In seinem neuen Buch analysiert der Soziologe Sighard Neckel in nüchterner Klarheit das große Dilemma unserer Zeit: Während der Klimawandel auf eine ökologische Katastrophenzeit zuläuft, stellen Maßnahmen zu seiner Eindämmung eine beispiellose Herausforderung dar, an der moderne Gesellschaften zu scheitern drohen. Klimakonflikte vertiefen soziale Ungleichheiten und die Krise der Demokratie. Der Streit um die Lebensführung bringt soziale Gruppen gegeneinander auf. Reichtumsklassen profitieren weiterhin von der Klimaschädigung. Die Folge: Es passiert zu wenig bis nichts, und die Katastrophe rückt immer näher.
Sighard Neckel (* 1956) ist Soziologe und Professor emeritus für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel an der Universität Hamburg. Von 2019 bis 2023 war er Sprecher der dortigen DFG-Kolleg-Forschungsgruppe "Zukünfte der Nachhaltigkeit", an der er seither als Permanent Fellow tätig ist.
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