Katastrophenzeit
Die Gesellschaft im Klimawandel und die Fallstricke der Transformation

In seinem neuen Buch analysiert der Soziologe Sighard Neckel in nüchterner Klarheit das große Dilemma unserer Zeit: Während der Klimawandel auf eine ökologische Katastrophenzeit zuläuft, stellen Maßnahmen zu seiner Eindämmung eine beispiellose Herausforderung dar, an der moderne Gesellschaften zu scheitern drohen. Klimakonflikte vertiefen soziale Ungleichheiten und die Krise der Demokratie. Der Streit um die Lebensführung bringt soziale Gruppen gegeneinander auf. Reichtumsklassen profitieren weiterhin von der Klimaschädigung. Die Folge: Es passiert zu wenig bis nichts, und die Katastrophe rückt immer näher. 

ISBN 978-3-406-84627-4 1. Auflage 22.01.2026 20,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Um die drängenden Fragen des Klimawandels herum entstehen zahllose neue Konfliktherde, in die unterschiedliche Interessen, Wertvorstellungen und Sozialmilieus miteinander verstrickt sind. Klimapolitisch verhärten sich die Fronten, während bei Regierungen, in der Wirtschaft und bei der Bevölkerung der Klimawandel in den Hintergrund rückt. Dadurch bleibt die notwendige schnelle sozialökologische Transformation aus. 

Umso mehr plädiert Neckel für einen radikalen Umbau von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, für einen ökologischen "Infrastruktursozialismus" im Interesse des Gemeinwohls, um der drohenden Katastrophe doch noch Herr zu werden. Dabei nimmt er nicht nur eine Reihe von gegenwärtig zirkulierenden Scheindebatten auseinander, sondern zeigt auf, welche realistischen ökologischen und gesellschaftlichen Fortschritte trotz unserer bedrohlichen Lage möglich sind.

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Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags

Pressestimmen

"Ein Buch, das uns realitätstüchtig werden und nicht länger realitätsflüchtig sein lässt" ARD Kulturpool, Knut Cordsen

"Eine bittere Diagnose, doch der Autor macht einen Lösungsvorschlag. ... Der Text changiert zwischen wissenschaftlich-systematischer Analyse und engagiertem Essay." Deutschlandfunk Andruck, Martin Hubert

"Besonders aufschlussreich sind Neckels Ausführungen zur ökologischen Ungleichheit ... Anhand beeindruckender empirischer Daten weist Neckel nach, dass die oberen zehn, fünf und insbesondere das oberste eine Prozent der Weltbevölkerung unverhältnismäßig stark zur Dynamik der globalen Emissionen beitragen ... Neckels Stärke zeigt sich dort, wo er diese ökonomischen Ungleichheiten mit einer kultursoziologischen Perspektive verschränkt ... Ebenso überzeugt Neckels Diagnose politischer Blockaden." Soziopolis.de, Klaus Kraemer

Mediathek

Philosophie kontrovers | Die Zwickmühlen der Transformation | Prof. Dr. Sighard Neckel
11.06.2024 | UniversitaetzuKoeln YouTube (13.07.2024)

Autoreninfos

Sighard Neckel (* 1956) ist Soziologe und Professor emeritus für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel an der Universität Hamburg. Von 2019 bis 2023 war er Sprecher der dortigen DFG-Kolleg-Forschungsgruppe "Zukünfte der Nachhaltigkeit", an der er seither als Permanent Fellow tätig ist.

Wikipedia (DE): Sighard Neckel

Autoren

Erstellt: 11.02.2026 - 12:46  |  Geändert: 12.02.2026 - 09:48