Thomas Bernhard (1931–1989) war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker und Lyriker und zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Nachkriegszeit. Nach einer schwierigen Kindheit und Jugend sowie einer schweren Lungenerkrankung studierte er Schauspiel und Musik am Mozarteum in Salzburg und arbeitete zunächst als Journalist und freier Schriftsteller. Internationale Bekanntheit erlangte er durch Romane wie Frost, Verstörung, Korrektur, Beton, Holzfällen, Auslöschung und seine autobiografische fünfteilige Erinnerungsreihe. Ebenso erfolgreich waren seine Theaterstücke, darunter Der Ignorant und der Wahnsinnige, Die Jagdgesellschaft, Heldenplatz und Ritter, Dene, Voss. Charakteristisch für Bernhards Werk sind lange, rhythmisch komponierte Satzperioden, Monologe, Wiederholungen und eine kompromisslose Kritik an gesellschaftlicher Selbstzufriedenheit, Katholizismus, Bürokratie und dem österreichischen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Für sein literarisches Schaffen erhielt er zahlreiche bedeutende Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis (1970). Sein Werk gehört heute zum Kanon der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts.
Wikipedia (DE): Thomas Bernhard | Wikipedia (EN): Thomas Bernhard | Website (18.08.2026): thomasbernhard.at Internationale Thomas Bernhard Gesellschaft (ITBG)
