India & Global Left Deutsch (Medienpräsenz)

39:50

In diesem aufsehenerregenden Interview enthüllt der iranische Politikexperte und ehemalige Verhandlungsdelegierte Mohammad Marandi, was sich hinter verschlossenen Türen während der jüngsten Waffenstillstandsgespräche zwischen den USA und dem Iran abspielte.  
Warum sind die Verhandlungen gescheitert?  
Hat die US-Seite in gutem Glauben verhandelt – oder war das Ergebnis von vornherein festgelegt?  
Marandi beschreibt einen auffälligen Gegensatz zwischen der iranischen Delegation – bestehend aus erfahrenen Experten und promovierten Verhandlungsführern – und dem US-Team, das Berichten zufolge politische Akteure und Personen mit Verbindungen zu Risikokapital einbezog. Außerdem reagiert er auf schockierende Behauptungen, dass JD Vance während der Gespräche mit Benjamin Netanjahu in Kontakt stand.  

Das Gespräch beleuchtet außerdem:  
– Die wahren Gründe für das Scheitern der Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und dem Iran  
– Die Rolle von Donald Trump und der US-Innenpolitik  
– Irans diplomatische Haltung und die Veränderung seiner Verhandlungsstrategie  
– Die Verbindung zwischen Iran, Libanon und dem weiteren Konflikt in Westasien  
– Ob eine zweite Gesprächsrunde wahrscheinlich ist  

Dies ist ein seltener Insiderbericht über Diplomatie auf höchster Ebene in einer Zeit globaler Spannungen.  

43:48

n diesem ausführlichen Gespräch analysiert der erfahrene Diplomat Chas Freeman die wahren Kräfte hinter den Verhandlungen über den Waffenstillstand zwischen den USA und Iran und zeigt, was sie über die sich verändernden Machtverhältnisse in Westasien verraten.  

Wir untersuchen:  

Was zum Waffenstillstand zwischen den USA und Iran geführt hat  
Ob Washington den Krieg wirklich beenden will – oder nur Zeit gewinnt  
Die Zukunft der US-israelischen Beziehungen angesichts wachsender Spannungen  
Die Debatte über Irans globalen Status – als Antwort auf Robert Papes Behauptung, dass Iran nun eine Weltmacht sei  
Wie Irans Widerstand die regionale Politik in Westasien neu gestaltet  
Die Auswirkungen auf Palästina, da die weltweite Aufmerksamkeit von der anhaltenden Besatzung und dem Siedlungsausbau abgelenkt wird  
Freeman bietet eine scharfsinnige, historisch fundierte Perspektive auf imperiale Strategien, regionalen Widerstand und die entstehende geopolitische Ordnung.  

2:03:49

In diesem ausführlichen Interview untersuchen wir:  
Was hat den Krieg ausgelöst?  
Von den langjährigen Spannungen seit der iranischen Revolution von 1979 bis hin zu Strategien des Regimewechsels und regionalen Machtkämpfen erklärt Norton die tieferliegenden geopolitischen Triebkräfte.  

Israel-Lobby vs. US-Imperium – die Debatte  
Als Antwort auf Norman Finkelstein stellt Norton die These infrage, dass der Krieg hauptsächlich von der Israel-Lobby vorangetrieben wird, und argumentiert stattdessen für eine breitere imperiale Strategie.  

Scheitern die USA im Iran?  
Trotz massiver Angriffe hat sich der Iran mit asymmetrischen Taktiken angepasst und stört weiterhin die globalen Märkte – was Fragen aufwirft, ob Washingtons Ziele überhaupt erreichbar sind.  

Tritt die irakische PMF in den Krieg ein?  
Warum hat die Mainstream-Presse die Rolle regionaler Milizen und wachsender Widerstandsnetzwerke heruntergespielt?  

Und was ist mit Venezuela und Kuba?  
Nach den jüngsten Entwicklungen um Nicolás Maduro fragen wir: Ist dieser Konflikt Teil einer umfassenderen Strategie im Vorfeld der US-Wahlen?  

