Apolut Mirror (Medienpräsenz)

„Der Krieg ist das Hauptwerkzeug der westlichen Politik“

Fulvio Grimaldi, geboren 1934, studierte Germanistik in Köln. Zu seinen Lehrkräften gehörte auch Thomas Mann! Anders als Mann entschied sich Grimaldi, als Journalist, Reporter und vor allem Kriegsberichterstatter zu arbeiten. Fakten von der Front.

Er war als Zeuge mit Presseausweis an allen Brennpunkten der letzten Jahrzehnte. 1968 in Vietnam bei der Tet-Offensive, beim „Schwarzen September 1970“ in Jordanien, beim „bloody sunday“ 1972 in Irland, 1999 beim Jugoslawienkrieg, an dem sich auch die Bundesrepublik Deutschland beteiligt hatte. Grimaldi war im Irak während des Embargos und nach dem Krieg, er bereiste immer wieder Palästina und Gaza, Mittel- und Südamerika, Libyen und auch Syrien. Fulvio Grimaldi hasst den Krieg und gehört aus Überzeugung zu den bekanntesten Persönlichkeiten der italienischen Friedensbewegung.

Fulvio Grimaldi spricht vier Sprachen und spielt in derselben Liga wie Seymour Hersh. Im Gespräch mit KenFM beschreibt er, wie sich der Journalismus seit Vietnam verändert hat. Mit dem Netz sind die Möglichkeiten, an authentische Informationen zu kommen, zwar deutlich gewachsen, nur lebt ein Reporter auch davon, seine recherchierten Berichte an die großen Massenmedien zu verkaufen.

Und hier sitzen die Gate-Keeper der CIA. Fulvio Grimaldi spricht von drei Knöpfen, die er so z. B. bei CNN während des Golfkrieges 2003 erlebt hat. GRÜN steht für „der Bericht kann veröffentlicht werden“, bei GELB muss der Redakteur Teile der Fakten zensieren und ROT bedeutet "wird auf gar keinen Fall veröffentlicht".

Die Zeiten, so Grimaldi, in denen in den westlichen Massenmedien der jeweilige Chefredakteur das letzte Wort hatte, sind lange vorbei. Immer, wenn es um Kriegsberichterstattung geht, die US-amerikanische Einsätze und die ihrer NATO-Partner betrifft, sitzt die CIA mit am Tisch und hat das letzte Wort. Pressefreiheit? Nur noch, wenn die Dienste pennen.

Fulvio Grimaldi ist mehr als ein Reporter. Er ist ein auch Poet, der mit Sprache das vermitteln kann, um was es in seinem Beruf immer auch gehen sollte. Die Würde der Menschen auch dann noch zu verteidigen, wenn Zivilisten zwischen die Mühlsteine eines erbarmungslosen Wirtschaftssystems geraten sind und abwertend als Kollateralschaden bezeichnet werden. In diesem, unserem System ist der Krieg, Mord und Totschlag nicht die Ausnahme, sondern die Grundvoraussetzung, um die „Märkte“ zu besänftigen.

Fulvio Grimaldi zieht Bilanz. Er stand an X Fronten bis zu den Knöcheln in Blut. Sein Besuch bei KenFM ist auch ein Appell an uns. Hören wir auf wegzusehen. Nur wie umgehen mit diesen Informationen? Diese Frage muss jeder für sich selber entscheiden.

