Michael Meyen (Medienpräsenz)

59:24

Michael Sailer und Michael Meyen sprechen über eine Frage, die viele Eltern, Lehrer und Beobachter beschäftigt: Was ist mit der Jugend los? Disziplin, Smartphones, Migration, Medien – vieles hat sich im Schulalltag verändert. Michael Sailer vergleicht seine eigene Jugend mit der Situation von heute und berichtet aus seiner Erfahrungen an einer Mittelschule in München.

Im Gespräch geht es um Informationsquellen junger Menschen, um den Einfluss von Medien und um gesellschaftliche Entwicklungen, die Schule und Generationen prägen. Sailer erinnert dabei an seine Kindheit in München-Giesing und an alternative Lebensentwürfe der 1960er und 1970er Jahre.

Dabei stellt sich auch eine grundsätzliche Frage: Wie sollte ein Bildungssystem aussehen, das Kinder und Jugendliche wirklich fördert? Am Ende des Gesprächs entwirft Sailer Gedanken zu einer möglichen Schule der Zukunft.

Zeitmarken

00:00 – Worum wird es gehen? 
01:04 – Lehrer in der Mittelschule 
05:24 – Offenheit: Mittelschule vs. Gymnasium 
12:04 – Migration, Smartphone, Disziplin 
17:38 – Infoquellen der Jugend 
22:20 – Kommunen-Szene der 1960er und 1970er 
33:36 – Kindheit in Giesing und in der DDR 
39:00 – Wie Medien den Nachwuchs prägen 
43:40 – Der dressierte Nachwuchs 
47:12 – Für den Begriff „Klasse“ 
50:44 – Umweltschutz vs. Klima 
54:16 – Bildungssystem der Zukunft

37:11

Mit der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ) hat die deutsche Medienlandschaft eine neue Stimme. Warum stößt diese Gründung auf so große Aufmerksamkeit? Dieses Video beleuchtet Hintergründe, Reaktionen der Leitmedien und den historischen Kontext – von 1989/91 bis zu den ersten beiden OAZ-Ausgaben. 

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00:00 – Worum wird es gehen? 
00:55 – Reaktionen der Leitmedien auf die OAZ 
13:04 – Die Geschichte hinter der Geschichte: Medienumbruch 1989/91 
15:45 – Traum von einer „Süddeutschen“ aus dem Osten 
18:16 – Wie die Treuhand die Öffentlichkeit korrumpiert hat 
22:49 – Neustrukturierung der Rundfunklandschaft 
24:16 – Medienlandschaft Ost heute 
25:26 – DDR und Ostdeutschland in den Leitmedien 
28:20 – OAZ 1 + 2 

12:13

Wie arbeiten Leitmedien – und wo liegen ihre strukturellen Grenzen? Michael Meyen stellt sechs Bücher vor, die helfen, Journalismus besser zu verstehen und kritisch einzuordnen. Die Titel reichen von Insiderberichten bis zu grundlegender Medienkritik. Es geht um Strukturen, Anreizsysteme, Narrative, Machtfragen und die Bedingungen, unter denen Journalismus heute entsteht. Eine Lektüreliste.  

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00:00 – Worum wird es gehen? 
00:33 – Startpunkt 2014 
01:01 – Udo Ulfkotte: Gekaufte Journalisten
02:39 – Jens Wernicke: Lügen die Medien
03:57 – Marcus Klöckner: Sabotierte Wirklichkeit 
05:34 – Juan Moreno: Tausend Zeilen Lüge 
07:32 – Kai Diekmann: Ich war BILD 
10:10 – Patrick Lawrence: Journalisten und ihre Schatten 
11:03 – Dreimal Meyen:
             - Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand. Wie uns die Medien regieren
             - Die Propaganda-Matrix. Der Kampf für freie Medien entscheidet über unsere Zukunft
             - Staatsfunk. ARD & Co. sind am Ende - oder müssen neu erfunden werden

52:42

„Man muss mit Gegnern reden“ – wie realistisch sind Friedensverhandlungen im Ukrainekrieg?
Der ehemalige UN-Diplomat Michael von der Schulenburg diskutiert mit Michael Meyen über Diplomatie, die Rolle der EU und die Bedeutung der Vereinte Nationen. Im Mittelpunkt stehen politische Verantwortung, internationale Ordnung und konkrete Wege zur Deeskalation.