40:04

Jemen ist offiziell in den Krieg gegen die Vereinigten Staaten und Israel eingetreten – und dies könnte einen entscheidenden Wendepunkt im Konflikt markieren. In diesem aufsehenerregenden Interview erklärt Mohammad Marandi, was die Beteiligung Jemens für den Iran, die Golfstaaten und das globale Machtgleichgewicht bedeutet. 

Wir besprechen:  
• Warum der Kriegseintritt Jemens ein Wendepunkt ist  
• Die Zukunft der Straße von Hormus und der globalen Ölversorgung  
• Ob die Golfstaaten ihre Allianzen mit den USA überdenken werden  
• Wolodymyr Selenskyjs Besuch am Golf und neue Verteidigungsabkommen  
• Russlands Position und eine mögliche Annäherung an den Iran  
• Steht Israel vor einer inneren Krise?  
Dieser Krieg ist nicht länger eingedämmt – er weitet sich aus.

44:59

Zeitmarken

1. Scheitern der "Enthauptungsstrategie"

Vijay Prashad argumentiert, dass die Strategie der USA und Israels, den Iran durch gezielte Schläge gegen die Führung und Infrastruktur zur Kapitulation zu zwingen, nicht aufgeht [01:17].

  • Vorbereitung des Iran: Der Iran habe über Jahrzehnte Institutionen aufgebaut, die bis zu acht Führungsebenen tief gestaffelt sind, wodurch Führungspersonen nicht unersetzlich seien [02:38].
  • Historische Erfahrung: Die iranische Bevölkerung sei durch den achtjährigen Krieg gegen den Irak auf Entbehrungen und zivile Opfer vorbereitet [03:24].

2. Das militärische Kräfteverhältnis

Prashad betont, dass Kriege durch Politik gewonnen werden, nicht allein durch rohe Gewalt [08:38].

  • Unterwerfung unmöglich: Er hält es für ausgeschlossen, dass die USA oder Israel 100 Millionen Iraner unterwerfen können, besonders da Israel selbst nur etwa 7 Millionen Einwohner hat [09:01].
  • Logistik und Industrie: Es gibt Hinweise darauf, dass den USA Radarsysteme und Abfangraketen ausgehen, während die deindustrialisierten USA Schwierigkeiten haben, einen langfristigen High-Tech-Krieg logistisch aufrechtzuerhalten [06:13].

3. Regionale Auswirkungen (Golfstaaten & Irak)

Der Konflikt verändert das Sicherheitsgefüge im Nahen Osten grundlegend:

  • Dilemma der Golfstaaten: Länder wie die VAE oder Katar erkennen laut Prashad, dass US-Militärbasen auf ihrem Boden sie eher zum Ziel machen, als sie zu schützen [13:44]. Ein direkter Konflikt mit dem Iran würde diese Staaten politisch und wirtschaftlich vernichten [15:56].
  • Irak als Epizentrum: Prashad beschreibt präventive US-Angriffe im Irak auf pro-iranische Milizen, die jedoch noch auf das Signal zur Eskalation warten würden [19:01].

4. Die Lage in Israel

Das Video thematisiert eine Überdehnung des israelischen Militärs:

  • Drei-Fronten-Problem: Das Militär sei nicht in der Lage, gleichzeitig in Gaza, im Libanon und gegen den Iran zu kämpfen [24:27].
  • Führungskrise: Prashad stellt fest, dass Ministerpräsident Netanjahu an öffentlicher Präsenz und Selbstbewusstsein verloren hat, während die Opposition offen von einer militärischen Fehlkalkulation spricht [25:36].

