Roth, Joseph

Vom Untergang der alten Welt. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs endete auch die alte Donaumonarchie. Diese Zäsur prägte das Werk von Joseph Roth. In den Verwirrungen und Enttäuschungen seiner Zeit war er selbst ein Zerrissener. → Deutschlandfunk 02.09.2019

„Böse, besoffen, aber gescheit“ Als Joseph Roth 1939 im Pariser Exil starb, hatte er einen weiten Weg hinter sich: Geboren 1894 im ostgalizischen Städtchen Brody, am äußersten Rand des Habsburgerreichs gelegen, brach er früh nach Westen auf, nach Wien, Berlin und Frankfurt. Als Starjournalist reiste er durch ganz Europa und schrieb stilistisch brillante Reportagen mit pointierten Analysen. Deutschlandfunk 04.07.2015

Joseph Roth auf Wikipedia

 

Die Rebellion. Von Joseph Roth

Der Roman von Joseph Roth (1894-1939) wurde erstmalig nach der Handschrift ediert, mit bislang unveröffentlichten Passagen.

Der österreichische Schriftsteller erzählt in diesem frühen Werk von 1924 die Geschichte des Kriegsinvaliden Andreas Pum. Er ist ein bescheidener und gottesfürchtiger Leierkastenspieler, der die Obrigkeit achtet und loyal alle Gesetze des Staates befolgt. Bei der Witwe Blumich scheint er sein kleines privates Glück zu finden. Doch dann gerät der naive Pum durch eine Reihe von Zufällen, aber auch durch eigene und fremde Schuld, in das unbarmherzige Räderwerk der bürgerlichen Gesellschaft. In einer großen Schlussrede vor einem imaginären Gericht wendet er sich ernüchtert von seinem Gott ab und schmäht ihn. Seine Rede ist zugleich eine umfassende Anklage der sozialen Zustände seiner Zeit.

ISBN 978-3-8353-3485-4     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Braver Junge – gefüllt mit Gift Schreiben, Ambivalenz, Politik und Geschlecht im Werk Joseph Roths. Von Sebastian Kiefer

Die 2. Auflage des Buches erfüllt mit den neu verfassten Wort-für-Wort-Lektüren ein Desiderat: Es bietet die erste, umfassende Darstellung des Sprachkünstlers Joseph Roth. Nur im Akt des Schreibens konnte Roth konstruktiv mit seinen heillosen inneren Ambivalenzen umgehen. Er spielte ironisch oder pathetisch, kindlich oder listig täuschend mit Klischees und Konventionen des Darstellens, Erzählens, Metaphorisierens, Idiomatisierens, der personalen und gegenständlichen Identität. Eine bemerkenswerte Ausnahme bilden Klischees der Geschlechter: Sie wandern nahezu ungefiltert in Roths Literatur. Alle religiösen, politischen, biographischen Positionsbestimmungen Roths waren dagegen stets (auch) Produkte bestimmter Schreibstrategien.

ISBN 978-3-476-05107-3     54,99 €  Portofrei     Bestellen

Hiob. Von Joseph Roth

Dramatische Saga einer ostjüdischen Familie und Joseph Roths berühmtester Roman, entstanden 1930.

Schon im Titel zitiert Joseph Roth sein dramatisches Thema an: die alttestamentarische Geschichte von Hiob, den von Gott geprüften Dulder. Im Roman ist es Mendel Singer, der in Ostgalizien ein bescheidenes Dasein als Lehrer fristet, bis ihn die Schicksalsschläge treffen: Der älteste Sohn muß und will zum russischen Militär, der zweite desertiert nach Amerika, die einzige Tochter läßt sich mit Kosaken ein und der jüngste Sohn scheint unheilbar behindert. Und dieser jüngste muß zurückgelassen werden, als die Eltern mit der Tochter nach Amerika fliehen, wo der emigrierte Sohn Sam ihnen ein behagliches Leben bereiten will.

Doch wieder schlägt der strafende Jehova zu. Beide Söhne fallen im I. Weltkrieg, die Mutter stirbt darüber und die Tochter endet im Wahnsinn. Als auch Mendel Singer zu verzweifeln droht und sich von Gott abwendet, geschieht das Wunder der Heilung: Aus dem behinderten Sohn ist ein begnadeter Komponist und Dirigent geworden, der nun seinen Vater zu sich nimmt.

ISBN 978-3-423-13020-2     9,90 €  Portofrei     Bestellen

Joseph Roth, Romane und Erzählungen. Von Joseph Roth

Joseph Roth (2.9.1894-27.5.1939) war einer der widersprüchlichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts: bekennender Ostjude mit Hang zum Katholizismus, Pazifist und Kriegsfreiwilliger, Sozialist und Anhänger der untergegangenen Monarchie der Habsburger. Seine Erzählungen und Romane sind meist angesiedelt in der vergangenen Welt der k. u. k. Monarchie mit ihrem Völker- und Sprachengemisch, ihren verschiedenen Traditionen und Temperamenten. Roth erzählt von den Schwachen und Hilflosen, vom Leben der Ostjuden, von Offiziers- und Beamtenfamilien.

ISBN 978-3-89555-704-0     12,95 €  Portofrei     Bestellen

Pariser Nächte. Feuilletons und Briefe. Von Joseph Roth

Seit 1925 wurde Paris zur wichtigsten Stadt in Joseph Roths Leben: Hier fand er zu seinem unverkennbaren Stil, hier verbrachte er, nachdem Frankreich für ihn zum Exilland geworden war, die letzten anderthalb Jahrzehnte seines kurzen Lebens, und hier wurde er am 30. Mai 1939 beigesetzt. Als er im Auftrag der "Frankfurter Zeitung" zum ersten Mal in die französische Hauptstadt kam, wirkte diese auf ihn wie eine Offenbarung.
Paris forderte ihn in seiner Modernität und überwältigenden Vielfalt heraus. Das unmittelbare Ergebnis war eine Reihe von Briefen und Feuilletons, mit denen sich Roth als ein radikaler Chronist der flirrenden Metropole erwies.

ISBN 978-3-406-72631-6     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Radetzkymarsch. Von Joseph Roth

Dieser Roman ist nicht nur "mein Lieblingsbuch. Es ist das schönste Buch der Welt. Das traurigste. Sentimentalste. Wundersamste. Es ist ein Wunder", so der Literaturkritiker Volker Weidermann in der F.A.Z. Werner Bellmann hat diesen wunderbaren Roman vom "Aufstieg und Niedergang einer altösterreichischen Familie durch drei Generationen", diese Liebeserklärung an die untergegangene KuK-Monarchie, in seiner dem Erstdruck von 1932 entsprechenden Gestalt wieder zugänglich gemacht und hilft dem Leser durch seinen Kommentar, historische Details und Hintergründe besser zu verstehen.

ISBN 978-3-15-011125-3     12,00 €  Portofrei     Bestellen