Patrik Baab (Medienpräsenz)

1:13:49

Der Journalist und Kriegsreporter Ulrich Heyden lebt seit 1992 in Moskau. Er kennt die Realität in Russland und der Ukraine aus jahrzehntelanger eigener Anschauung – eine Perspektive, die oft in krassem Gegensatz zur hiesigen Berichterstattung steht. Seine Erfahrungen werfen eine beunruhigende Frage auf: Wird in Deutschland gezielt ein Feindbild aufgebaut, um die Bevölkerung auf einen neuen Krieg mit Russland vorzubereiten?

Im Gespräch geht es um:

– Repression und Zensur: Warum Ulrich Heyden nach 36 Jahren plötzlich sein Bankkonto gekündigt wurde und welche Rolle politische Behörden dabei spielen. 
– Die Macht der Propaganda: Wie Medien und Politik ein Klima der Angst und Einschüchterung erzeugen, um Andersdenkende zum Schweigen zu bringen. 
– Historische Vergessenheit: Warum das Wissen über die Vernichtungskriege der Vergangenheit schwindet und einer neuen Überheblichkeit Platz macht. 
– Krieg als Systemnotwendigkeit: Die These, dass ein kriselnder Kapitalismus den Konflikt sucht, um neue Profitquellen zu erschließen. 
– Die Rolle der Elite: Warum die deutsche Führungsschicht zunehmend „apokalypsenblind“ agiert und den Kontakt zur menschlichen Realität verloren hat. 
– Erlebnisse im Donbas: Persönliche Begegnungen mit Menschen, die versuchen, inmitten von Krieg und Zwangsevakuierungen ihre Menschlichkeit zu bewahren. 
– Russland von innen: Warum die russische Bevölkerung trotz der Spannungen eine erstaunliche Zurückhaltung und Vergebungsbereitschaft zeigt.

„Alles wird dafür getan, dass man sich nicht mehr begegnet. Und das führt zur Katastrophe.“ 
– Ulrich Heyden

Ulrich Heyden beschreibt den schleichenden Prozess der Entmenschlichung des Gegenübers und warnt davor, sich von einer technisierten Untergangskultur mitreißen zu lassen. Er plädiert dafür, die eigene Friedenssehnsucht nicht gegen ein künstlich erzeugtes Feindbild einzutauschen.

Er vertritt die These:

– Dass ökonomische Interessen und fallende Profitraten die Triebfedern hinter der NATO-Osterweiterung sind. 
– Dass die deutsche Elite einer gefährlichen Russophobie und Selbstüberschätzung erlegen ist. 
– Dass eine echte Versöhnung nur durch das Wissen um die gesamte gemeinsame Geschichte möglich ist.

Ein Gespräch über die Wahrheit hinter den Schlagzeilen, die Mechanismen der Macht und die dringende Notwendigkeit, wieder als Menschen zueinanderzufinden.

Zeitstempel

00:00 – Intro: Machtstrukturen in Deutschland 
01:46 – Politische Repression: Die Kontokündigung durch die Sparkasse 
12:35 – Medien & Propaganda: Die Psychologie der Angst 
20:18 – Historische Verantwortung: Der vergessene Vernichtungskrieg 
27:48 – Eliten-Versagen: Russophobie und kulturelle Entfremdung 
35:10 – Apokalypseblindheit: Eine Politik ohne menschliches Maß 
42:35 – Die deutsche Mentalität: Schweigen und Gehorsam 
45:00 – Wirtschaftliche Hintergründe: Kapitalismus und Krieg 
54:58 – Journalismus als Aufklärung: Was ist jetzt zu tun? 
01:00:50 – Finanzinteressen: Vermögensdiebstahl und die Rolle der EU 
01:12:44 – Fazit: Ein Appell an die Ehrlichkeit 


Die im Beitrag erwähnte Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bei Wikipedia

1:15:26

Prof. Dr. Mohssen Massarat lehrte Politik und Wirtschaft an der Universität Osnabrück und gilt als einer der profiliertesten Kritiker der US-Hegemonialpolitik. In seinem Buch „Anatomie der US-Hegemonie" analysiert er die tiefgreifende Krise der gegenwärtigen Weltordnung und stellt eine provokante These auf: 

Befinden wir uns am Vorabend eines neuen Zeitalters oder am Abgrund eines globalen Konflikts, weil eine untergehende Supermacht ihre Felle davonschwimmen sieht? 

