzählt und weitergegeben wird.

Auf dem Podium:

🟡 Dr. Walter Weber, Arzt und Mitgründer von Ärzte für Aufklärung e. V.
🟡 Marc Brill, Friedensaktivist und Mitgründer von PAX – Das Weltfriedensfestival
🟡 Nina Utz, Sozialassistentin und Russlanddeutsche, die 1990 nach Deutschland kam
🟡 Manfred aus Kiel, Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft West-Ost in Schleswig-Holstein e. V. und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft e. V.

Im Mittelpunkt steht eine Frage, die angesichts neuer Aufrüstung, Kriegsrhetorik und wachsender Spannungen wieder erschreckend aktuell geworden ist:
Wie erinnern wir an die Vergangenheit, ohne neue Gräben zu schaffen, und was können wir selbst dazu beitragen, dass aus Erinnerung Verständigung und Frieden entstehen?

Eine Diskussion über Geschichte und Gegenwart, Verantwortung und Versöhnung, Feindbilder und persönliche Begegnungen.

Denn Frieden beginnt dort, wo Menschen wieder miteinander sprechen.

Zeitstempel

00:00 Als Einzelner kann ich nichts machen? 
00:35 Begrüßung & Vorstellung der Gäste 
03:40 Was können wir aus der Geschichte lernen? 
41:48 Frieden in unruhigen Zeiten 
47:30 Kriegstüchtigkeit: Was bedeutet das für uns? 
54:45 Wie kommen wir wieder miteinander ins Gespräch? 
59:38 Was sollten junge Menschen aus der Geschichte lernen? 
1:02:55 Fragen und Beiträge aus dem Publikum

1:22:14

Der Vortrag von Vizeadmiral a.D. Kay-Achim Schönbach vermittelt eine nüchterne, erfahrene Sicht auf die komplexen Herausforderungen der Gegenwart, ohne Anspruch auf absolute Expertenmeinung, sondern als Impuls zu strategischem Denken: auf den Ukrainekrieg, globale Machtverschiebungen, die geopolitischen Interessen von Russland, China und den USA sowie die sicherheitspolitische Lage Deutschlands. Dabei plädiert er für eine ausgewogene, pragmatische Herangehensweise, die einerseits die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands stärkt, andererseits aber auch die politischen und gesellschaftlichen Realitäten anerkennt. Friedensbemühungen und Respekt im internationalen Umgang sind aus seiner Sicht unerlässlich, ebenso wie eine ehrliche Debatte über die Grenzen moralischer Verpflichtungen.
Zudem teilt er exklusive Einblicke aus seiner Zeit als Inspekteur der Deutschen Marine und spricht offen über die Aussagen, die 2022 zu seiner überraschenden Entlassung geführt haben.

Schönbachs zentrale Botschaft lautet: Deutschland und der Westen müssen sich strategisch und realistisch auf eine unsichere Zukunft einstellen, ohne Illusionen, aber auch ohne vorschnelle Eskalation. Verteidigungsfähigkeit und diplomatischer Dialog müssen Hand in Hand gehen.

Auszug der Themen in diesem Video:

– Ukrainekrieg: Wurde ein unterschriftsreifer Friedensvertrag zwischen Russland und der Ukraine im Frühjahr 2022 von westlichen Mächten verhindert?
– Russland & Putin: Warum die Krim dauerhaft verloren ist und wie man den Konflikt aus sicherheitspolitischer Sicht bewerten muss.
– Chinas Agenda: Warum Taiwan von China "heimgeholt" werden soll und was das für die Weltwirtschaft und den Westen bedeutet.
– Sicherheitsallianzen: die Illusion der Sicherheit und warum die EU-Beistandspflicht weitaus stärker ist als die der NATO.

1:50:57

Wolfgang Effenberger – Autor, Geopolitik-Publizist und ehemaliger Bundeswehr-Pionierhauptmann – zeichnet in diesem Vortrag einen 128-jährigen Parforceritt durch die Weltpolitik: von Mackinders Herzlandtheorie über die NATO-Gründung, die Wolfowtiz-Doktrin und das US-Strategiepapier „Win in a Complex World 2020–2040" bis hin zu BRICS, dem neuen US-Kommando T2-COM und der aktuellen Konfrontation mit dem Iran.

Effenberger macht deutlich, wie historische Machtstrategien bis heute wirken und was das für Deutschland konkret bedeutet: Stationierung von Hyperschallraketen, Großschadenslage als Planungsgröße der Bundeswehr und ein Sicherheitsabkommen, das Deutschland in einen nicht gewinnbaren Krieg ziehen könnte.

Zusammenfassend beschreibt der Vortrag ein Bild einer Welt in geopolitischer Umbruchsphase, in der die USA weiterhin versuchen, ihre globale Vorherrschaft mit neuen militärischen und technologischen Mitteln zu sichern. Dabei spielt die Umwandlung von Krieg in technokratisch-kognitive Steuerungsprozesse eine zentrale Rolle. Gleichzeitig wächst der Widerstand in Form von multipolaren Bündnissen wie den BRICS-Staaten. Die deutsche und europäische Rolle erscheint ambivalent, geprägt von militärischer Einbindung, politischen Defiziten und gesellschaftlicher Unterschätzung der Gefahren. Der Vortrag ist ein Appell zu kritischem Bewusstsein und aktivem Einsatz für Frieden – zu Aufklärung, Vernunft und Aufbau solidarischer Netzwerke als Weg aus der Eskalation.

8:42

Der Journalist Patrik Baab entzaubert mit seinem Gedicht die Kriegspropaganda

Der 16-jährige Theo ist ein ganz normaler Jugendlicher dieser Zeit, der etwas für den Frieden tun und sein Land verteidigen will. 
„Dabei bin ich mir der Risiken bewusst.“, sagte er in die laufende Kamera.

Ist das wirklich so? Journalist Patrik Baab bezweifelt das. Er lädt ihn und all die anderen jungen Männer auf eine Reise nach Donezk ein. Brutal und offen führt er ihnen dort die Schrecken und die Sinnlosigkeit des Krieges vor Augen.

Theo hat sich entschieden, den Dienst an der Waffe anzutreten. Stellvertretend steht er damit für andere seines Alters, die diesen Schritt gehen möchten. Verhängnisvoll daran: Beinahe jeder von ihnen hat völlig falsche Vorstellungen von dem, was ihn erwartet.

Patrik Baab (1959) ist Politikwissenschaftler, Germanist, Autor und Journalist.
Er war nicht nur in Afghanistan, sondern hat vor Ort in der Ukraine die unfassbar schreckliche Realität des Krieges gesehen. Sein Gedicht richtet sich auch gegen jene, die Krieg heute wieder als machbare Option verharmlosen.

Textquelle: FRIED:A – Friedensinitiative HH-Altona / https://gewerkschaftliche-linke-berli...

Co-Produktion von „Thomas“ mit deutschem Synchronsprecher für die künstlerische Umsetzung des Gedichtes von Patrick Baab  „Zieh in den Krieg“

Videoproduktion von dieBasis

Textfassung:  "Zieh in den Krieg!" von Redaktion — über Krieg, Ukraine, USA, Russland, NATO, Naher Osten | 20 Apr 2025

1:51:16

Der Neue Feudalismus Autorenlesung mit Hermann Ploppa Veranstalter: Neustadt/Aisch - Bad Windsheim Hermann Ploppa zeigt in seinem Buch „Der Neue Feudalismus“ die Strippenzieher der galoppierenden Enteignung und Entmachtung des Volkes und wohin sie uns führen wollen.