KontextTV (Medienpräsenz)

51:03

Mit: Fabian Scheidler, Autor ("Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation", "Chaos. Das neue Zeitalter der Revolutionen" (www.revolutionen.org)) und Harald Schumann, Journalist beim Tagesspiegel und bei "Investigate Europe", Buchautor ("Die Globaliserungsfalle", "Der globale Countdown"), Autor der Arte-Filme "Staatsgeheimnis Bankenrettung", "Troika: Macht ohne Kontrolle" und "Das Microsoft-Dilemma".
Fabian Scheidler und Harald Schumann diskutieren über die globalen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft: die Krise des Lebens auf der Erde, die zunehmende Spaltung zwischen Arm und Reich und das geopolitische Chaos, das mit dem Niedergang der US-Hegemonie und dem Aufstieg Chinas verbunden ist.
Welche Perspektiven gibt es für den Aufbau zukunftsfähiger Ökonomien und Gesellschaften im sich zuspitzenden globalen Chaos?  Eine besondere Rolle spielt dabei das, was Fabian Scheidler "Tributökonomie" nennt: Reichtum und Privilegien werden zunehmend nicht durch Markterfolge gesichert, sondern durch staatliche Subventionen, etwa im Bankensektor (Bankenrettungen) oder in der Auto- und Flugzeugbranche. Die ökologisch destruktivsten Branchen werden mit Billionen von Dollar und Euro gefördert. Hinzu kommen leistungslose Einkommen aus Eigentumsrechten, etwa im Immobiliensektor, aber auch im Bereich geistiger Eigentumsrechte, wie etwa Software. Eine Durchbrechung der Tributökonomie und der Verquickung von Staat und Großkapital erweist sich daher als eine entscheidende Voraussetzung für eine sozial-ökologische Transformation.
Themen:
1. Chaos in der Biosphäre (Größtes Artensterben seit 65 Millionen Jahren, Klimachaos, Süßwasserkrise u.a.)
2. Chaos in der Weltwirtschaft (soziale Spaltung, Neoliberalismus, "Tributökonomie", Eigentumsverhältnisse, politische Krisen)
3. Geopolitisches Chaos: Zerfall der US-Hegemomie und Austieg Chinas, Kriegsgefahren (Nordkorea, Iran, China, Russland)
4. Rolle der Medien in der Transformation

52:43

Vollständige Sendung unter: https://www.kontext-tv.de/de/sendungen/chaos-ein-neues-zeitalter-der-revolutionen
Mit Fabian Scheidler, Autor, Dramaturg und Mitbegründer von Kontext TV,  Autor von "Chaos. Der neue Zeitalter der Revolutionen" und "Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation".
Fabian Scheidler thematisiert in seinem neuen Buch die großen Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft: die Krise des Lebens auf der Erde, die extreme Spaltung zwischen Arm und Reich und das System der „globalen Apartheid“, das die kleiner werdenden Wohlstandsinseln zu militarisierten Festungen ausbaut. Vor diesem Hintergrund fragt David Goeßmann den Autor nach Perspektiven für eine tiefgreifende gesellschaftliche Transformation in Zeiten verschärfter Krisen.
Die Sendung gliedert sich in drei Teile:
1. „Der Kapitalismus siegt sich zu Tode“: Wie radikale Ungleichheit und Klimachaos an die Grenzen der globalen Megamaschine führen 
2. Der große Umbau: Warum eine zukunftsfähige Wirtschaft nicht ohne eine Veränderung der Eigentumsverhältnisse auskommt
3. Chinas Aufstieg: Über Chancen und Risiken des geopolitischen Umbruchs

55:03

Milo Rau, Autor, Theater- und Filmregisseur ("Das Kongo-Tribunal", "General Assembly" u.a.), Intendant des  Nationaltheaters Gent, diskutiert im Berliner Literaturhaus mit Fabian Scheidler über dessen Buch "Chaos. Das neue Zeitalter der Revolutionen": Welche neuen Institutionen brauchen wir, um angesichts von extremer sozialer Spaltung, Klimachaos und den größten Fluchtbewegungen seit 1945 angemessene Antworten auf die Zukunft zu finden? Wie können wir in einer "scheiternden Zivilisation" neue politische, jurstische und ökonomische Strukturen aufbauen, die die zusammenbrechenden alten ersetzen? Wie können wir auf Brüche wie einen weiteren Finanzcrash vorbereitet sein?
Aufzeichnung vom 6. Februar 2018.
Moderation: Sonja Longolius, Leiterin des Literaturhauses Berlin
Mehr Informationen unter www.megamaschine.org 