5. Globaler Süden und wirtschaftliche Folgen

  • Ölpreis-Szenarien: Prashad zitiert Prognosen, wonach der Ölpreis entweder auf 40 fallen(beiUnterwerfungdesIran)oderaufu¨ber150 steigen wird (bei fortgesetztem Konflikt) [35:16].
  • Indiens Rolle: Er kritisiert die indische Außenpolitik als rein pragmatisch und vermisst eine klare Theorie oder moralische Positionierung, insbesondere da der Iran ein wichtiger Partner innerhalb der BRICS-Staaten ist [31:55].
  • Energiewende durch Zwang: Der Krieg könnte den Umstieg auf erneuerbare Energien im globalen Süden stärker beschleunigen als jeder Klimagipfel, da die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zur strategischen Gefahr wird [38:42].

Fazit: Vijay Prashad sieht in dem Konflikt ein Zeichen für den schwindenden Einfluss des US-Imperialismus. Er warnt davor, dass der Westen die Widerstandsfähigkeit des Iran und die veränderten globalen Machtverhältnisse (BRICS, industrielle Kapazitäten Chinas/Russlands) massiv unterschätzt.

1:08:32

In diesem Interview analysiert der renommierte marxistische Ökonom Richard D. Wolff die geopolitischen und wirtschaftlichen Folgen des anhaltenden US-Israel-Konflikts mit dem Iran. 

Zeitmarken

  • Niedergang des US-Imperiums: Wolff vergleicht die aktuelle Situation der USA mit dem Zusammenbruch des Britischen Weltreichs im 20. Jahrhundert [01:21]. Er betrachtet den Konflikt mit dem Iran, den Niedergang des US-Dollars und bröckelnde internationale Allianzen als Symptome eines unumkehrbaren Prozesses [02:11].
  • Wirtschaftlicher Vergleich: Ein Hauptgrund für diesen Niedergang ist laut Wolff das deutlich stärkere Wirtschaftswachstum von Ländern wie China und Indien im Vergleich zum Westen [03:02]. Während die US-Wirtschaft 2025 um etwa 2 % wuchs, verzeichnete China rund 5 % Wachstum [03:20].
  • Die „Verleugnungsstrategie“: Die US-Führung reagiert laut Wolff auf diesen Niedergang mit Verleugnung. Weder Biden noch Trump hätten das Thema im Wahlkampf angesprochen [05:41]. Stattdessen versuche Trump, durch eine aggressive Expansionspolitik (z. B. Drohungen gegen Panama, Grönland oder Kanada) Stärke zu simulieren [06:05].
  • Militärische Überdehnung: Der Iran-Konflikt könnte das „letzte Kapitel“ sein, in dem sich das Imperium übernimmt [06:45]. Wolff weist darauf hin, dass die USA trotz technologischer Überlegenheit Schwierigkeiten haben, gegen asymmetrische Kriegsführung (Drohnen, Raketen in bergigem Gelände) vorzugehen [14:26].
  • Zustand der US-Binnenwirtschaft: Wolff beschreibt die Lage der Arbeiterklasse als katastrophal [11:02]. Da industrielle Kapazitäten ins Ausland verlagert wurden, führen staatliche Geldspritzen für den Krieg nicht zu neuen Arbeitsplätzen, sondern fließen primär in den Aktienmarkt, was nur den reichsten 10 % der Bevölkerung zugutekommt [27:28].
  • Vision eines Mikro-Sozialismus: Als Lösung für die Arbeiterklasse schlägt Wolff einen Sozialismus vor, der auf der Mikroebene ansetzt. Er plädiert für Arbeiterkooperativen und die demokratische Umgestaltung von Betrieben, anstatt nur auf staatliche Lösungen zu setzen [50:34].

56:06

In diesem Video analysiert der Politikwissenschaftler Norman Finkelstein die geopolitische Lage im Kontext eines US-israelischen Angriffs auf den Iran und zieht Vergleiche zu historischen Konflikten wie dem Irakkrieg 2003 und dem Sechstagekrieg 1967.