1:47:48

Originallink: https://tube.kenfm.de/w/1kf1XegHXZdon... Ziemlich beste Freunde. Das waren Deutschland und Russland in der langen Geschichte nur sehr selten. Leider. Schon seit Jahrhunderten versuchen mächtige geopolitische Akteure vorsätzlich einen Keil zwischen die beiden Nationen zu treiben – und sie geben dies auch offen zu. So ist von dem US-Amerikanischen Sicherheitsexperten George Friedman (Stratfor) folgendes Zitat aus dem Jahr 2015 überliefert: „Das primäre Interesse der Vereinigten Staaten durch das letzte Jahrhundert hindurch – also im Ersten, Zweiten und im Kalten Krieg – sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gewesen, denn vereinigt wären diese beiden die einzige Macht, die uns (die USA) bedrohen könnte (…)“. Sollte man sich angesichts einer solch dreisten Offenheit dieses Spiel auch weiterhin gefallen lassen? Im Moment scheint es, als würden die Dinge wie gehabt ihren Lauf nehmen. Die NATO-Übung „Defender 2020“, bei der knapp 40.000 amerikanische Soldaten nach Osteuropa verlegt werden, ist dabei nur der augenfälligste Ausdruck einer bedauernswerten Entwicklung. Dem Schriftsteller Wolfgang Bittner ist das ein Dorn im Auge. In seinem neuen Buch „Der neue West-Ost-Konflikt – Inszenierung einer Krise“ zeigt er auf, inwiefern sich der Westen – und damit auch Deutschland – auf Kriegskurs gegen Russland befindet und welche gefährlichen Konsequenzen dies für unser Land birgt. Bittner ist sich sicher: Gewinner würde es auf unserem Kontinent bei einer Fortführung und Ausweitung dieses Konfliktes keine geben. Nur in Übersee, dort wo sich ein taumelndes Imperium gegen den eigenen Untergang stemmt, wird man sich abermals die Hände reiben… Inhaltsübersicht: 0:00:59 Der neue (alte) Ost-West-Konflikt 0:25:25 Russophobie und mangelnde Selbstständigkeit in der deutschen Politik 0:46:25 Die deutsche Souveränität in der Geschichte 1:09:02 Westliche Doppelstandards 1:33:12 Zukunftsperspektiven des deutschsprachigen RaumsOriginallink: https://tube.kenfm.de/w/1kf1XegHXZdon... Ziemlich beste Freunde. Das waren Deutschland und Russland in der langen Geschichte nur sehr selten. Leider. Schon seit Jahrhunderten versuchen mächtige geopolitische Akteure vorsätzlich einen Keil zwischen die beiden Nationen zu treiben – und sie geben dies auch offen zu. So ist von dem US-Amerikanischen Sicherheitsexperten George Friedman (Stratfor) folgendes Zitat aus dem Jahr 2015 überliefert: „Das primäre Interesse der Vereinigten Staaten durch das letzte Jahrhundert hindurch – also im Ersten, Zweiten und im Kalten Krieg – sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gewesen, denn vereinigt wären diese beiden die einzige Macht, die uns (die USA) bedrohen könnte (…)“. Sollte man sich angesichts einer solch dreisten Offenheit dieses Spiel auch weiterhin gefallen lassen? Im Moment scheint es, als würden die Dinge wie gehabt ihren Lauf nehmen. Die NATO-Übung „Defender 2020“, bei der knapp 40.000 amerikanische Soldaten nach Osteuropa verlegt werden, ist dabei nur der augenfälligste Ausdruck einer bedauernswerten Entwicklung. Dem Schriftsteller Wolfgang Bittner ist das ein Dorn im Auge. In seinem neuen Buch „Der neue West-Ost-Konflikt – Inszenierung einer Krise“ zeigt er auf, inwiefern sich der Westen – und damit auch Deutschland – auf Kriegskurs gegen Russland befindet und welche gefährlichen Konsequenzen dies für unser Land birgt. Bittner ist sich sicher: Gewinner würde es auf unserem Kontinent bei einer Fortführung und Ausweitung dieses Konfliktes keine geben. Nur in Übersee, dort wo sich ein taumelndes Imperium gegen den eigenen Untergang stemmt, wird man sich abermals die Hände reiben… Inhaltsübersicht: 0:00:59 Der neue (alte) Ost-West-Konflikt 0:25:25 Russophobie und mangelnde Selbstständigkeit in der deutschen Politik 0:46:25 Die deutsche Souveränität in der Geschichte 1:09:02 Westliche Doppelstandards 1:33:12 Zukunftsperspektiven des deutschsprachigen RaumsOriginallink: https://tube.kenfm.de/w/1kf1XegHXZdon...

Ziemlich beste Freunde. Das waren Deutschland und Russland in der langen Geschichte nur sehr selten. Leider. Schon seit Jahrhunderten versuchen mächtige geopolitische Akteure vorsätzlich einen Keil zwischen die beiden Nationen zu treiben – und sie geben dies auch offen zu. So ist von dem US-Amerikanischen Sicherheitsexperten George Friedman (Stratfor) folgendes Zitat aus dem Jahr 2015 überliefert: „Das primäre Interesse der Vereinigten Staaten durch das letzte Jahrhundert hindurch – also im Ersten, Zweiten und im Kalten Krieg – sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gewesen, denn vereinigt wären diese beiden die einzige Macht, die uns (die USA) bedrohen könnte (…)“.