Im Gespräch geht es um: 

– Anatomie der US-Hegemonie: Warum die USA wie ein globales Monopolunternehmen agieren 
– Den Petrodollar-Mechanismus: Wie Washington seine Kriege durch die Weltgemeinschaft finanzieren lässt 
– Iran als Störfaktor: Warum Sanktionen oft nur das Vorspiel für Kriege sind 
– Asymmetrische Kriegführung: Wie der Iran mit günstigen Raketensystemen westliche Überlegenheit herausfordert 
– Die Rolle Israels: Professor Massarat sieht Israel als „militärischen Arm" der USA im Mittleren Osten 
– Globale Umverteilung: Warum jährlich Billionen aus dem globalen Süden in den Norden fließen 
– Multipolarität: Warum der Aufstieg Chinas die einzige Chance für eine demokratischere Weltordnung ist. „Ich finde es unerhört, dass ein Staat die Technik der gezielten Tötung so präzise entwickelt hat, dass er einfach die Führungselite eines anderen Landes abschießen kann." Prof. Mohssen Massarat

Seine zentralen Thesen: 

– Donald Trump ist kein Zufall, sondern Symptom einer tiefen Krise der US-Macht 
– Der „Trittbrettfahrer-Imperialismus" der Europäer hat einen hohen Preis: Gehorsam und Gefolgschaft 
– Eine gerechte Weltordnung ist nur durch die Überwindung der US-Hegemonie möglich 

Ein Gespräch über Geopolitik, den Kampf um Rohstoffe und die Frage, ob Europa den Mut zur Souveränität findet. 

Zeitmarken

00:00 – „Ein unvorstellbarer Schlag“: Warum der Iran-Konflikt die US-Macht erschüttert. 
01:25 – Anatomie der US-Hegemonie: Die Weltordnung in der tiefen Krise. 
02:50 – Das Phänomen Donald Trump: Symptom eines nervösen Imperiums. 
05:35 – Israel als „militärischer Arm“: Die geostrategische Rolle im Mittleren Osten. 
08:35 – Die Dreckarbeit für den Westen: Warum die Ölstaaten gespalten bleiben sollen. 
11:30 – Neokoloniale Ölpolitik: Die Geschichte der Preismanipulation von 2$ bis 100$. 
14:15 – Geheime Agenden: Die unterschiedlichen Ziele von Washington und Tel Aviv. 
18:15 – Mossadegh bis heute: Warum der Iran seit 1953 ein „Störfaktor“ ist. 
22:10 – Das Atombomben-Märchen: Wie Netanjahu US-Präsidenten in den Krieg ziehen will. 
26:00 – Gezielte Tötung als Normalität: Ein gefährlicher Präzedenzfall für das Völkerrecht. 
28:30 – Das unterschätzte Widerstandskapital: Warum Sanktionen den Iran nicht brechen. 
32:20 – Asymmetrische Kriegführung: Wie billige Raketen die US-Militärmacht vorführen. 
37:25 – Die Rolle Pekings: Wie China vom Ende der US-Dominanz profitiert. 
38:50 – Der Petrodollar-Mechanismus: Wie die Welt die US-Rüstungsindustrie finanziert. 
44:30 – Die Achillesferse des Irans: Das Ringen zwischen Ost-Orientierung und Handelselite. 
51:55 – Der Tiefe Staat: Warum US-Politik immer gegen multipolare Weltordnungen arbeitet. 
54:40 – Die Sprache des Faschismus: Wenn Präsidenten mit Vernichtung drohen. 
57:30 – Washington als Monopolunternehmen: Wie IWF und Weltbank den globalen Süden kontrollieren. 
1:02:45 – 17 Billionen Dollar Umverteilung: Die unsichtbare Ausbeutung des Südens. 
1:06:20 – Trittbrettfahrer-Imperialismus: Warum Europa für seinen Wohlstand gehorcht. 
1:11:00 – Der Weg zur Souveränität: Kann der Euro die Vorherrschaft des Dollars brechen?

1:27:02

Patrik Baab blickt hinter die Kulissen der diplomatischen Bühne und stellt im Gespräch mit Maria Sacharowa die entscheidende Frage: Werden geopolitische Realitäten und die Interessen Deutschlands systematisch ignoriert, um eine transatlantische Agenda zu stützen?

