Druschba FM (Medienpräsenz)

50:28

Sergey Filbert im Gespräch mit Dr. Rainer Rothfuß, Bundestagsabgeordneter, Friedensaktivist und Mitinitiator der Friedensfahrten nach Russland. Es geht u.a. um die bevorstehende Friedenskundgebung am 25. April 2026 in Torgau an der Elbe, um den Ukrainekrieg, die geopolitischen Auswirkungen des Irankrieges und um die verheerende Politik Deutschlands gegen Russland. 

11:23

Zeitmarken

 

1. Geopolitische Lage: "Der dritte Weltkrieg"

  • Offene Gegenoffensive des Westens: Karaganow behauptet, der Westen versuche mit militärischen Mitteln seine 500-jährige Dominanz wiederherzustellen, nachdem wirtschaftliche Versuche gescheitert seien [00:33].
  • Ausweitung der Konflikte: Der Krieg in der Ukraine sei erst der Anfang gewesen. Er sieht eine Ausweitung auf den Nahen Osten (Destabilisierung zum Nachteil Chinas) sowie Spannungen in Nordasien und der Region Indien/Pakistan [02:20], [03:12].
  • Maritime Unsicherheit: Seewege seien durch neue Raketen- und Drohnentechnologien sowie eine Rückkehr zur "staatlich gestützten Piraterie" (insbesondere durch Großbritannien) gefährdet [03:41], [04:08].

2. Strategische Neuausrichtung Russlands

  • Abkehr von Europa: Europa wird als Ursprung globaler Konflikte und als "zerfallend" beschrieben [02:09], [10:43]. Russland müsse seinen Entwicklungsschwerpunkt endgültig nach Eurasien verlagern.
  • Groß-Eurasien: Ziel sei ein neues Sicherheits- und Wirtschaftssystem unter Einbeziehung asiatischer Staaten, Afrikas und langfristig auch Teilen Süd- und Mitteleuropas [09:47].

3. Neue Logistikarchitektur

  • Nord-Süd-Korridor: Da maritime Routen unsicher werden, gewinnt die Nord-Süd-Achse (über den Iran bis nach Indien) massiv an Bedeutung [05:34], [06:57].
  • Nördlicher Seeweg: Unter der Führung von Rosatom soll die Arktis-Route ausgebaut und mit den südlichen Korridoren sowie China verknüpft werden [06:22].
  • Binnenwasserwege: Karaganow fordert die Wiederbelebung des Güterverkehrs auf großen russischen Flüssen wie Jenissei, Lena und Ob-Irtysch, die seit den 1990er Jahren vernachlässigt wurden [07:08], [07:31].

4. Politische Positionierung

  • Solidarität mit dem Iran: Karaganow spricht dem Vertreter eines nicht namentlich genannten, aber als "eurasisches Zentrum" bezeichneten Landes (implizit Iran) Mitgefühl für Verluste durch "Aggression der USA und Israels" aus [08:54].
  • Zukunft Europas: Er prognostiziert den "protestantischen Ländern Nordwesteuropas" eine Phase der permanenten "Verrottung" ohne Rückkehr zur früheren Stärke [10:27].

Das Video bietet somit einen tiefen Einblick in die aktuelle russische Staatsdoktrin, die auf eine vollständige Abkehr vom Westen und eine Integration in den eurasischen Raum setzt.

6:56

Zeitmarken

 

Völkerrecht & Diplomatie

  • Verteidigung des Völkerrechts: Lawrow betont, dass Russland nicht primär den Iran verteidige, sondern das Völkerrecht. Er kritisiert, dass der US-Präsident erklärt habe, ihm sei das Völkerrecht nicht wichtig [00:25](https://www.google.com/search?q=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3D8lTsJ3Dpbnw%26t%3D25).
  • Strategische Partnerschaft: Der Iran wird als strategischer Partner Russlands bezeichnet, mit dem ein entsprechender zwischenstaatlicher Vertrag besteht [00:14]
  • Kritik an US-Verhandlungsführung: Lawrow hinterfragt die Glaubwürdigkeit der USA, da Angriffe auf den Iran während laufender diplomatischer Verhandlungen begannen [01:53]
  • Zynismus-Vorwurf: Er bezeichnet es als Zynismus, dass US-Regierungsmitglieder stolz über die Tötung der iranischen Führung sprechen [02:14]