Sollte man sich angesichts einer solch dreisten Offenheit dieses Spiel auch weiterhin gefallen lassen? Im Moment scheint es, als würden die Dinge wie gehabt ihren Lauf nehmen. Die NATO-Übung „Defender 2020“, bei der knapp 40.000 amerikanische Soldaten nach Osteuropa verlegt werden, ist dabei nur der augenfälligste Ausdruck einer bedauernswerten Entwicklung.

Dem Schriftsteller Wolfgang Bittner ist das ein Dorn im Auge. In seinem neuen Buch „Der neue West-Ost-Konflikt – Inszenierung einer Krise“ zeigt er auf, inwiefern sich der Westen – und damit auch Deutschland – auf Kriegskurs gegen Russland befindet und welche gefährlichen Konsequenzen dies für unser Land birgt. Bittner ist sich sicher: Gewinner würde es auf unserem Kontinent bei einer Fortführung und Ausweitung dieses Konfliktes keine geben. Nur in Übersee, dort wo sich ein taumelndes Imperium gegen den eigenen Untergang stemmt, wird man sich abermals die Hände reiben…

Inhaltsübersicht:

0:00:59 Der neue (alte) Ost-West-Konflikt

0:25:25 Russophobie und mangelnde Selbstständigkeit in der deutschen Politik

0:46:25 Die deutsche Souveränität in der Geschichte

1:09:02 Westliche Doppelstandards

1:33:12 Zukunftsperspektiven des deutschsprachigen Raums

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Flo Osrainik ist 1976 in München geboren und aufgewachsen. Der Deutsch-Österreicher ist heute als freier Publizist tätig. Der ehemalige Rennfahrer und gelernte Banker studierte Wirtschaft und Journalismus und schreibt regelmäßig für diverse alternative Medien, wie u.a. RT Deutsch, Junge Welt, Telepolis, amerika21 und Hintergrund zu geo- und sozialpolitischen Themen. Er legt sich gerne mit der Gesellschaft an, „wenn sie Kriege befürworten, Armut duldet und Ungerechtigkeiten ignoriert“.

Das Vorstandsmitglied von acTVism Munich e.V. lebt und arbeitet in München und Istanbul. Er ist Geschäftsführer des Rubikon Verlags, in dem auch sein neuestes Buch "Lügen, Lügen, Lügen. Terror, Tyrannei und Weltenbrand als neue Normalität der Globalisten” im Juni 2023 erschienen ist.

Seine ersten Bücher waren Auftragsarbeiten, zum einen über die CSU und zum anderen über den FC Bayern München. Es folgte „Im Namen der Russen“ mit seinen gesammelten Artikeln zum 5. Jahrestag von RT Deutsch für diesen Sender. Dann folgten 2021 „Das Corona Dossier“ und ein Jahr später „Chronik einer Abrechnung“.

In seinem aktuellen Buch setzt er sich mit der Dominanz der USA der letzten drei Jahrzehnte auseinander. Er beginnt mit der Piraterie, den ersten Sozialrevolutionären. Beschäftigt sich mit der Strategie von Teilung und Fremdbeherrschung und dass die Menschen verstehen müssen, für ihre gemeinsamen Interessen zusammen einzustehen.

Er beschreibt seine Vorstellung von Demokratie und seinen Erfahrungen in der Freimaurerloge und skizziert seine Idee eines neuen Bildungssystems, in dem es um ein Miteinander und keine Gegeneinander geht.

Als kritischer Freigeist setzt sich Osrainik für eine alternative und bessere Gesellschaft ein.

Inhaltsübersicht:

  • 0:00:00 Vorstellung Flo Osrainik
  • 0:04:57 Erste Veröffentlichungen
  • 0:11:18 Neues Buch „Die neue Normalität der Globalisten“
  • 0:19:10 Dominanz der USA in den letzten 30 Jahren
  • 0:28:19 Der Weg zum gemeinsamen Handeln
  • 0:32:35 Demokratie als Tarnung
  • 0:39:29 Zustand der Gegenöffentlichkeit und Situation im Journalismus
  • 0:48:06 Freimaurerei während Corona
  • 0:53:20 Veränderung des Bildungssystems
  • 1:01:36 Wünsche von Flo Osrainik