01.08.2026

Thomas Bernhard - Literat und Provokateur (Diskussion, ORF 2011)

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auf YouTube (01.08.2026) 1:21:12

Medienpräsenz
Videokanal
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Mit Ursula Pasterk (ehemalige Wiener Kulturstadträtin), Frank Hoffmann (Burgtheater-Schauspieler), Hans Haider (Kulturjournalist), Erika Schmied (ehemalige Freundin von Thomas Bernhard, Fotografin), Stephanie Mohr (Regisseurin), Alfred Pfabigan (Kulturphilosoph und Literaturkritiker) und Robert Schindel (Schriftsteller). ORF-Club2 Diskussion vom 9. Februar 2011 

Moderator: Michael Köhlmeier

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 21min 12s
Ereignisdatum
09.02.2011
Thematisierte Personen

Erstellt: 04.08.2026 - 05:26  |  Geändert: 04.08.2026 - 05:52

verwendet von

Thomas Bernhard (1931–1989) war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker und Lyriker und zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Nachkriegszeit. Nach einer schwierigen Kindheit und Jugend sowie einer schweren Lungenerkrankung studierte er Schauspiel und Musik am Mozarteum in Salzburg und arbeitete zunächst als Journalist und freier Schriftsteller. Internationale Bekanntheit erlangte er durch Romane wie Frost, Verstörung, Korrektur, Beton, Holzfällen, Auslöschung und seine autobiografische fünfteilige Erinnerungsreihe. Ebenso erfolgreich waren seine Theaterstücke, darunter Der Ignorant und der Wahnsinnige, Die Jagdgesellschaft, Heldenplatz und Ritter, Dene, Voss. Charakteristisch für Bernhards Werk sind lange, rhythmisch komponierte Satzperioden, Monologe, Wiederholungen und eine kompromisslose Kritik an gesellschaftlicher Selbstzufriedenheit, Katholizismus, Bürokratie und dem österreichischen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Für sein literarisches Schaffen erhielt er zahlreiche bedeutende Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis (1970). Sein Werk gehört heute zum Kanon der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts.

Wikipedia (DE): Thomas Bernhard  |  Wikipedia (EN): Thomas Bernhard  |  Website (18.08.2026): thomasbernhard.at Internationale Thomas Bernhard Gesellschaft (ITBG)

Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler unter den Jubelrufen der anwesenden Wiener auf dem Heldenplatz den »Anschluß« Österreichs an Deutschland. 50 Jahre später versammeln sich in einer Wohnung in der Nähe des Heldenplatzes die Familie Schuster und deren engste Freunde. Der Anlaß: das Begräbnis von Professor Josef Schuster. Für diesen philosophischen Kopf, von den Nazis verjagt, in den fünfziger Jahren auf Bitten des Wiener Bürgermeisters aus Oxford auf seinen Lehrstuhl zurückgekehrt, gab es keinen anderen Ausweg als den Selbstmord. Denn die Situation im gegenwärtigen Österreich sei »noch viel schlimmer als vor fünfzig Jahren«.