Anlass ist sein gemeinsamer Appell "Mut zum Frieden" mit Harald Kujat zum vierten Jahrestag des Ukrainekriegs. 

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00:00 – Worum wird es gehen? 
00:40 – Wer ist Michael von der Schulenburg? 
02:00 – Atmosphäre im EU-Parlament 
10:133 – Vermittler im Ukraine-Krieg 
13:29 – „Man muss sich treu bleiben“ 
16:21 – Mahnruf „Europa braucht jetzt den Mut zum Frieden“ 
28:14 – Deutschland als Vermittler? 
30:04 – Moskau im Mai 2025 
31:37 – Kriegsende vor dem Sommer? 
33:17 – UN-Charta: Es braucht ein Regelwerk 
37:12 – Vorteile einer schwachen UNO 
40:12 – EU und Davos vs. Vereinte Nationen 
44:15 – Familie als Zukunftsmodell 
48:19 – Utopie: Frieden, Umwelt, soziale Frage

52:23

Seit 2020 hat sich das Leben spürbar verändert. Der Münchner Künstler und Autor Michael Sailer hat den Wandel aufmerksam begleitet und in zwei Chroniken festgehalten.

Im Gespräch mit Michael Meyen geht es um Kultur im Ausnahmezustand, um die Rolle der Sprache in Umbruchszeiten und um die Frage, welche Folgen Ausschluss und Isolation haben – auf das kulturelle Milieu und ganz persönlich.

Das Gespräch berührt zentrale Fragen unserer jüngsten Zeitgeschichte: Wie reagieren Kunst und Kultur auf gesellschaftliche Umbrüche? Welche Rolle spielen Begriffe und Narrative? Und wie lässt sich eine Phase dokumentieren, die viele Menschen unterschiedlich erlebt haben?

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00:00 – Worum wird es gehen? 
00:45 – Bier im Gespräch 
02:23 – Zwei Chroniken: „Ein riesiger Schwindel“ 
05:22 – Wer ist Michael Sailer?
09:39 – Papier schlägt Internet 
12:33 – Victor Klemperer als Maßstab 
17:05 – Sprache der Corona-Jahre 
20:39 – Beim Erinnern geht viel verloren 
22:17 – Satire, Ironie, Zynismus gegen den Horror 
23:24 – März 2020: Aus für die Kulturszene 
28:54 – Simulierter Krieg: „Ich mache da nicht mit“ 
31:54 – Folgen von Ausschluss und Isolation 
39:11 – Chancen für eine Aufarbeitung 
51:36 – Werbung und Ausblick

20:55

In diesem Video erklärt der Medienforscher Michael Meyen, welche Vorwürfe ihm im zweiten Disziplinarverfahren gemacht worden sind und warum er sich entschieden hat, gegen beide Disziplinarstrafen vor dem Verwaltungsgericht zu klagen.

Im Zentrum stehen unter anderem der Vorwurf der sogenannten „verfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates“, seine publizistische Tätigkeit sowie grundsätzliche Fragen zur Verfassungstreue, zur Rolle von Professoren in der Öffentlichkeit und zu den Grenzen von Wissenschafts- und Meinungsfreiheit.

Michael Meyen schildert die Hintergründe des Verfahrens, ordnet die Argumentation der Behörden ein und erläutert, weshalb er die Vorwürfe für unbegründet hält.

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00:00 – Worum wird es gehen? 
00:20 – „Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“ 
00:42 – Spende an die Rote Hilfe 
03:49 – Wochenzeitung „Demokratischer Widerstand“ 
08:25 – Landesanwaltschaft und Verfassungstreue 
10:43 – Disziplinarstrafe als Schock 
13:47 – Was gehört zum Job eines Professors? 
15:46 – Vorwurf: Pflicht zur Gesunderhaltung verletzt 
17:15 – Knackpunkt: Öffentlichkeitswirksamkeit

1:12:32

Michael Meyen spricht mit dem Sozialwissenschaftler Günter Roth über das Meinungsklima an Universitäten, das Verfassungsschutzgutachten zur AfD und die Rolle von Wissenschaft in politischen Debatten.

Ausgangspunkt des Gesprächs ist Günter Roths Buch „Mut zum Widerspruch“, in dem sich sogenannte "Dissidenten der Alternativlosigkeit" (Untertitel) mit Konformitätsdruck, politischer Sprache und dem Umgang mit abweichenden Positionen auseinandersetzen.