Im Gespräch mit der Sprecherin des russischen Außenministeriums geht es um:

– Medien & Wahrheit: Warum der westliche Journalismus seine eigenen Standards opfert und wie mit russischen Quellen umgegangen wird. 
– Die neue Weltordnung: Die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China als Antwort auf den westlichen Dominanzanspruch. 
– Geopolitische Brennpunkte: Die Eskalationsgefahr im Nahen Osten und die globalen Folgen einer Blockade der Rohstoffwege. 
– Wirtschaftlicher Selbstmord: Warum die Deindustrialisierung Deutschlands und der Verzicht auf russische Energie die europäische Stabilität gefährden. 
– Diplomatie vs. Eskalation: Ein Rückblick auf das gescheiterte Minsk-Abkommen und die Frage, ob Deutschland bereits zur Kriegspartei geworden ist. 
– Die Vision einer multipolaren Welt: Warum Sicherheit in Europa nur mit, statt gegen Russland funktionieren kann.

„Es ist die Aufgabe des Journalismus, auch die andere Seite zu hören, besonders wenn die diplomatischen Kanäle zu erfrieren drohen.“

Maria Sacharowa analysiert messerscharf, wie das Agieren der aktuellen politischen Führung in Berlin die eigene Wettbewerbsfähigkeit zerstört und warum die „Ukrainisierung“ der europäischen Politik in eine Sackgasse führt.

Die Kernthemen des Gesprächs:

– Die Rückkehr zu professionellen diplomatischen Standards. 
– Eine Analyse der Angriffs-Szenarien gegen die NATO und die nukleare Dimension. 
– Die Forderung nach einer eigenständigen Politik, die nationale Interessen über geopolitische Ideologien stellt.

Ein tiefgehendes Gespräch über die Macht der Geografie, das Ende der Vorherrschaft des Westens und die dringende Notwendigkeit eines neuen Dialogs.

Das Interview wurde im Original auf Russisch mit Hilfe Simultaner Übersetzer geführt. 

Das vollständige Video finden Sie hier:    • „Deutschland wird wirtschaftlich geopfert“...   

Zeitmarken

00:00 – Intro: Journalistische Grundsätze & Einleitung 
01:45 – Wer ist Maria Sacharowa? 
02:30 – Umgang mit Quellen & Kritik an westlichen Medien 
11:45 – Strategische Partnerschaft: Russland und China 15:45 – Geopolitik: Eskalation im Nahen Osten 
23:50 – Die nukleare Dimension & Doppelmoral 
31:10 – Dominanz vs. globale Führung 
37:45 – Wirtschaftliche Blockaden & globale Folgen 
48:50 – Ukraine-Konflikt & westliche Finanzierung 
56:00 – Diplomatie & das Erbe von Minsk 
01:05:00 – Deutschlands Wirtschaft & Deindustrialisierung 
01:15:10 – Kritik an der europäischen Ukraine-Politik 
01:18:30 – Deutschlands Rolle im Konflikt 
01:21:50 – NATO-Szenarien & Fazit

51:18

Der Historiker und Publizist Hannes Hofbauer blickt in diesem Gespräch auf eine europäische Elite, die in der aktuellen Eskalation ihre eigene Geschichte und wirtschaftliche Vernunft aus den Augen verloren hat. Während Brüssel und Berlin auf Konfrontation setzen, stellt Hofbauer die grundlegende Frage: Steuert Europa durch seine Sanktionspolitik und die bedingungslose militärische Ausrichtung auf einen kollektiven Selbstmord zu? 

Im Gespräch geht es um: 

– Die geschichtsvergessene Elite: Warum die heutige Politik die Lehren aus den Katastrophen des 20. Jahrhunderts ignoriert und Europa erneut in eine Blockkonfrontation führt. 
– Wirtschaftskrieg und Sanktionen: Eine kritische Analyse, warum die Maßnahmen gegen Russland vor allem die europäische Industrie und den Mittelstand treffen und wer die tatsächlichen Profiteure dieser Politik sind. 
– Die Rolle der EU: Von der Friedensmission zum geopolitischen Akteur 
– wie die Europäische Union ihre ursprünglichen Ideale opfert, um einer transatlantischen Agenda zu folgen. 
– Zensur und Meinungsklima: Kritik an der zunehmenden Einengung des Debattenraums und der Kriminalisierung abweichender Analysen zum Ukraine-Konflikt. 
– Der Drang nach Osten: Historische Kontinuitäten in der westlichen Expansionspolitik und warum die NATO-Osterweiterung als zentraler Faktor der Instabilität begriffen werden muss. 
– Feindbildproduktion: Wie mediale Narrative und politische Rhetorik eine diplomatische Lösung fast unmöglich machen und die Angst als Herrschaftsinstrument genutzt wird. 
– Das Ende der Souveränität: Warum Deutschland und Österreich ihre Rolle als neutrale Vermittler aufgegeben haben und welche fatalen Folgen das für die europäische Sicherheitsarchitektur hat. 