Militärische Unterstützung & Geheimdienste

  • Militärische Zusammenarbeit: Russland bestätigt ein Abkommen über militärisch-technische Zusammenarbeit und die Lieferung bestimmter militärischer Produkte an den Iran [04:51]
  • Geheimdienstinformationen: Den Vorwürfen, Russland liefere Koordinaten von US-Stützpunkten, widerspricht Lawrow mit dem Argument, dass diese Standorte ohnehin öffentlich bekannt seien [05:09]

Regionale Auswirkungen & Stützpunkte

  • Ursache der Eskalation: Die Hauptursache des Konflikts liegt laut Lawrow in der „unprovozierten Aggression“ der USA und Israels [03:30]
  • Rolle der arabischen Staaten: Staaten des Golfkooperationsrates hätten versucht, die USA vom Krieg abzuhalten und ihren Luftraum für Angriffe gesperrt [05:30]
  • Nutzung der US-Stützpunkte: Trotz der Verweigerung der Anrainerstaaten seien die Stützpunkte für die Erfassung und Weiterleitung von Geheimdienst- und Satellitendaten genutzt worden [06:06]
  • Evakuierung: Die USA hätten ihre Soldaten bereits in großer Zahl von diesen Stützpunkten evakuiert, was zeige, dass sie mit den folgenden Gegenangriffen gerechnet hätten [06:31]

1:07:23

Zeitmarken

1. Die Situation im Iran und die Rolle der USA

  • Kriegsverlauf: Die Gesprächspartner diskutieren das Szenario eines bereits einen Monat andauernden Konflikts zwischen den USA/Israel und dem Iran. Sie konstatieren, dass die ursprüngliche Planung eines "24-Stunden-Krieges" gescheitert sei [02:15].
  • Petrodollar: Ein zentrales Argument ist, dass die USA den Iran angreifen müssten, um die Vorherrschaft des Petrodollars zu retten. Ein Scheitern im Iran würde den Zusammenbruch dieses Systems beschleunigen [05:40, 06:41].
  • Militärische Lage: Es wird behauptet, dass US-Stützpunkte und israelische Anlagen massiven Schaden durch iranische Raketen und Drohnen erlitten haben, während die westliche Rhetorik versucht, dies zu kaschieren [10:42, 12:35].

2. Geopolitische Verschiebungen

  • Verlagerung des Fokus: Das Interesse der USA verschiebe sich zunehmend von der Ukraine weg hin zum Iran, da dort die strategische Entscheidung über die künftige Weltordnung (monopolar vs. multipolar) falle [03:45].
  • Abkehr der Verbündeten: Es wird thematisiert, dass weder die EU noch arabische Staaten die USA in diesem Konflikt uneingeschränkt unterstützen. Indien wird als Beispiel für ein Land genannt, das sich durch Ölgeschäfte mit Russland weiter vom Dollar entfernt [07:18, 19:52].

3. Ukraine und NATO

  • Drohnenangriffe auf Russland: Das Video thematisiert Angriffe auf russische Raffinerien (z.B. bei Leningrad). Es wird spekuliert, dass ukrainische Drohnen dabei NATO-Luftraum (Baltikum) genutzt haben könnten, um die russische Luftabwehr zu umgehen [34:26, 35:46].
  • Interne Spannungen: Es wird über Streitigkeiten zwischen der US-Regierung und Selenskyj berichtet, insbesondere darüber, wer für Gebietsverluste oder strategische Fehler verantwortlich sei [27:43].

4. Lage in Deutschland

  • Energie und Wirtschaft: Die Teilnehmer kritisieren die deutsche Energiepolitik. Ein Verzicht auf russisches Gas führe zur Deindustrialisierung. Die Hoffnung auf US-Flüssiggas (LNG) habe sich durch die Instabilität im Nahen Osten als riskant erwiesen [37:42, 43:02].
  • Kritik an der Elite: Der deutschen Regierung wird vorgeworfen, eher als "Verwalter" US-amerikanischer Interessen zu agieren statt im Sinne der eigenen Bevölkerung zu handeln [40:08, 47:56].

Fazit des Gesprächs: Die Teilnehmer sehen den Westen und insbesondere die USA in einer Phase des Niedergangs. Der Konflikt im Iran wird als verzweifelter Versuch gewertet, die globale Vormachtstellung zu halten, was jedoch eher zu einer Beschleunigung der multipolaren Weltordnung führe.

