Der Kaktus, Folterinstrument und Wasserspeicher, biedermeierlicher Staubfänger und blütenprächtiger Exot, gehört seit Langem zu den beliebtesten Zimmerpflanzen Europas.
Naturkunde (Thema)
Riesige, starre Augen, eine unheimliche Beweglichkeit des Kopfes, ein gespenstisch lautloser Flug: Eulen gehören mit ihren gut 200 Unterarten zu den faszinierendsten Spezies der gesamten Vogelwelt.
Ein Plädoyer für die Entprovinzialisierung des Denkens: »Ein Versuch, die Natur lebendig und in ihrer erhabenen Größe zu schildern, in dem wellenartig wiederkehrenden Wechsel physischer Veränderlichkeit das Beharrliche aufzuspüren.«
In diesem Buch erfahren wir von der chemischen Sprache der Bäume, mit der sie sich gegenseitig vor Schädlingen warnen, von bis zu 400 Meter langen Lianen, denen die Bäume als Stützen dienen, von durch Pflanzen vorgetäuschten Insekteneiern und vom millionenjährigen Kampf zwischen der Passionsblume und der gefräßigen Raupe des Schmetterlings Heliconius.
Vom Ursprung der Musik in der Natur. Eine Reise zu den Klängen der Natur. Bernie Krause, der einst die elektronische Musik mitbegründete, erkundete vierzig Jahre lang mit dem Mikrofon die Welt. Er belauschte am Amazonas Jaguars bei ihrer nächtlichen Beutejagd, besuchte Diane Fosseys Gorillas und nahm den Gesang der Buckelwale auf.
Pflanzen sind schön, essbar und sind der Rohstoff vieler Dinge, vom Haferbrei, Medikament oder Pressspanplatte über Papier zu Wein oder Autoreifen. Um manche, wie Opium oder Tee, wurden Kriege geführt, wegen des Anbaus von Zuckerrohr, Tabak und Baumwolle Sklaven nach Amerika verschleppt.
»Brasilien! Als träte man in ein unbekanntes Paradies …« Brasilien im 19. Jahrhundert: Ein bislang unerschlossenes Land öffnet sich der Welt. In Brasilien beginnt der Aufbruch in die Unabhängigkeit, die brasilianischen Häfen öffnen sich erstmals seit Jahrhunderten dem Ausland. Einer der Ersten, die sich auf die Suche nach bisher unbekannten Völkern, Kulturen, Tieren und Pflanzen dorthin aufmachten, ist Friedrich Sellow.
Ein waghalsiger Forscher begibt sich auf eine der abenteuerlichsten Expeditionen, die es je gab: Alfred Russel Wallace und seine Forschungsreise ins Amazonasgebiet. Auf eigene Faust bricht der Naturenthusiast Alfred Russel Wallace im Jahr 1848 von England nach Brasilien auf, um die Tier- und Pf lanzenwelt am Amazonas zu erforschen. Wallace schlägt sich von Pará (heute Belém) aus zu den Oberläufen des Rio Negro durch – und gelangt dabei in Gegenden, die noch kein Europäer vor ihm betreten hatte. Die Beobachtung der Affen- und Schmetterlingsarten an beiden Flussufern bringt ihn erstmals auf die Spur der Evolutionstheorie, die er später zeitgleich mit Charles Darwin entwickeln wird.
Die Erträge seiner Expedition sind großartig, das Unternehmen endet jedoch in einer Katastrophe
Viele träumen davon: Selbstversorger zu werden und sich von dem zu ernähren, was im eigenen Garten wächst oder in freier Natur gesammelt werden kann. Der bekannte Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl tut dies seit Jahrzehnten.
In knapp achthundert Aquarellen zeichnete Korbinian Aigner Apfelsorten aus aller Welt. Seine Bildtafeln zeigen in Originalgröße kleine, große, gestreifte, gefleckte, gepunktete, runde, spitze, plattgedrückte, grüne, gelbe, rote, glänzende, blasse, schiefe, glatte oder schrumpelige Äpfel. Wegen ihrer Exaktheit und Systematik dienen Aigners Abbildungen noch heute als Grundlage für pomologische Lexika. Ihr künstlerischer Wert wurde durch ihre Ausstellung auf der Documenta 2012 erstmals einem breiten Publikum bekannt.