„Es ist ein politisches Versagen historischen Ausmaßes. Wir zerstören unsere eigenen wirtschaftlichen Grundlagen für einen Konflikt, der nicht im Interesse der europäischen Völker liegt.“ Hannes Hofbauer berichtet von der Deindustrialisierung, dem Verlust an demokratischer Substanz und der Gefahr einer dauerhaften Spaltung des Kontinents. Ein tiefgründiges Plädoyer für Realpolitik, die Rückkehr zum diplomatischen Handwerk und eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Ursachen der aktuellen Krise. Ein Gespräch über die Macht der Ideologie, das Schweigen der Vernunft und die dringende Notwendigkeit eines neuen europäischen Selbstverständnisses. 

Zeitmarken

00:00 Einleitung: Stehen wir vor einem Wendepunkt des Rechtsstaats? 
03:30 Die Definition: Was ist „Selektives Kriegsrecht“ eigentlich? 
07:15 Historische Vergleiche: Wann Gesetze zur Waffe wurden 
12:45 EU gegen Kritiker: Die neue Härte aus Brüssel 
18:20 Ein Exempel für die neue Willkür? 
23:50 Sanktionspolitik: Wirtschaftliche Maßnahmen als Disziplinierung 
29:10 Der neue autoritäre Staat: Merkmale einer schleichenden Veränderung 
34:40 Journalismus unter Druck: Wer wagt noch den Widerspruch? 
40:15 Die Spaltung der Gesellschaft: Regierungsnähe vs. Fundamentalkritik 
45:50 Ausblick: Gibt es einen Weg zurück zur Rechtsstaatlichkeit? 
49:30 Fazit & Aufruf: Warum wir jetzt wachsam sein müssen

1:11:23

Dr. Oliver Kempkens war Manager bei SAP und Anderson Consulting und arbeitete bis 2022 für die russische Sberbank. Als Soziologe, der in Stanford und Moskau lehrte, und als Headhunter mit tiefen Einblicken in die deutsche Wirtschaftselite stellt er eine zentrale Frage:

Stimmt das, was wir über Russland, die Ukraine und die deutsche Außenpolitik hören oder ist die Realität eine ganz andere?

Im Gespräch geht es um:
– Moralische Reinwaschung: Warum der Ukraine-Krieg vielen deutschen Eliten gelegen kommt.
– Sanktionen als Placebo: Warum die 20 Sanktionspakete nie das leisten konnten, was versprochen wurde.
– Deutsche Wirtschaft vs. Politik: Warum der Mittelstand schweigt, aber leidet.
– Russlands wahre Wirtschaftskraft: Was westliche Medien verschweigen.
– Moralpolitik statt Realpolitik: Wie Deutschland seine Interessen verrät.
– Multipolarität: Warum die politische Kaste den Wandel der Weltordnung verweigert.
– Gedenkkultur und Geschichtspolitik: Was der Zweite Weltkrieg mit dem heutigen Konflikt zu tun hat.

„Wir exportieren feministische Außenpolitik und kommen mit leeren Taschen zurück." – Dr. Oliver Kempkens

Dr. Oliver Kempkens beschreibt, wie er versucht, sich jenseits von Schlagzeilen ein eigenes Bild zu machen – und warum er überzeugt ist, dass deutsche Politik derzeit nicht deutschen Interessen folgt. Er vertritt die These:

– Dass opportunes Verhalten die deutsche Politikkaste lähmt.
– Dass die Sanktionspolitik weder durchdacht noch evaluiert wurde.
– Dass Deutschland in einer neuen Biedermeierzeit schläft.

Ein Gespräch über Krieg, Moral, Wirtschaft und die Frage, wer in Deutschland noch klar denkt.

1:12:23

Der Weltreisende und Autor Kolja Spöri hat 193 Länder bereist, darunter einige der gefährlichsten Krisen- und Kriegsgebiete der Welt. Seine Erfahrungen vor Ort stellen eine zentrale Frage:
Stimmt das, was wir über Kriege und Konflikte hören oder ist die Realität eine ganz andere?