Zeitmarken

  • Strategische Ziele: Finkelstein argumentiert, dass Israel den 7. Oktober als historische Gelegenheit nutzt, um langjährige Ziele zu verfolgen. Dazu gehören die Zerschlagung des Iran als Regionalmacht [04:30], die Schwächung der Hisbollah [04:23] und die Lösung der „Gaza-Frage“ durch Vertreibung der Bevölkerung [04:04].
  • Vergleich mit dem Irakkrieg (2003): Er widerspricht der Ansicht, dass der aktuelle Konflikt unpopulärer sei als der Irakkrieg, da es 2003 die größten Antikriegsdemonstrationen der Geschichte gab [16:30]. Ein wesentlicher Unterschied liegt für ihn in der Kompetenz der Führung: Während unter Bush erfahrene Akteure wie Cheney und Rumsfeld agierten, bezeichnet er die aktuelle US-Führung unter Trump als inkompetent und leicht beeinflussbar durch israelische Interessen [31:41].
  • Rolle der Vereinten Nationen: Finkelstein kritisiert die mangelnde Empörung der internationalen Gemeinschaft und westlicher Staaten (wie Dänemark, Frankreich und Großbritannien) über den Angriff auf den Iran, den er als klaren Verstoß gegen die UN-Charta bezeichnet [06:44]. Er kontrastiert dies mit 1967, als die UN unter Utant noch eine unabhängigere Rolle einnahm [02:52].
  • Nuklearfrage und JCPOA: Er betont, dass der Iran das Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie hat [08:42] und dass das Atomabkommen (JCPOA) bis zum einseitigen Ausstieg der USA einwandfrei funktioniert habe [12:06]. Seiner Ansicht nach geht es Israel nicht primär um die Nuklearfrage, sondern um die totale regionale Vorherrschaft [14:52].
  • Militärische Prognosen: Unter Berufung auf Tolstoi warnt Finkelstein vor festen Vorhersagen über den Kriegsausgang, da es zu viele unvorhersehbare Variablen gebe [51:12]. Er unterscheidet zudem zwischen dem Völkermord in Gaza, der auf Vertreibung zielte, und dem Krieg gegen den Iran, der ein konventioneller militärischer Konflikt zur Zerstörung der Verteidigungsfähigkeiten sei [47:38].

44:13

Der ehemalige US-Diplomat und China-Experte Chas W. Freeman Jr. spricht mit uns über die sich rasch zuspitzende Auseinandersetzung zwischen Iran, Israel und den Vereinigten Staaten.  
In diesem Interview analysiert Freeman die ersten acht Tage des Krieges, die militärischen und politischen Dynamiken, die den Konflikt prägen, und was dies für die Zukunft des Nahen Ostens bedeuten könnte.  
Wir besprechen außerdem die jüngste Erklärung des iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian, in der er einen bedingten Stopp der Angriffe auf Golfstaaten ankündigte. Handelt es sich dabei um eine strategische Entscheidung Teherans, um Washington und Tel Aviv zu isolieren und gleichzeitig diplomatische Kanäle zu den Golfstaaten zu öffnen?

Zeitmarken

In diesem Video analysiert der ehemalige US-Diplomat und geopolitische Analyst Chas Freeman die Entwicklungen der ersten acht Tage des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran (Stand: März 2026). Freeman liefert eine kritische Einschätzung der Strategien beider Seiten und der globalen Auswirkungen.

Hintergründe und die US-Israel-Strategie

  • Geplantes Vorgehen: Laut Freeman gab es bereits am 29. Dezember 2025 ein Treffen zwischen Benjamin Netanjahu und Donald Trump in Mar-a-Lago, bei dem der Angriff beschlossen wurde. Die Verhandlungen im Januar und Februar dienten lediglich als "Farce" zur Truppenkonzentration [01:37].
  • Strategisches Ziel: Er sieht keine eigenständige US-Strategie, sondern die Umsetzung israelischer Pläne. Ziel sei es, den Iran als regionalen Konkurrenten auszuschalten und das Projekt "Groß-Israel" (vom Euphrat bis zum Nil) voranzutreiben [02:12].
  • Führungswechsel: Der Angriff begann am Samstag, den 28. Februar, gegen 1 Uhr morgens mit der Ermordung des Obersten Führers Ali Khamenei. Dies habe das Haupthindernis für eine iranische Atombombe beseitigt, da Khamenei die einzige moralische Instanz gegen deren Bau war [07:23].

