Diese Erinnerungen an das Mosambik der Kolonialzeit konnten erst 2009 erscheinen, nach dem Tod des Vaters der Autorin. Das Buch war sofort ein Skandal und ein Bestseller dazu, bislang erlebte es neun Auflagen. Und stellte einen Tabubruch dar: Es räumte radikal mit der Legende von der "sanften" portugiesischen Herrschaft in Übersee auf und vermittelte einen ungeschönten Blick auf den blutigen Kolonialkrieg in Mosambik.
Im Zentrum steht der Vater der Autorin, ein Elektriker, der seit den 1950er Jahren in Mosambik lebt und arbeitet. Er ist den ärmlichen Verhältnissen der portugiesischen Provinz entflohen und entfaltet nun seine Macht als Weißer, der mit seinen schwarzen Untergebenen scheinbar auf vertrautem Fuß steht, seine Position jedoch wie selbstverständlich mißbraucht, besonders Frauen gegenüber. Die Tochter erlebt das hautnah mit. 1974 bricht die Kolonialmacht zusammen, der Vater schickt die Zwölfjährige allein nach Portugal zu seiner Mutter. Sie soll dort berichten, welches Unrecht ihm und den anderen Siedlern geschieht. Das tut sie nicht.
Mosambik (Thema)
Hans Rosling war der "Popstar der Vernunft" (Süddeutsche Zeitung Magazin), der Herr der Fakten - und zeitlebens ein Kämpfer für eine bessere und gerechtere Welt. In seiner Autobiografie erzählt der schwedische Kultautor, wie er Schritt für Schritt eigene Vorurteile überwand und zu echter FACTFULNESS fand.
Für seine faktenbasierte Weltsicht war Hans Rosling international bekannt und berühmt. Doch wurde er nicht als FACTFULMAN geboren: Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, ging er als junger Arzt zunächst nach Mosambik.
Fruchtbarer Boden und billige Arbeitskräfte: Unschlagbare Produktionsbedingungen für Großunternehmen. Die Nachfrage ist groß und eine arme Landbevölkerung schnell enteignet. Kurt Langbein zeigt die erschreckenden Folgen dieses modernen Kolonialismus.
Eine Hommage an Afrika: Sebastião Salgados Fotoreportagen. Sebastião Salgado hat seit Anbeginn seiner Laufbahn in Afrika gearbeitet.
Was in Deutschland aus meinen afrikanischen Träumen wurde. Ibraimo Alberto wächst als eines von zwölf Kindern eines Medizinmannes auf einer Sklavenfarm in Mosambik auf. Noch als Kind erkämpft er sich das Schulrecht und legt dafür täglich 36 Kilometer durch den Dschungel zurück.