Im Gespräch geht es um:

– Krieg als Geschäftsmodell: Warum Konflikte oft nicht beendet, sondern verlängert werden.
– Die Rolle von Geld und Finanzsystemen: Wer Kriege finanziert und wer daran verdient.
– Medien vs. Realität: Warum Berichterstattung und Erlebnisse vor Ort oft auseinandergehen.
– Geopolitische Interessen: Welche Rolle Macht, Ressourcen und Strategien im Hintergrund spielen.
– Der Iran-Konflikt: Einschätzungen zur aktuellen Lage und möglichen Entwicklungen.
– Die Ukraine: Warum dieser Krieg nach Einschätzung vieler Beobachter längst hätte enden können.
– Persönliche Erfahrungen: Begegnungen mit Rebellen, Militärs und Menschen in Krisengebieten weltweit.

„Kriege gehen nicht darum, dass jemand gewinnt, sondern dass sie dauern.“
– Julien Assange

Kolja Spöri beschreibt, wie er versucht, sich jenseits von Schlagzeilen ein eigenes Bild zu machen und warum er überzeugt ist, dass viele Konflikte nur dann verstanden werden können, wenn man sie selbst erlebt.

Er vertritt die These:

– Dass wirtschaftliche Interessen eine zentrale Rolle in modernen Kriegen spielen.
– Dass Informationsflüsse und Medien die Wahrnehmung von Konflikten stark prägen.
– Dass geopolitische Strategien oft langfristiger und komplexer sind, als öffentlich dargestellt.

Ein Gespräch über Krieg, Wahrheit, Machtstrukturen und die Frage, wer wirklich von globalen Konflikten profitiert.

Hier finden Sie das Buch von Kolja Spöri – Ich habe überlebt: https://amzn.to/3Poqdeg

Zeitstempel

00:00 „Kriege sollen dauern“ – Wer vom Iran-Krieg profitiert 
02:14 Unter Beschuss: Kolja Spöri über Somalia, Donbass & Todesangst 
05:49 „Wer Schwäche zeigt, wird angegriffen“ 
07:30 Angriff auf Iran: „Der Westen ist nicht die gute Seite“ 
10:00 Julian Assange hatte recht: Kriege sind Geschäftsmodelle 
12:46 BlackRock, Banken & Zentralbanken – Wer Kriege finanziert 
14:16 Die City of London: Machtzentrum hinter den Konflikten? 
18:48 Insiderhandel mit Krieg? Ölpreise, Trump & Milliardenwetten 
20:11 „Die Finanzwirtschaft ist immer Mittäter“ 
22:11 Trump, Mossad & Epstein: Wer kontrolliert wen? 
26:25 Hat Trump den Iran-Krieg überhaupt entschieden? 
30:19 Trump als „Golem“? Die Netzwerke hinter dem US-Präsidenten 
34:40 Wurde Trump in den Krieg gedrängt? 
37:29 Ist der Iran-Krieg Trumps politisches Ende? 
39:20 Ukrainekrieg: Sollte Deutschland in den nächsten Krieg gezogen werden? 
42:35 „99 von 100 Antworten heißen Geld“ 
46:44 Verrat an Deutschland? 1918 bis heute 
47:53 Donbass: Was Kolja Spöri vor Ort wirklich gesehen hat 
52:26 „Der Krieg begann 2014“ – Die andere Sicht auf die Ukraine 
56:03 Tschetschenen im Krieg: Kadyrow, Putin & Machtstrukturen 
01:01:22 Mit den FARC-Rebellen im Dschungel Kolumbiens 
01:05:37 „Die Deutschen sind das gehirngewaschenste Volk“ 
01:10:46 Medien, Manipulation & westliche Narrative

1:09:26

Führungslos in die Krise: Wer rettet Deutschlands Diplomatie? 

„Russland ist der Feind“ – so lautet das neue Narrativ in Berlin. Doch wie gefährlich ist dieser Kurs für Deutschland wirklich? Während die politische Führung auf „Kriegstüchtigkeit“ setzt, warnt der renommierte Analyst Prof. Dr. Vladislav Belov (Europainstitut der Russischen Akademie der Wissenschaften) vor einer bewussten Politik der Eskalation. 

Im Gespräch mit Patrik Baab analysiert Prof. Dr. Vladislav Belov den schleichenden Abschied von der Vernunft und hinterfragt, warum Berlin die eigene Ökonomie und strategische Sicherheit aufs Spiel setzt. Steuern wir sehenden Auges in eine militärische Konfrontation? 

