Die Rebellion

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1. Auflage 02.01.2020 , Deutsch

Ein Roman von Joseph Roth erstmalig nach der Handschrift ediert, mit bislang unveröffentlichten Passagen.

Der österreichische Schriftsteller Joseph Roth (1894-1939) erzählt in dem Roman "Die Rebellion", einem frühen Werk von 1924, die Geschichte des Kriegsinvaliden Andreas Pum. Er ist ein bescheidener und gottesfürchtiger Leierkastenspieler, der die Obrigkeit achtet und loyal alle Gesetze des Staates befolgt. Bei der Witwe Blumich scheint er sein kleines privates Glück zu finden. Doch dann gerät der naive Pum durch eine Reihe von Zufällen, aber auch durch eigene und fremde Schuld, in das unbarmherzige Räderwerk der bürgerlichen Gesellschaft. In einer großen Schlussrede vor einem imaginären Gericht wendet er sich ernüchtert von seinem Gott ab und schmäht ihn.

ISBN 978-3-8353-3690-2 1. Auflage 02.01.2020 26,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Seine Rede ist zugleich eine umfassende Anklage der sozialen Zustände seiner Zeit.
Grundlage der Edition mit bislang unveröffentlichten Passagen ist das handschriftliche Manuskript Roths aus dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Ergänzt wird der Roman durch Roths Feuilletons zu ähnlichen Themen, mit ausführlichem Nachwort und einem Verzeichnis aller Textvarianten.

Mehr Infos

Kapitel 1 des RomansProjekt Gutenberg

Der Roman auf Wikipedia

Der obrigkeitshörige Kriegsversehrte Andreas Pum gerät in die Mühlen der Justiz und wird kriminalisiert. Joseph Roths Roman „Die Rebellion“ hat auch fast 100 Jahre nach seinem Erscheinen nichts von seiner bestürzenden Wirkung verloren. → Stuttgarter Nachrichten 16.08.2019

Pressestimmen

»ein großes Stück Literatur mit zeitloser Aussagekraft (...). Unbedingt lesenswert!« (Hans Jörg Wangner, Stuttgarter Zeitung, 16.08.2019)

»Ein großes und bewegendes Leseerlebnis, das der Jahrhundert-Romancier Joseph Roth uns mit „Die Rebellion“ schenkt.« Wilhelm v. Sternburg, Frankfurter Rundschau, 07.09.2019 

»ab sofort die maßgebliche Ausgabe« Michael Bienert, Literaturblatt für Baden-Württemberg, Sept./Okt. 2019

Autoreninfo

Joseph Roth (1894–1939) war ein österreichischer Schriftsteller und Journalist jüdischer Herkunft und zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts. Er wurde in Brody in Galizien, damals Teil Österreich-Ungarns (heute Ukraine), geboren und studierte Germanistik sowie Philosophie in Lemberg und Wien. Während des Ersten Weltkriegs diente er in der österreichisch-ungarischen Armee. Nach Kriegsende begann er eine erfolgreiche journalistische Laufbahn und schrieb unter anderem für die Frankfurter Zeitung, deren Korrespondent er in Berlin, Wien, Paris und anderen europäischen Städten war. Seine Reportagen zeichnen sich durch präzise Beobachtung, sprachliche Eleganz und ein besonderes Gespür für gesellschaftliche Veränderungen aus.

Parallel entstand ein umfangreiches literarisches Werk. Zu seinen bekanntesten Romanen gehören Hiob (1930), die Geschichte eines frommen jüdischen Lehrers aus Osteuropa, Radetzkymarsch (1932), ein vielschichtiges Panorama des Niedergangs der Habsburgermonarchie, sowie Die Kapuzinergruft (1938) und die postum erschienene Novelle Die Legende vom heiligen Trinker (1939). Wiederkehrende Themen seines Schaffens sind Heimatverlust, Exil, Identität, Religion, die Auflösung traditioneller Ordnungen sowie die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche Europas.

Bereits früh warnte Roth vor dem Nationalsozialismus. Unmittelbar nach der Machtübernahme Hitlers verließ er 1933 Deutschland und lebte überwiegend im Exil, vor allem in Paris, wo er unter schwierigen finanziellen Bedingungen weiter publizierte. Seine zunehmenden gesundheitlichen Probleme und seine Alkoholabhängigkeit überschatteten die letzten Lebensjahre. Joseph Roth starb 1939 im Alter von 44 Jahren in Paris. Seine Werke werden bis heute weltweit gelesen, vielfach übersetzt und gelten als bedeutende literarische Zeugnisse Mitteleuropas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Wikipedia (DE): Joseph Roth | Wikipedia (EN): Joseph Roth

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Erstellt: 03.09.2019 - 07:21  |  Geändert: 26.06.2026 - 06:06