Der Traum vom Jahre Null? Christian Adam lässt ihn platzen! Seine genau recherchierten Geschichten um Autoren, Bücher, Bestseller und Leser in der Nachkriegszeit führen uns die deutsch-deutsche Nachkriegsgesellschaft und ihren Umgang mit Erblast und Visionen so klar vor Augen wie selten zuvor.
Der Kampf um Bücher und Bewusstsein.
Christian Adam sondiert ein hart umstrittenes Terrain: den Buchmarkt der Nachkriegszeit in Ost und West.
Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, die Deutschen vernichtend geschlagen. In den Köpfen der Bevölkerung herrscht Orientierungslosigkeit - und die Besatz er in Ost und West erkennen schnell: mit Zeitungen und Büchern kann man das Bewusstsein der Bevölkerung wirksam beeinflussen. Schnell werden die Bibliotheken von der alten Naziliteratur befreit, Drucklizenzen vergeben und Strukturen neu aufgebaut. Man will den radikalen Neuanfang, träumt von der Stunde Null.
1945 (Thema)
Am Beispiel seines Vaters. Nach dem Tod eines linksliberalen Philosophieprofessors finden sich dessen Landser-Briefe aus der Kriegszeit. Sein Sohn begegnet darin einem Menschen, den er nicht kennt, der Schock ist groß.
Das Jahr 1945 war ein Jahr ohne Vergleich in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Es war das Jahr, in dem nicht nur der Zweite Weltkrieg und mit ihm das "Dritte Reich zu Ende ging, sondern in dem auch die Weichen für eine neue Ordnung der Welt gestellt wurden.
In jedem Leben gibt es eine Stunde Null: der totale Zusammenbruch und gleichzeitig ein Neuanfang. Drei Frauen aus drei Generationen, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben angelangt sind, die vor den Ruinen ihres Lebens stehen.
Zwölf Länder Europas nach dem Ende der NS-Gewaltherrschaft. Begleitband zur Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin. Am 8. Mai 1945 endete mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa.
Der Stempel "Secret" ausgebleicht, die eng beschriebenen. Schreibmaschinenseiten vergilbt, so lag sie jahrzehntelang unentdeckt im Nationalarchiv in Washington, D.C.: die Liste von rund 1500 Deutschen - Publizisten, Künstlern, Anwälten, Klerikern, Gewerkschaftern, Politikern - , die nach Einschätzung der Alliierten dafür infrage kamen, nach der Kapitulation am Wiederaufbau eines demokratischen Staates mitzuwirken.
Der Referent Prof. Dr. phil. Kurt Pätzold ist Historiker und Faschismusforscher. Er hat sich in seinen Publikationen besonders der Geschichte des deutschen Faschismus und den Entwicklungen im Bereich des Geschichtsrevisionismus gewidmet. In seiner wissenschaftlichen Arbeit geht er davon aus, dass eine nachhaltige und andauernde Auseinandersetzung mit der NS-Zeit vonnöten ist, um demokratisches Handeln zu ermöglichen und weiterzuentwickeln.
Stettin, Frühjahr 1945. Krieg und Euphorie, Liebe und Tod: Clara S. gehört zu den wenigen Frauen, die in der pommerschen Hauptstadt zurückgeblieben sind. Während die Rote Armee auf der anderen Oderseite steht, glaubt die Vierundzwanzigjährige endlich gefunden zu haben, was sie immer gesucht hat: das wahre, das "heroische" Leben und die große Liebe noch dazu. In ihrer Götterdämmerungs-Euphorie verfasst die junge BDM-Führerin ein einzigartiges Zeitdokument: ein Bündel Briefe, die überdauern, nachdem sie selbst Anfang Mai 1945 auf Rügen verschwindet. Rügen, Frühjahr 2015: Warum die Spuren einer verschollenen Tante suchen, deren Ende einen zum Blick in Abgründe zwingt, die eigentlich niemand mehr ausloten möchte?
70 Jahre Kriegsende. Über 5000 Familiennachlässe hat Walter Kempowski gesammelt und archiviert. Regisseur Walter Adler hat aus den unzähligen Briefen, Tagebüchern und Alltagsdokumenten eine lebendige und facettenreiche Erinnerung an das Jahr 1945 geschaffen:
Die Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die verdrängten Verbrechen am Ende des Krieges. Die Soldaten, die am Ende des Zweiten Weltkriegs Deutschland von der nationalsozialistischen Herrschaft befreiten, brachten für viele Frauen neues Leid.