In diesem Gespräch geht es um: 

– Pistorius & die Kriegstüchtigkeit: Warum das Ziel eine militärische Konfrontation zu sein scheint und was das für Europa bedeutet. 
– Schröder, Merkel oder Steinmeier? Wer könnte jetzt noch vermitteln und warum die Brücken nach Moskau konsequent abgerissen werden. 
– Wirtschaftlicher Selbstmord: Die Rolle der Nord-Stream-Sprengung, teures US-Fracking-Gas und die Deindustrialisierung Deutschlands. 
– Natoisierung Europas: Wie Washington den Ukraine-Konflikt europäisiert und Deutschland als Juniorpartner die Zeche zahlt. 
– Die Schatten der Geschichte: Warum der Bandera-Nationalismus in der Ukraine verschwiegen wird und welche Rolle der Westen dabei spielt. „Wir haben den Boden erreicht, aber von unten wird bereits geklopft.“ 
– Eine schonungslose Analyse über das Ende der Diplomatie und die Suche nach einem Ausweg aus der Eskalationsspirale. 

Zeitmarken

00:00 – Intro: Das Ziel von Pistorius & Co: Militärische Konfrontation 
01:40 – Status Quo: Die eingefrorenen Beziehungen zwischen Berlin und Moskau 
03:30 – Russland als Feindbild: Die neue Strategie der Bundeswehr 
07:35 – Warum der Wille zum Krieg? Geopolitische Hintergründe 
10:25 – Nord Stream & Fracking-Gas: Wirtschaft gegen nationale Interessen 
14:50 – Schickt die Politik die deutsche Ökonomie in den Selbstmord? 
24:00 – Die Europäisierung des Ukraine-Krieges durch die USA 
28:40 – Die lange Vorgeschichte: 2014, Maidan und der Donbas 
43:00 – Russlands Leitkultur und die Mentalität der Regionen 
46:40 – Die Kontinuität des Bandera-Faschismus in der Ukraine 
01:03:30 – Wer rettet die Diplomatie? Schröder, Merkel oder Steinmeier?

34:04

Die französische Kriegsreporterin Christelle Néant lebt seit 2016 in Donezk und dokumentiert einen Krieg, der in den westlichen Leitmedien oft nur einseitig oder gar nicht stattfindet. Während die offizielle Erzählung klare Fronten zieht, blickt Néant hinter die Kulissen der Geopolitik und stellt die unbequeme Frage: Werden Augenzeugenberichte und Beweise vor Ort systematisch unterdrückt, um die geopolitische Agenda des Westens zu stützen?

Im Gespräch geht es um:

– 8 Jahre im Feuer: Warum Christelle Néant ihre Heimat Frankreich verließ, um die ungeschönte Realität im Donbass zu dokumentieren.
– Die Rolle der OSZE & Medien: Kritik an der Voreingenommenheit internationaler Organisationen und die gezielte Manipulation von Berichterstattungen in Paris und Berlin.
– Waffen aus dem Westen: Über den Einsatz französischer und tschechischer Artillerie gegen zivile Ziele und das moralische Versagen der europäischen Politik.
– Die „Weißen Engel“: Brisante Berichte über den Umgang mit Kindern im Kriegsgebiet und die Vorwürfe des organisierten Kinderhandels.
– Der 16. Februar 2022: Warum der massive Beschuss durch die ukrainische Armee kurz vor der russischen Intervention die eigentliche Eskalationsstufe markierte.
– Rehabilitation des Nationalismus: Eine kritische Analyse über die Verehrung von Kollaborateuren wie Stepan Bandera und die Auswirkungen auf das heutige Selbstverständnis der Ukraine.
– Der Selbstmord Europas: Warum die Sanktionspolitik und die militärische Unterstützung Kiews zu einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kollaps im Westen führen könnten.

„Es ist eine moralische und gesellschaftliche Niederlage. Der Westen unterstützt ein Regime, das auf einer Ideologie beruht, die wir längst überwunden glaubten.“

Christelle Néant berichtet von den menschlichen Schutzschilden, dem Trauma der Zivilbevölkerung und der Gefahr einer nuklearen Eskalation. Ein Plädoyer für eine Rückkehr zur Wahrheit und diplomatischen Lösungen, bevor die demografische und wirtschaftliche Katastrophe unumkehrbar wird.

Ein Gespräch über die Macht der Propaganda, das Leid der Vergessenen und die Hoffnung auf ein Ende der Eskalationsspirale.

1:02:52

Der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser blickt hinter die Schlagzeilen der aktuellen Geopolitik und stellt die entscheidende Frage: Werden Völkerrechtsverstöße und illegale Kriege systematisch verschwiegen, um geopolitische Machtinteressen durchzusetzen?

