Im April 2015 sind es einhundert Jahre nach dem Genozid an den Armeniern - ein dunkles Kapitel in der türkischen Geschichte. Immer noch kontrovers, immer noch tabu. Was wird ein Türke von der armenischen Bevölkerung und einer solchen Vergangenheit denken?
Türkei (Thema)
Feuriger Berg, Schmerzensberg, Mutter der Erde die Bezeichnungen für den Ararat sind so unterschiedlich wie die Legenden, die sich um ihn ranken, oder die Perspektiven und Wahrheiten der Menschen, die in seinem Umkreis leben. Über Istanbul und Van reist Sebastian Fickert nach Dogubayazit, dem Ausgangspunkt für Expeditionen auf den Fünftausender.
Die offizielle Geschichtsschreibung der Türkischen Republik kennt keinen Völkermord an den Armeniern. Die »Umsiedlungen« gelten als unschöne, aber unabwendbare Folge des Ersten Weltkrieges. Die Entdeckung der Erinnerung hat jetzt Bewegung in die öffentliche Diskussion gebracht: Die Generation der Enkel beginnt, von den Großeltern zu erzählen.
Aghet - Katastrophe - so nennen die Armenier jene grauenvollen Ereignisse, die im Frühjahr 1915 begannen. Sie sind als der erste Genozid des 20. Jahrhunderts in die Geschichte eingegangen.
Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier. Deutschland strebte mit dem Ersten Weltkrieg die Vorherrschaft im Orient an und zog dazu seinen Bündnispartner Osmanisches Reich in den Krieg hinein.
Die vom Krieg zusammengewürfelte Gemeinschaft auf der Ameiseninsel wächst und wächst. Die Flüchtlinge aus dem Osten und aus dem Westen versuchen, hier heimisch zu werden.
Memed versucht, Frieden und Glück zu finden, und zieht von den Bergen herunter, wo er außerhalb des Gesetzes gelebt hat. Am Mittelmeer will er ein neues Leben beginnen, in einem Dorf, das von Orangen- und Zitronengärten umgeben ist.
Eine Liebeserklärung an das Marmarameer und auch an die pulsierende Großstadt Istanbul, ist Yasar Kemals Roman. Er erzählt von dem alten Fischer Selin und dem jungen ungestümen Zeynel, der von der Polizei gesucht wird: eine phantastische Geschichte und zugleich ein spannender Kriminalroman.
In der anatolischen Çukurova-Ebene ist nichts mehr so wie früher. Die Großgrundbesitzer sind vernarrt in ihre neuen Maschinen, und nirgendwo scheint es mehr Arbeit für die Menschen zu geben.
Eine alte Legende aus dem Ararat-Gebiet. Die Auseinandersetzung zwischen Liebe und Macht wird bei Yasar Kemal zu einer Parabel politischer Hoffnung, aber auch menschlichen Unvermögens.