3:18

Der Kampf um globale Gerechtigkeit. Gespräche mit: Noam Chomsky, Vandana Shiva, Immanuel Wallerstein, Yanis Varoufakis, Ulrike Herrmann, Harald Schumann, Wangui Mbatia, Amy Goodman, Jeremy Scahill, Stefan Rahmstorf, George Monbiot, Maude Barlow, Alyn Ware, Srećko Horvat, Aminata Traoré, Alberto Acosta, Alice Bows-Larkin, Kevin Anderson, Pat Mooney, Ugo Bardi, Yayi Bayam Diouf, Gilbert Achcar, Phyllis Bennis, Michael Albert, Silvia Federici, Richard D. Wolff, Chris Hedges www.kontext-tv.de/de/der-kampf-um-globale-gerechtigkeit | mediashop.at/buecher/der-kampf-um-globale-gerechtigkeit/ Angesichts von Klimakrise, Ressourcenraubbau, Kriegen und einer sich vertiefenden Spaltung zwischen Arm und Reich verlangen immer mehr Menschen einen grundlegenden Kurswechsel der Politik. 

Mit dem unabhängigen Internet-Sender Kontext TV haben die Journalisten David Goeßmann und Fabian Scheidler seit zehn Jahren den Kampf um globale Gerechtigkeit begleitet. Sie sprachen mit Wissenschaftlerinnen, Journalisten und Aktivistinnen aus aller Welt über die Ursachen der heutigen Krisen und über Alternativen. Das Buch versammelt nun erstmals eine Auswahl dieser Stimmen aus vierzehn Ländern von sechs Kontinenten. Ein Wissensschatz und eine Inspiration für alle, die sich für eine gerechte und friedliche Zukunft einsetzen.

1:02:16

Mit Naomi Klein: kanadische Journalistin, Bestseller-Buchautorin und Aktivistin, Korrespondentin des US-Nachrichtenmagazins "The Nation". Ihr neues Buch ist vor Kurzem auf Deutsch erschienen: "Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima". Bekannt wurde Naomi Klein durch Bücher wie "No Logo" und "Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus".

Die kanadische Buchautorin Naomi Klein argumentiert in ihrer "Democracy Lecture 2015" in Berlin (veranstaltet von den "Blättern für deutsche und internationale Politik"), dass sich Klima und Kapitalismus auf Crashkurs befinden. Es sei "bad timing" gewesen, dass die Klimaerwärmung genau zu dem Zeitpunkt als gesellschaftliches Problem erkannt worden sei, als sich ein neoliberaler Kapitalismus in Form von freien Märkten und Deregulierung durchsetzen konnte. Seit den 1990er Jahren stiegen die Treibhausgase wegen fehlender, ineffektiver oder zu lascher Regulierungen global weiter an. Nun reichten Reformen nicht mehr, man komme an radikalen Lösungen nicht mehr vorbei, um katastrophalen Klimawandel zu verhindern. Doch Klein bleibt optimistisch. Es gäbe die Chance, das Ruder rumzureißen. Deutschland sei dafür zwar in gewisser Weise Vorbild, aber die Regierung in Berlin habe in den letzten Jahren der Kohlelobby zu sehr nachgegeben und sei auf einem falschen Kurs. Die Klima- und Energieaktivisten Tadzio Müller und Luise Neumann-Cosel fordern daher, gegen die Kohleindustrie und die großen Energiekonzerne in Deutschland mobil zu machen.

29:24

Die EU sei im Korsett neoliberaler Verträge gefangen, die systematisch Konzerninteressen Vorrang vor sozialen Standards, Menschenrechten und Umweltschutz geben, so Lisa Mittendrein. Da die Verträge nur einstimmig geändert werden können, sei eine sozial-ökologische Reform der Union faktisch unmöglich. Auf der anderen Seite biete ein Ausstieg aus EU und Euro in den meisten Fällen keine Lösung, weil er mit erheblichen Risiken verbunden ist. Um diesem Dilemma zu entrinnen, brauche es neue Ansätze. Mit strategischem Ungehorsam gelte es, öffentliche Interessen durchzusetzen, auch wenn sie mit EU-Recht in Konflikt geraten. Neue internationale Kooperationen jenseits von Nationalstaaten und EU können den Wandel vorantreiben, starke soziale Bewegungen neoliberale Leuchtturmprojekte wie CETA  und das japanisch-europäische Abkommen JEFTA zu Fall bringen. 

Die Sendung gliedert sich in drei Teile:

1. Im neoliberalen Korsett: Wie die EU-Verträge den sozial-ökologischen Umbau blockieren: http://www.kontext-tv.de/de/node/2904 

2. Warum ein EU-Austritt (meistens) keine Lösung ist / Strategischer Ungehorsam und Alternativen jenseits von Nationalstaat und EU: http://www.kontext-tv.de/de/node/2905 

3. EU Staaten sind größte Steuersümpfe / Scholz schützt Steuerflucht / Fiskalpakt hebelt Demokratie aus / Widerstand gegen CETA und JEFTA: http://www.kontext-tv.de/de/node/2906

58:07

Eröffnungsvortrag für die Friedenstagung von Kairos Europa am 10. Oktober 2025 in Mannheim. Der Vortrag beruht auf dem Buch "Friedenstüchtig. Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen" (https://fabian-scheidler.de/friedenst....