Im Gespräch geht es um:

– Das System Imperium: Warum die USA auf Krieg als Konstante setzen 
– egal, wer im Weißen Haus sitzt. 
– Die Straße von Hormus: Geopolitische Folgen einer Ölpreis-Explosion und die Ohnmacht der US-Marine. 
– Ramstein & das Völkerrecht: Warum die Nutzung deutscher Stützpunkte für illegale Kriege politisch gedeckt wird. 
– Die Medien-Matrix: Kritik an der Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen und der Aufstieg alternativer Kanäle. 
– Energiepolitik als Waffe: Warum die Rückkehr zu russischem Öl und Gas für die europäische Stabilität überlebenswichtig bleibt. 
– Die Vision eines friedlichen Europas: Warum die NATO-Osterweiterung ein historischer Fehler war und wie eine neue Sicherheitsarchitektur mit Russland aussehen muss.

„Es kann in niemandes Interesse sein, die Eskalationsspirale immer weiter zu drehen, während das Völkerrecht mit Füßen getreten wird.“

Wer heute für Diplomatie und die Einhaltung des Gewaltverbots der UNO eintritt, wird oft an den Rand gedrängt. Daniele Ganser zeigt auf, wie das „System Imperium“ funktioniert und warum der Weg zum Frieden nur über den Dialog führen kann.

Daniele Ganser fordert:

– Eine konsequente Rückkehr zum Gewaltverbot der UNO. 
– Die Schließung ausländischer Militärstützpunkte auf europäischem Boden. 
– Eine eigenständige europäische Friedenspolitik, die sich von den Interessen der Großmächte emanzipiert.

Ein Gespräch über Geopolitik, die Macht der Geografie, Rohstoffkriege und die Hoffnung auf ein friedliches Europa.

Hier geht es zum Kanal von Daniele Ganser:    / @danieleganseroffiziell  

Zeitmarken1

00:00 – Einleitung: Gefahr für den Weltfrieden? 
01:40 – Der Angriff auf den Iran & Völkerrecht 
04:25 – Mutige Europäer? Militärstützpunkte in Spanien 
06:00 – Das Gewaltverbot der UNO & Ramstein 
08:30 – Mediale Berichterstattung & alternative Medien 
09:50 – US-Imperialismus: Was im Unterricht fehlt 
13:30 – Das System Imperium: Krieg als Konstante 
18:25 – Geopolitische Folgen: Die Straße von Hormus 
27:00 – Energiepolitik: Warum Russland-Bezug wichtig bleibt 
30:40 – Strategische Ziele & Stellvertreterkriege 
45:40 – Vision eines friedlichen Europas & neue Sicherheitsarchitektur 
1:02:10 – Fazit: Plädoyer für Diplomatie

Zeitmarken 2

00:00 – 10:00: Die aktuelle Eskalation und das Völkerrecht

  • 00:00:00 – Einleitung: Trump und Netanjahu als die derzeit gefährlichsten Akteure.
  • 00:01:46 – Bewertung der Angriffe auf den Iran (2025/2026) als klare Verstöße gegen das Völkerrecht.
  • 00:03:00 – Kritik an der Haltung europäischer Regierungen (März, Macron, Starmer) und Lob für die spanische Position unter Pedro Sanchez.
  • 00:05:21 – Die Rolle deutscher Stützpunkte (Ramstein) bei illegalen Angriffskriegen der USA.
  • 00:08:43 – Die US-Dominanz: Über 800 Militärstützpunkte weltweit und hunderte Regimewechsel-Operationen seit 1945.

10:00 – 20:00: Systematischer Imperialismus und wirtschaftliche Folgen

  • 00:10:42 – Kritik am Bildungssystem: US-Imperialismus und historische Verbrechen werden kaum gelehrt.
  • 00:12:41 – Die USA als „Zwei-Parteien-Kriegssystem“: Konsens über Rüstungsausgaben bei Demokraten und Republikanern.
  • 00:15:21 – Die USA als Oligarchie: Der Einfluss von Geldgebern auf die Präsidentschaft.
  • 00:17:05 – Trumps Verrat an seinen Wählern durch neue Kriege trotz gegenteiliger Wahlversprechen.
  • 00:18:30 – Die Schließung der Straße von Hormus und die drastischen Auswirkungen auf den globalen Ölpreis.

