Hanloser, Gerhard

Linker Antisemitismus? Hrsg. Gerhard Hanloser

»Linker Antisemitismus« lässt sich als Diagnose sowohl in Zeitungen und Zeitschriften der Linken selbst finden, aber auch in politik- wie geschichtswissenschaftlichen Schriften und Verfassungsschutzorganen. Er ist als Phänomen so wenig zu leugnen wie als begriffliches Konstrukt unbefriedigend. Bedroht vom Verdikt des »linken Antisemitismus« ist jeder, der den Kapitalismus »personalisiert«, ihn einer verkürzten Kritik aussetze und zu Verschwörungsdenken neige. Nicht zuletzt wird ein »linker Antisemitismus« in der Boykottkampagne gegen Israel (Boycott, Divestment and Sanctions - BDS) ausgemacht. Demnach würde diese Israelkritik eine versteckte Form des Hasses auf Jüdinnen und Juden darstellen.

ISBN 978-3-85476-691-9     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Corona und linke Kritik(un)fähigkeit. Kritisch-solidarische Perspektiven "von unten" gegen die Alternativlosigkeit "von oben". Hrsg. Gerhard Hanloser, Peter Nowak und Anne Seeck

Ist die gesellschaftliche Linke staatstreu geworden und reiht sich ein ins "Gemeinsam gegen Corona"? Das war eine der Leitfragen, welche die HerausgeberInnnen seit Dezember 2020 in einer Veranstaltungsreihe mit Gästen digital diskutiert haben. Der Band dokumentiert die Beiträge dieser Reihe, in denen ebenso Fragen des Umgangs mit Grundrechten gestellt werden wie den Auswirkungen von Klinikschließungen und der Situation im kaputtgesparten Gesundheitssystem nachgegangen wird, es geht um die Profiteure der Pandemie und den Siegszug der Digitalisierung sowie die unterschiedlichen Betroffenheiten marginalisierter Gruppen.

ISBN 978-3-945959-59-6     19,00 €  Portofrei     Bestellen

Die andere Querfront. Skizzen des antideutschen Betrugs. Von Gerhard Hanloser

"Weder taugen die Antideutschen als Kritikerinnen deutscher Verhältnisse, noch ist von ihnen irgendein kluger Gedanke zu erhaschen oder eine Theorie über die hiesigen oder gar internationalen Entwicklungen; schon gar nicht über den Antisemitismus, den sie laufend beschwören. Sie sind mittlerweile Bestandteil eines politische Lager übergreifenden, Bürger- wie Staatenkriege bejahenden Blocks, der jeglicher Emanzipation, jeglichem Aufbruch, ja selbst der Verhinderung des Schlimmsten, das heißt einer autoritär-rechten Formierung von Gesellschaft und Staat, entgegensteht." - Aus dem Vorwort

Aus antideutschen Linken wurden Flüchtlingsfeinde, Souveränisten oder Verteidiger der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung. In einer historischen Skizze soll dieser beispiellose Zerfall kritischen Denkens nachgezeichnet und aufgeklärt werden.

ISBN 978-3-89771-273-7     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Lektüre & Revolte. Der Textfundus der 68er-Fundamentalopposition. Von Gerhard Hanloser

Die wichtigsten Schriften und Proklamationen der "Neuen Linken" transportierten eine radikale Unversöhnlichkeit mit dem Bestehenden und entwarfen Utopien einer anderen, herrschaftsfreien Gesellschaft. Als 'Lesebewegung' verschlangen die 68er die Befreiungstheorien von Herbert Marcuse, Marx und Mao, Alexandra Kollontai, Wilhelm Reich und Frantz Fanon. Als Teil eines 'oppositionellen Theoriemilieus' rangen Rudi Dutschke, Hans Jürgen Krahl, Ulrike Meinhof, Reimut Reiche und Karl Heinz Roth um den richtigen begrifflichen Zugang zu Geschichte und Gegenwart der Gesellschaft, um sie radikal zu verändern. In Kommunen, mit Betriebsarbeit und "bewaffnetem Kampf" sollte dies als Fundamentalopposition bewerkstelligt werden.

ISBN 978-3-89771-246-1     9,80 €  Portofrei     Bestellen