00:00 Eine Welt am Kipppunkt: Gaza, Ukraine und die Militarisierung der Gesellschaft 
11:14 Die systemische Krise: Kipppunkte im Erdsystem, Ende der westlichen Hegemonie und innerer Zerfall des Westens 
18:04 Der Ausnahme- und Kriegszustand als Regierungsform in der Vielfachkrise 
31:47 Die Feinde, die wir schufen: Terror, Pandemie, Gaza und der lange Weg zum Krieg in der Ukraine 
43:51 Friedenstüchtig werden: Von der Logik des Krieges zu einer neuen Friedensordnung

37:30

Vollständige Sendung: http://www.kontext-tv.de/node/463 Mit Fabian Scheidler, Mitbegründer von Kontext TV, Buchautor ("Das Ende der Megamaschine"), Theater- und Opernautor. In seinem Buch "Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation" geht Fabian Scheidler den Wurzeln der Zerstörungskräfte nach, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer historischen Spurensuche erzählt er die Vorgeschichte und Genese des kapitalistischen Weltsystems, das vor etwa 500 Jahrten in Europa entstand und Mensch und Natur einer radikalen Ausbeutung unterworfen hat. Dieses System sei nicht, wie es der Mythos der Moderne will, aus dem Pioniergeist von Entdeckern und Händlern hervorgegangen, sondern aus einer engen Verflechtung von Kriegswirtschaft, Staatsmacht und Finanziers. Die tiefgreifende Verflechtung von Staaten und Großunternehmen sei bis heute eines der zentralen Hindernisse für die notwendige sozial-ökologische Transformation. Angesichts von Klimachaos, Finanzcrashs und der sich verschärfenden sozialen Spaltung stoße heute ein ganzes Zivilisationsmodell an seine Grenzen.Mit Fabian Scheidler, Mitbegründer von Kontext TV, Buchautor ("Das Ende der Megamaschine"), Theater- und Opernautor.

In seinem Buch "Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation" geht Fabian Scheidler den Wurzeln der Zerstörungskräfte nach, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer historischen Spurensuche erzählt er die Vorgeschichte und Genese des kapitalistischen Weltsystems, das vor etwa 500 Jahrten in Europa entstand und Mensch und Natur einer radikalen Ausbeutung unterworfen hat. Dieses System sei nicht, wie es der Mythos der Moderne will, aus dem Pioniergeist von Entdeckern und Händlern hervorgegangen, sondern aus einer engen Verflechtung von Kriegswirtschaft, Staatsmacht und Finanziers. Die tiefgreifende Verflechtung von Staaten und Großunternehmen sei bis heute eines der zentralen Hindernisse für die notwendige sozial-ökologische Transformation. Angesichts von Klimachaos, Finanzcrashs und der sich verschärfenden sozialen Spaltung stoße heute ein ganzes Zivilisationsmodell an seine Grenzen.

Vollständige Sendung: http://www.kontext-tv.de/node/463

1:26:51

Vor dem Hintergrund globaler Umweltkrisen und sich zuspitzender ökonomischer Verwerfungen diskutieren Daniela Dahn und Fabian Scheidler über einen Ausstieg aus der "Megamaschine" und die Zukunft der Demokratie. Moderation: Daniel Leisegang. In Kooperation mit den Blättern für deutsche und internationale Politik. Zum Buch: "Das Ende der Megamaschine" legt die Wurzeln der Zerstörungskräfte frei, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer historischen Spurensuche führt das Buch zu den Ursprüngen ökonomischer, militärischer und ideologischer Macht. Der Autor erzählt die Vorgeschichte und Genese des modernen Weltsystems, das Mensch und Natur einer radikalen Ausbeutung unterwirft. Dabei demontiert er Fortschrittsmythen der westlichen Zivilisation und zeigt, wie die Logik der endlosen Geldvermehrung von Anfang an menschliche Gesellschaften und Ökosysteme verwüstet hat. Die wachsende Instabilität und der absehbare Zerfall der globalen Megamaschine öffnen heute jedoch Möglichkeiten für tiefgreifende Veränderungen, zu denen jeder von uns etwas beitragen kann. 

1:54:30

Christian Felber, Mitbegründer der "Gemeinwohlökonomie", diskutiert in der Hauptbücherei Wien mit Fabian Scheidler, Autor des Buchs "Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation". Dabei geht es um die Ursprünge der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Krisen der Gegenwart und um Auswege aus der "Logik der endlosen Geldvermehrung". Wie können wir die Wirtschaft aus der Profitlogik befreien und dem Gemeinwohl verpflichten? Welche Rolle spielen dabei Staat, Eigentum und das Geldsystem? Scheidler und Felber entwerfen eine Perspektive für einen tiefgreifenden Wandel, der die Fundamente der kapitalistischen Megamaschine infrage stellt.