57:24

In diesem ausführlichen Interview spricht der ehemalige Formel-1-Manager und Autor Kolja Spöri über seine Erfahrungen in Russland, dem Donbass und seine Sicht auf die globalen Machtstrukturen. Das Gespräch beleuchtet die historische Verbindung zwischen Deutschen und Russen sowie die aktuellen politischen Spannungen.

Zeitmarken

Persönlicher Hintergrund & Friedensfahrten

  • [02:16]Ursprung der Druschba-Friedensfahrt: Rückblick auf die erste gemeinsame Fahrt im Jahr 2016 und Spöris Motivation, daran teilzunehmen.
  • [03:53]Ziele der Bewegung: Das Setzen eines Signals gegen die Verschlechterung der Beziehungen zwischen der EU und Russland.
  • [07:33]Graswurzelbewegungen vs. Eliten: Spöris Definition von "Eliten" und seine Skepsis gegenüber institutionalisierter Macht.

Erfahrungen in Russland & Donbass

  • [06:40]Erste Reise in den Donbass 2015: Spöri berichtet von seinen Eindrücken vor Ort und dem Bruch des Minsk-II-Abkommens durch westliche Artillerieangriffe.
  • [13:25]Russland als Lieblingsreiseland: Seine ersten Besuche in den 90er Jahren und die Entwicklung des Landes unter Putin.
  • [23:20]Wahrnehmung der Bevölkerung im Donbass: Beschreibung der Menschen vor Ort als spirituell und wenig aufgehetzt im Vergleich zur Westukraine.

Geopolitische Analyse & Ukraine-Konflikt

  • [16:33]Kritik an der Kriegsführung: Spöri äußert Unbehagen über die Eskalation seit 2022 und die Gefahr eines direkten Krieges zwischen der EU und Russland.
  • [17:32]Provokationen des Westens: Diskussion über den Putsch 2014 und die Rolle der NATO-Osterweiterung.
  • [28:39]Kritik an deutschen Politikern: Spöri bezeichnet deutsche Spitzenpolitiker als "Vasallen" und kritisiert die einseitige Feindbildproduktion.
  • [35:16]Deutschland als "Ostvolk": Die These, dass Deutsche kulturell und mental den Russen näherstehen als dem angelsächsischen Westen.

Medienkritik & Gesellschaft

  • [41:26]Zensur im Mainstream: Spöri berichtet von seinen Erfahrungen mit dem "Wegschneiden" unliebsamer Meinungen in bekannten Talkshows wie bei Stefan Raab.
  • [46:12]Zerstörung des Mittelstands: Kritik an der aktuellen deutschen Wirtschaftspolitik und der Belastung der Leistungsträger.
  • [48:42]Umgang mit dem System: Ratschläge zur "Nichtteilnahme" an destruktiven Systemen und die Bedeutung von alternativen Informationsquellen.

52:46

Dr. Werner Rügemer ist Philosoph, Journalist und freier Autor. Sein aktuelles Buch „Verhängnisvolle Freundschaft“ (Geschichte der Schädigung Europas durch die USA seit dem 1. Weltkrieg) ist mittlerweile weltweit in mehreren Sprachen verbreitet.

In seinem Vortrag soll es vor allem um geopolitische Hintergründe der US-Politik und Hintermänner von Donald Trump gehen. Die Bandbreite von aktuellen Themen reicht hierbei von der militärischen Aggression gegen Venezuela bis hin zur Rolle des Blackrock-Bundeskanzlers Friedrich Merz.

11:19

Übersetzung eines Videos von Diana Pantschenko.
Sie ist eine der bekanntesten kritischen Journalistinnen aus der Ukraine. Sie wird für ihre mutige Berichterstattung von der ukrainischen Regierung verfolgt. YouTube Kanal von Diana Pantschenko mit über 2 Millionen Abonnenten wurde gelöscht 

56:05

Wir haben für euch ein Video von Diana Pantschenko übersetzt.
Sie ist eine der bekanntesten kritischen Journalistinnen aus der Ukraine. Sie wird für ihre mutige Berichterstattung von der ukrainischen Regierung verfolgt. YouTube Kanal von Diana Pantschenko mit über 2 Millionen Abonnenten wurde gelöscht und wahrscheinlich hat sie jetzt technische Probleme in ihre Videos.  Wir bitten um Verständnis.