20:00 – 30:00: Strategische Fehlkalkulationen und Geografie

  • 00:20:00 – Der Mossad-Chef in Washington: Die Fehlannahme eines schnellen Regimewechsels im Iran.
  • 00:21:41 – Der Mordanschlag auf Chamenei und die völkerrechtlichen Konsequenzen gezielter Tötungen.
  • 00:24:54 – Die Macht der Geografie: Warum die USA die Straße von Hormus militärisch nicht einfach „freikämpfen“ können.
  • 00:27:42 – Die These: Es geht nicht um das Atomprogramm, sondern um die Zerschlagung der iranischen Regierung.

30:00 – 40:00: Geopolitische Ziele und das Finanzsystem

  • 00:30:39 – Multikausale Gründe: „Groß-Israel“-Projekt, Ressourcenkontrolle und Schwächung Chinas.
  • 00:33:55 – Rückblick auf 1953: Der Sturz Mossadeghs als historisches Beispiel für den Kampf um Rohstoffe.
  • 00:35:42 – Das System des Petrodollars: Warum die USA auf die Abrechnung von Öl in Dollar angewiesen sind.
  • 00:38:21 – Die „Dollar-Druckpresse“ und das Ende des Goldstandards 1971 unter Nixon.

40:00 – 50:00: Gefahren für die Region und europäische Interessen

  • 00:40:00 – Die existenzielle Bedrohung für Golfstaaten wie Katar bei einer iranischen Reaktion auf US-Stützpunkte.
  • 00:42:44 – Die verpasste Chance: Warum Trump die kurzzeitige Öffnung der Straße von Hormus nicht für einen Rückzug genutzt hat.
  • 00:45:14 – Appell an die „Menschheitsfamilie“ und die Orientierung am Völkerrecht statt an Feindbildern.
  • 00:48:07 – Der Niedergang des Westens: Realitätsverlust der Eliten und strategische Fehlentscheidungen.

50:00 – 01:02:53: Zukunftsvisionen und Friedensforschung

  • 00:50:17 – Die Vision eines Europas, das sich vom US-Imperialismus emanzipiert und US-Truppen abzieht.
  • 00:53:27 – Plädoyer für friedliche Beziehungen zu Eurasien (China und Russland) für langfristigen Wohlstand.
  • 00:57:19 – Vorschlag zur Auflösung der NATO zugunsten eines neuen gesamteuropäischen Sicherheitssystems.
  • 00:59:41 – Die Notwendigkeit diplomatischer Heilung zwischen Berlin und Moskau („Achse Berlin-Moskau“).

52:09

Die EU friert Konten ein, verbietet Reisen und sanktioniert Personen wegen ihrer Ansichten. Ist das noch Rechtsstaat – oder bereits ein neues autoritäres System?

Professorin Alexandra Hofer, Expertin für internationales Recht und Sanktionsrecht an der Universität Utrecht, analysiert die EU-Sanktionspraxis gegen Einzelpersonen und stellt eine brisante Frage:

Wer entscheidet in Europa heute noch über Freiheit, Eigentum und Meinungsrechte – Gerichte oder politische Gremien?

Im Gespräch geht es um:

– EU-Sanktionen gegen Einzelpersonen wie Jacques Baud, Nathalie Yamb oder Hüseyin Doğru  
– Kontensperrungen, Reiseverbote und Vermögensbeschlagnahmung ohne klassisches Gerichtsverfahren  
– Die Rolle des Europäischen Rates und seine weitreichenden Machtbefugnisse  
– Meinungsfreiheit, Selbstzensur und den „Chilling Effect“ politischer Sanktionen  
– Warum unklare Begriffe wie „russisches Sprachrohr“ rechtsstaatlich problematisch sind  
– Die Gefahr eines schleichenden Übergangs in autoritäre Strukturen innerhalb der EU  

„Wenn das ungeprüft weitergeht, könnten wir die Freiheit der Meinungsäußerung Stück für Stück verlieren.“

Wer von der Regierungslinie abweicht, könnte zum Sicherheitsrisiko erklärt werden. Alexandra Hofer zeigt, wie politische Maßnahmen zunehmend Grundrechte berühren – und warum darüber kaum öffentlich diskutiert wird.

Professor Alexandra Hofer fordert:

– Eine breite gesellschaftliche Debatte über Meinungsfreiheit und Grundrechte  
– Mehr Kontrolle über die Sanktionsmacht der EU-Institutionen  
– Klare rechtsstaatliche Kriterien statt politischer Willkür  
– Transparenz und wirksamen Rechtsschutz für Betroffene  

Ein Gespräch über Demokratie, Sanktionen, Meinungsfreiheit und die Zukunft des europäischen Rechtsstaats.