Die iranische "Rope-A-Dope"-Strategie

  • Taktisches Abwarten: Der Iran wendet eine Strategie an, die Freeman mit Muhammad Alis "Rope-A-Dope"-Taktik vergleicht: Man steckt Schläge ein, schont die besten Waffen (wie Hyperschallraketen) und wartet, bis die Munitionsvorräte des Gegners (insbesondere Abfangraketen) erschöpft sind [04:48].
  • Dezentralisierung: Nach der Ermordung Khameneis wurde die militärische Befehlsstruktur dezentralisiert, was laut Freeman eine effektive Verteidigung und unvorhersehbare Gegenschläge ermöglicht [06:56]
  • Seeblockade: Die Straße von Hormus wurde durch landgestützte Raketen geschlossen. Freeman bezweifelt, dass die US-Marine in der Lage ist, Tanker gegen diesen Beschuss effektiv zu eskortieren [11:43].

Regionale Diplomatie und US-Stützpunkte

  • Abkommen mit Golfstaaten: Präsident Pezeschkian hat den Golfstaaten (GCC) eine geschickte "Entschuldigung" für Angriffe angeboten, um ihnen eine diplomatische Brücke zu bauen. Freeman spekuliert, dass ein geheimer Waffenstillstand vereinbart wurde: Die Golfstaaten lassen keine US-Angriffe von ihrem Territorium mehr zu und drängen langfristig auf den Abzug der US-Stützpunkte [06:30].
  • Zerstörung von Radarsystemen: Iranische Schläge haben wichtige US-Radarsysteme (wie THAAD in Katar) ausgeschaltet, was die US-Präsenz in der Region militärisch "unbrauchbar" gemacht habe [07:35].

Globale Auswirkungen

  • Energie und Wirtschaft: Der Ölpreis steigt rapide (derzeit ca. 94 proBarrel)undko¨nntelautFreeman150 erreichen. In den USA könnten Benzinpreise auf bis zu 9 $ steigen (insbesondere in Kalifornien), was die politische Unterstützung für die Trump-Regierung untergraben könnte [37:10].
  • Nahrungsmittelkrise: Da etwa die Hälfte der weltweiten Düngemittelversorgung abgeschnitten ist, rechnet er unmittelbar vor der Pflanzsaison auf der Nordhalbkugel mit massiven Engpässen [18:37].
  • Ukraine-Konflikt: Die Ukraine erleidet einen indirekten strategischen Schlag, da die USA ihre Munitionsvorräte nun selbst benötigen und nicht mehr an Kiew liefern können [39:12].

Freeman resümiert, dass dies kein "kurzer, siegreicher Krieg" sein wird, sondern ein langwieriger Abnutzungskampf, für den die USA keinen klaren Ausstiegsplan haben [19:33]

58:57

In diesem Video spricht Joti Brar, eine Vertreterin der Kommunistischen Partei Großbritanniens (ML), über die geopolitische Lage im Nahen Osten, insbesondere über die Rolle des Iran im Kampf gegen den westlichen Imperialismus.

Zeitmarken

Geopolitische Einordnung und Völkerrecht

  • Illegalität des Krieges: Brar bezeichnet die Aggressionen gegen den Iran als eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und die Nürnberger Prinzipien. Ein Angriffskrieg sei das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit [01:36].
  • Souveränität als Konfliktursache: Der Hauptgrund für die Spannungen sei, dass die imperialistischen Mächte keinen souveränen, unabhängigen Staat im Herzen des Nahen Ostens akzeptieren können, der seine Ressourcen selbst verwaltet [04:31].

