BERLIN247 (Medienpräsenz)

1:09:52

Norbert Fleischer im Gespräch mit Alexej Danckwardt, einem Anwalt aus Leipzig, der aus großer Enttäuschung und Frustration Leipzig verlassen hat und nach Russland ausgewandert ist. 

1:03:41

Dr. Diether Dehm ist Künstler, Politiker und Unternehmer sowie mittlerweile eine Art Urgestein "linker" Kunst und Politik in Deutschland. Chefredakteur Wilhelm Domke-Schulz im Gespräch mit Dr. Diether Dehm über "links", "rechts", "Antifa" und andere verwirrende Entwicklungen in Deutschland vor und nach der sogenannten "Wiedervereinigung" und über die aktuelle Situation im Land, mit einem abschließenden Blick in die Glaskugel.

59:42

Sergey Filbert im Gespräch mit Prof. Dr. Ulrike Guérot über ihre tiefen,  bewegenden, nachdenkenswerten und ganz persönlichen Erlebnisse ihrer letzen Russlandreise.  

Zeitmarken

Reiseeindrücke aus Moskau

Ulrike Guérot schildert Moskau als eine funktionierende, saubere und moderne Metropole, in der der Krieg im Alltag kaum spürbar sei [05:16]. Sie betont die Warmherzigkeit der Menschen und das Fehlen von Ressentiments gegenüber Deutschen [05:42]. In intellektuellen und akademischen Kreisen herrsche eine große Trauer darüber, vom Westen „abgeknipst“ worden zu sein [07:52].

Kernpunkte der russischen Perspektive (laut Guérot)

  • Wahrnehmung des Konflikts: Viele Russen sähen die Ukrainer als „Brudervolk“ und richteten ihre Ablehnung gegen das, was sie als „nationalistisches Regime“ in Kiew bezeichnen [11:18].
  • Historischer Kontext: Es bestehe ein großer Stolz auf den Sieg der Sowjetarmee über den Faschismus. Die Unterstützung ukrainischer Nationalisten durch den Westen werde daher als besonders verletzend empfunden [10:04], [26:00].
  • Informationsstand: Die russische Elite und akademische Kreise seien sehr gut über westliche Argumente und politische Debatten informiert [07:06].

Kritik an der deutschen Politik und Medienlandschaft

  • Propaganda-Vorwurf: Guérot kritisiert eine einseitige Berichterstattung in Deutschland, die Stereotype wie den „bösen Russen“ bediene [16:53].
  • Mangelnde Reisetätigkeit: Sie bemängelt, dass deutsche Politiker (wie Friedrich Merz oder Boris Pistorius) sich oft kein eigenes Bild vor Ort machten [16:20].
  • Doppelmoral: Sie sieht eine Heuchelei darin, dass beispielsweise deutsch-ukrainische Schüleraustausche massiv gefördert werden, während der Austausch mit Russland zum Erliegen gekommen sei [28:02].

Vision für ein europäisches Friedensprojekt

  • Bürgerbewegung: Guérot plädiert dafür, dass die Bevölkerungen Europas über Grenzen hinweg für den Frieden eintreten müssen, da die Regierungen versagten [33:06]. Sie verweist auf das „European Peace Project“ und den Aufruf zum Frieden am 9. Mai [32:07].
  • Geopolitische Achse: Ihr Ideal bleibt eine Verständigung auf der Achse Paris–Berlin–Moskau, um eine stabile europäische Sicherheitsarchitektur ohne neue kalte Grenzen zu schaffen [57:39].
  • Forderung nach Diplomatie: Sie fordert, russische Argumente (wie die Forderung nach Neutralität und Föderalisierung der Ukraine) ernst zu nehmen, um zu einer Verhandlungslösung zu gelangen [14:46].

Persönliche Situation

Guérot spricht über ihren juristischen Kampf gegen ihre Kündigung als Professorin, den sie als „öffentliche Hinrichtung“ aufgrund ihrer kritischen Positionen beschreibt [51:17]. Sie sieht in ihrem Fall beim Bundesverfassungsgericht eine Bewährungsprobe für den deutschen Rechtsstaat [52:34].

1:14:26

Norbert Fleischer und der Chefredakteur von Berlin 24/7 Wilhelm Domke-Schulz im Gespräch über deutsche Massenmedien, die einseitige Berichterstattung des zwangsfinanzierten Rundfunks und wie und warum der Filmemacher zum Chefredakteur einer Nachrichtenseite geworden ist. Eine wichtige Rolle spielten dabei seine persönlichen Erfahrungen mit dem öffentlichen Umgang, also dem gezielten Verschweigen faschistischer Verbrechen in der Ukraine, wie zum Beispiel dem Massaker von Odessa, dem sein international mehrfach preisgekrönter Dokumentarfilm "Remember Odessa" gewidmet ist. 

Zeitmarken

  • Beruflicher Hintergrund: Domke-Schulz beschreibt seinen Weg über die Filmhochschule Babelsberg und sein Selbstverständnis als Filmemacher 00:01:55.
  • Kritik an der Filmförderung: Er vergleicht das aktuelle Fördersystem mit der Zensur in der DDR und führt aus, dass unliebsame Stoffe heute oft gar nicht erst zur Produktion zugelassen werden 00:16:30.
  • Erfahrungen beim ÖRR: Er berichtet von seiner Zeit bei Sendern wie dem MDR und NDR, wobei er insbesondere die stagnierenden Budgets im Osten 00:18:51 und eine aus seiner Sicht einseitige inhaltliche Ausrichtung bei Russland-Themen kritisiert 00:23:07.
  • Die Ereignisse in Odessa 2014: Ein zentraler Punkt ist sein Film „Remember Odessa“. Er schildert seine Recherchen zum Brand im Gewerkschaftshaus und wirft den Medien vor, die dortigen Vorfälle verschwiegen oder verzerrt zu haben 00:36:51.
  • Ziele von Berlin 247: Domke-Schulz erklärt, dass die Webseite als Angebot dient, um Themen abzubilden, die im „Mainstream“ seiner Meinung nach keinen Platz finden 01:00:28.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Zum Ende des Gesprächs werden die Auswirkungen von EU-Sanktionen auf die Verbreitung von Informationen erörtert 00:57:33.

54:57

Eugen Appelhans ist Mitglied des BSW-Kreisvorstandes Wiesbaden. Er ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportarzt, Rettungsmediziner,
Qualitätsmanagement Beauftragter, Medizinaloberrat, Oberfeldarzt a.D. (außer Dienst).

Im Interview mit Sergey Filbert spricht er über seinen Eindruck zum aktuellen Wehrdienstgesetz.