Kulturkritik und phänomenologische Perspektiven in Edmund Husserls Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie, und in Michel Henrys Die Barbarei. Der Begriff der Krise ist spätestens seit der Insolvenz der Investmentbank Lehmann Brothers im Jahr 2008 ein alltäglich gebrauchter Begriff in Politik, Medien und Alltag. Mehr und mehr entsteht auf politischer, ökonomischer, sozialer und individueller Ebene der Eindruck, es handele sich nicht nur um eine ökonomische Krise, sondern vielmehr um eine generelle Krise der Kultur. Dieser aktuellen und für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft einer globalisierenden Gesellschaft zentralen Frage widmet sich diese Arbeit.
Krise (Thema)
Am 18. Dezember 2011 fand im Haus der Kulturen der Welt in Berlin eine Veranstaltung mit dem Titel ANGRIFF AUF DIE DEMOKRATIE – EINE INTERVENTION statt. Bei dieser Intervention präsentierten zehn deutsche Intellektuelle Statements zur Gefährdung der Demokratie durch die sogenannte Eurorettung.
Für die Risiken von Großbanken, Versicherungen und Pensionsfonds, die mit ihren Spekulationen die schwerste Finanzkrise seit achtzig Jahren ausgelöst haben und sie weiterhin anheizen, darf der Staat gerade stehen. Trotzdem gelten Liberalisierung und Privatisierung nach wie vor als Heilsbringer der Wirtschaftspolitik, gerade so, als sei nichts passiert. Die Ergebnisse sind erschreckend: Anhaltende Massenarbeitslosigkeit, fortschreitender Sozialabbau, um sich greifende Prekarisierung. Demgegenüber bietet Heinz-J. Bontrup auf der Basis einer fundierten einzel- und gesamtwirtschaftlichen Analyse ein Konzept, das weit über die Krise hinausweist: Eine demokratisierte Wirtschaft, die den allgemeinen Wohlstand erhöht und nicht nur den Reichtum einer kleinen Schicht mehrt.
Europa heute: Massenerwerbslosigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, soziale Enteignung und der Abbau demokratischer Rechte prägen besonders die Länder der europäischen Peripherie. Die Europäische Union und die Euro-Zone drohen bereits an diesen Ungleichgewichten auseinanderzubrechen.
Am Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Menschheit mit der größten Herausforderung ihrer bisherigen Geschichte konfrontiert. Das gesamte Ökosystem, Grundlage der Humanzivilisation, bricht zusammen, enorme Risse entwickeln sich in der Biosphäre unseres Planeten.
Es geht um die Aktualität der Rätedemokratie, das Spannungsfeld zwischen popularen Bewegungen und Linksregierungen in Lateinamerika, die Erfahrungen der freien Software-Bewegung, die Krise des fossilistischen Energiemodells sowie um Transformationsstrategien. Die kapitalistische Welt befindet sich in einer Vielfachkrise.
Meldungen über eine Weltwirtschaftskrise beherrschen unsere Nachrichten. Die EU droht auseinanderzubrechen, fast vergessene Ressentiments zwischen Kulturen brechen wieder auf, wir kämpfen gegen Umweltzerstörung und die Überalterung unserer Gesellschaft. Wird die westliche Kultur untergehen wie andere Hochkulturen vor ihr?
Über den Arabischen Frühling, Occupy Wall Street und den Massenmord von Breivik. 2011 das Jahr des Arabischen Frühlings, der Occupy Wall Street-Bewegung, der Revolte in den Vorstädten Londons.
Donnerstag, 18.04.2013 um 20:15 Uhr
Paul Michel war Oktober 2012 mit einer Delegation des Sozialforums München in Athen, um sich an Ort und Stelle ein Bild von der sozialen Lage zu machen. Er hatte dabei Gelegenheit, ausführlich mit politisch aktiven Menschen aus dem Linksbündnis Syriza und sozialen Selbsthilfeinitiativen zu sprechen.
Plädoyer für einen gesunden Menschenverstand. Es herrscht Krieg. Rund um die Welt sterben Menschenmassen in militärischen und terroristischen Auseinandersetzungen. In vielen Ländern toben verheerende Bürgerkriege. Eine weltumspannende Kriminalität torpediert die legalen Systeme aus dem Untergrund. Gleichzeitig rütteln Staats- und Finanzkrisen an den Fundamenten der Gesellschaften und produzieren Leid und Verelendung. Es ist an der Zeit aufzubegehren. Diesem Impetus gehorchen die Bekenntnisse in Krieg der Scheinheiligkeit , die sich sich als Experiment verstehen, das Denken zu überdenken. Die grundsätzliche Haltung des Autors Thomas Druyen spiegelt sich in einem imposanten Satz von Gottfried Benn wieder: Ich bin kein gepflegtes Gehirn, das seine Produkte an gekachelte Molkereien abliefert.