Die Rolle des Iran in der Region

  • Speerspitze des Widerstands: Der Iran wird als führende Kraft der vielfältigen Widerstandsbewegungen in der Region beschrieben. Brar betont, dass der Iran sowohl einen Verteidigungskrieg als auch einen Befreiungskrieg für die gesamte Region führt [05:31].
  • Bündnisse statt Stellvertreter: Die verschiedenen Kräfte (Sozialisten, religiöse Gruppen, Säkulare) seien keine bloßen „Stellvertreter“ Irans, sondern Verbündete, die das gemeinsame Ziel verfolgen, die Region von der US-Vorherrschaft zu befreien [06:41].

Ökonomische Interessen und Geschichte

  • Ölreserven: Die Region (Naher Osten und Nordafrika) hält etwa 58 % der weltweiten Ölreserven. Dies sei der fundamentale Grund für das dauerhafte Interesse und die Interventionen des Westens [10:37].
  • Koloniales Erbe: Brar zieht eine Linie vom Ersten Weltkrieg und dem Sykes-Picot-Abkommen bis heute. Israel wird in diesem Kontext als „imperialer Außenposten“ beschrieben, der geschaffen wurde, um eine loyale Kraft inmitten einer nach Unabhängigkeit strebenden arabischen Welt zu haben [12:12].

Mediennarrative und psychologische Kriegsführung

  • Kontrolle der Erzählung: Trotz der Dominanz westlicher Medien und sozialer Netzwerke sieht Brar ein Zerfallen der offiziellen Narrative. Die Rechtfertigungen für Konflikte würden immer chaotischer und unglaubwürdiger [15:44].
  • Fehlkalkulationen: Sie kritisiert, dass westliche Geheimdienste die Stabilität der iranischen Regierung und die Unterstützung in der Bevölkerung oft massiv unterschätzen, ähnlich wie bei den Sanktionen gegen Russland [17:17].

Die Situation der Linken

  • Spaltung im Westen: Brar kritisiert Teile der westlichen Linken scharf. Diese würden oft westliche Propaganda (z. B. Fokus auf das Kopftuch oder Geschlechterfragen) übernehmen, ohne die tieferen antiimperialistischen Strukturen der iranischen Revolution zu verstehen [50:43].
  • Wesenskern der Revolution: Für sie ist der Kern der iranischen Regierung trotz religiöser Form antiimperialistisch und populär, da sie dem Volk Souveränität und Schutz vor externer Ausbeutung biete [56:51].

58:15

n diesem ausführlichen Gespräch spricht Trita Parsi mit India & Global Left über das bevorstehende Treffen zwischen Netanyahu und Trump sowie über Israels erneuten Vorstoß zu einem Krieg gegen den Iran.  

Wir erörtern, wie Premierminister Benjamin Netanyahu versucht, die US-Politik unter einer möglichen Trump-Präsidentschaft zu beeinflussen, welche strategischen Überlegungen hinter der Eskalation der Spannungen mit dem Iran stehen und ob Washington in einen weiteren katastrophalen Krieg im Nahen Osten hineingezogen wird.  

Parsi analysiert die regionalen Auswirkungen einer US-israelischen Konfrontation mit dem Iran, einschließlich der Folgen für Gaza, die Hisbollah, das Rote Meer, die Golfstaaten und die globalen Energiemärkte. Wir untersuchen außerdem, was ein Krieg für die iranische Innenpolitik, die israelische Sicherheit und das langfristige Kräfteverhältnis in Westasien bedeuten würde.  

Dieses Gespräch stellt die Narrative der Mainstream-Medien infrage und erklärt, wer von der Eskalation profitiert, wer den Preis dafür zahlt und warum die Diplomatie in einem so gefährlichen Moment an den Rand gedrängt wird.