Bei der "Netzpolitik" handelt es sich politisch und akademisch gesehen um ein relativ neues Gebiet, auf dem eine Vielzahl von Themen verhandelt wird. Der vorliegende Band will Orientierung geben, indem er das Feld strukturiert darstellt und zu den wichtigsten Themen fundierte Darstellungen und Analysen vorlegt. Die Beiträge greifen das Thema aus politikwissenschaftlicher Perspektive auf, beziehen es auf Fachdebatten und stellen Material bereit, das sowohl zur Information wie zur Anregung der weiteren Diskussion dienen soll.
Informationsgesellschaft (Thema)
Mit diesem Buch wird die Frage beleuchtet, was eigentlich Souveränität ist und was diese im digitalen Zeitalter bedeutet. Dabei wird die Aufgabe der digitalen Souveränität in Zeiten der Globalisierung für Deutschland erörtert und die Frage aufgegriffen, wie und wozu Staaten digitale Souveränität konstruieren. Im weiteren Verlauf werden ein breites Spektrum an Standpunkten und Sichtweisen bezüglich der Aufgaben diskutiert, die sich für die politisch Verantwortlichen, aber auch für die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft stellen, verbunden mit den daraus resultierenden Herausforderungen.
Die Mediengeschichte ist geprägt von der Entwicklung immer neuer Medien. Jedes neue Medium hat die Menge und Komplexität der verfügbaren Inhalte erhöht und dabei neue Orientierungsbedürfnisse geschaffen. Dieser Unübersichtlichkeit ist bislang durch Meta-Orientierungsangebote begegnet worden, die über Medien orientieren sollen, um ihre Nutzbarkeit zu gewährleisten. Mehr Medien erforderten bislang also noch mehr Medien, um nutzbar zu bleiben - ein Phänomen, das als Informationsparadoxon bezeichnet werden kann. Unter den Produktions- und Rezeptionsbedingungen der traditionellen Massenmedien kann dieser Prozess kein Ende haben. Allerdings zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Universalsuchmaschinen orientieren nicht nur über das World Wide Web, sondern inzwischen über nahezu alle Aspekte des Alltags, die sich digital erschließen lassen. Durch künstliche Intelligenz sollen sie Orientierungsbedürfnisse ihrer Nutzer ermitteln und bereits befriedigen, bevor diese artikuliert werden. Trotz der weiter steigenden Menge und Komplexität von Medien können neue Meta-Orientierungsangebote oder gar Meta-Meta-Orientierungsangebote dadurch obsolet werden.
Noch in diesem Jahrhundert wird die Informationsgesellschaft an ihr Ende kommen, weil die globalen Informationsnetze reißen. Das ist die provozierende These des Wissenschaftlers und Sachbuchautors Thomas Grüter. Den meisten Menschen erscheint das Internet wie eine eigene Welt, in der Entfernungen keine Rolle spielen, Daten wie von selbst um den Globus fliegen und alles Wissen dauerhaft auf Knopfdruck zur Verfügung steht. Aber dieser Eindruck, so Grüter, täuscht: Das Internet ist eine von Menschen geschaffene Scheinwelt, die mit immens hohem Aufwand in Betrieb gehalten wird. Dennoch vertrauen wir dieser störanfälligen Schöpfung einige unsere wichtigsten Schätze an: nämlich unser Wissen und die Steuerung der Infrastrukturen, die uns am Leben erhalten.
Mit der Einführung des Personal Computers Ende der 1970er-Jahre wurde ein neuer Markt für Konsument_innen von Computertechnologie geschaffen. Im Gegensatz zu den vorherrschenden Erzählungen über geniale Erfinder, tüchtige Unternehmer und Visionäre der Computerkultur im Silicon Valley nimmt Sophie Ehrmanntraut auch jenen Teil der amerikanischen Gesellschaft in den Blick, der Computer bis dahin nur aus den Nachrichten oder Science-Fiction-Romanen kannte.
Die KIT-Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist eine der modernsten Bibliotheken Deutschlands. Seit über 30 Jahren gehört sie zu den Vorreitern im Bereich der innovativen Informationsdienste und sichert sich im alljährlichen Bibliotheksranking Bibliotheksindex BIX regelmäßig einen der Spitzenplätze. Heute ist sie für das KIT und die Region Karlsruhe ein leistungsstarkes Servicezentrum für Informations- und Kommunikationsmedien, das seinen Nutzern rund um die Uhr zur Verfügung steht.
Mit dem Aufkommen der Wissensgesellschaft wird Information zum Wirtschaftsgut. Digitale Wirtschaftsgüter - Content wie Software - werden entweder selbst vermarktet (z.B. bei kommerziellen Informationsdiensten) oder dienen als Lockangebote für Werbung (z.B. bei Suchmaschinen mit sponsored links). Aufgrund der Besonderheiten des vertriebenen Produkts unterscheiden sich die Wettbewerbsstrategien von Informationsanbietern von denen nicht-digitaler Güter. Zu beachten ist zudem der illegale Informationsmarkt (Schwarzkopien).
Die achte Auflage des Handbuchs über Recherchetechniken und -methoden kommt in einer durchgängig überarbeiteten und aktualisierten Fassung auf den Markt. Sie beschreibt den Umgang mit verschiedenen Informationsbesitzern, stellt Taktiken bei der Gesprächsführung dar, erklärt die vielfältigen Möglichkeiten investigativer Online-Recherche - auch mit Hilfe von "Social Media" und im sogenannten "DeepWeb".Weiter stellen die Autoren erfolgreiche Vorgehensweisen und Methoden bei unterschiedliche Rechercheansätzen vor. Diese reichen von der Beleuchtungeines öffentlichen Konfliktes über das Aufdecken von Skandalen bis zur verdeckten Recherche in einem gefährlichen Umfeld.
Semantic Web ist Vision, Konzept und Programm für die nächste Generation des Internets. Semantik ist dabei ein wesentliches Element zur Transformation von Information in Wissen. Sie ermöglicht eine effizientere Maschine-Maschine-Kommunikation und verbessert durch Modellierung das Management von Geschäftsprozessen, Wissen und innerbetrieblicher Kooperation. Der Band richtet sich gleichermaßen an ein praxisorientiertes und wissenschaftliches Publikum, das mehr als den technischen Zugang zum Thema sucht. Eine Fülle von Anwendungsbeispielen offenbart den praktischen Nutzen, in denen semantische Technologien zum Einsatz kommen.
Alternative Fakten? Wie konnte es passieren, dass Gerücht, Lüge, Fakt und Wahrheit ununterscheidbar wurden? Robert Feustel untersucht die Wissensgeschichte von der Industrialisierung bis zur Digitalisierung und zeigt, wie im sogenannten Informationszeitalter eben jene "Information" zum Heiligen Geist mutierte und den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge einebnet: Hauptsache sie zirkulieren möglichst reibungslos und in Echtzeit. Schließlich gerät auch das Bild des Menschen in den Sog der Digitalisierung. Was unterscheidet das menschliche Denken vom prozessierenden Computer?