Das Gespräch versteht sich als Beitrag zur Meinungsbildung und lädt dazu ein, unterschiedliche Perspektiven zu reflektieren und kritisch einzuordnen.

👉 Wie erleben Sie das gesellschaftliche Klima, die Debatten an Universitäten oder den Zustand der Demokratie?

💬 Themen: 
Meinungsklima an den Hochschulen
Linke, Klassenfrage und Demokratie
Verfassungsschutz und AfD
Bildungssystem und neuer Autoritarismus

  • 🕒 Kapitelübersicht: 
    00:00 – Worum wird es gehen?
  •  00:53 – Wer ist Günter Roth?
  •  02:41 – Freiheit und Statusverlust im Ruhestand 
  • 07:48 – „Lagerwechsel“ – von „links“ nach „rechts“? 
  • 09:01 – Normalisierung des Ausnahmezustands als Regierungstechnik 
  • 12:48 – Hochschulen: Klima der Unterwerfung 
  • 15:49 – Was ist „links“? 
  • 22:18 – Herrschen im Namen von Wissenschaft 
  • 27:22 – Die akademische Linke und die Klassenfrage 
  • 32:39 – AfD-Wähler und der „Rassismus der Intelligenz“ 
  • 39:47 – Das Verfassungsschutzgutachten zur AfD 
  • 45:02 – Die Debatte um den Volksbegriff 
  • 47:23 – Das WIR und „unsere Demokratie“ 
  • 50:24 – Bildungssystem: „Staatshandlanger“ vs. „Denker“ 
  • 53:43 – Neuer Autoritarismus – ohne Echo, auch an den Unis 
  • 56:42 – Noch einmal das Verfassungsschutzgutachten 
  • 58:53 – „Mut zum Widerspruch“ 
  • 1:01:16 – Verschwörungstheorie als Kampfbegriff 
  • 1:08:03 – Utopie Staatsfreiheit 

38:33

Was meinen wir eigentlich, wenn wir von „Demokratie“ sprechen? Und warum wird dieser Begriff heute so selbstverständlich benutzt, obwohl viele Menschen kaum Mitbestimmung erleben? In diesem Video erklärt Michael Meyen, wie der Demokratiebegriff historisch und politisch eingesetzt wurde und wird – und warum er mehr verdeckt als erklärt.

Meyen zeigt, wie Machtverhältnisse legitimiert werden und weshalb die Formel „unsere Demokratie“ als Reaktion auf die politische Wirklichkeit gedeutet werden kann. Mehrheitsprinzip und Volkssouveränität werden ersetzt durch Experten und Gerichte.

💬 Themen: 
Herrschaft vs. Demokratieideal
Wahlen als Mittel der Demokratieabwehr
Mitbestimmung in der DDR
Die Entstehung von „unserer Demokratie“ nach 1990
Propaganda, Medien und Macht (Sinclair, Bernays)

00:00 – Worum wird es gehen? 

01:06 – Wem gehört die Demokratie – drei Schritte 

01:40 – Schritt 1: Herrschaft verschleiern und versüßen 

07:38 – Schritt 2: Demokratieideal 

11:50 – Schritt 3: Wirklichkeit 

13:40 – „Demokratie“ neu definieren 

16:16 – Wahlen – Mitbestimmung steuern 

21:35 – Sinclair, Bernays und die Machtverhältnisse in den USA 

27:42 – Zeitenwende 1945: Wahlfetischismus 

29:40 – Wahlen und Mitbestimmung in der DDR 

34:28 – 1990 – Erfindung „unserer Demokratie"

37:20 – Zusammenfassung 

1:23:16

Was, wenn Konkurrenz kein Naturgesetz ist?
Michael Beleites, Biologe, Umweltaktivist und Querdenker, spricht über die tiefgreifenden Folgen unseres biologischen Weltbildes. Warum prägt uns das Selektionsdenken noch immer – und was passiert, wenn wir es hinter uns lassen?

Wir reden über die Rolle der Stasi in der Biologie der DDR, über Ausgrenzung und Verleumdung damals und heute, über die Chancen der Epigenetik und die Mythen von Konkurrenz, Migration und Marskolonien. Ein Gespräch über Intuition, Naturverbundenheit – und die Frage: Wie wollen wir wirklich leben?

🧬 Themen:
Kritik am Selektionsdenken und Darwinismus
Epigenetik und alternative biologische Ansätze
Der Einfluss der Stasi auf biologische Ideen
Cancel Culture in Forschung und Gesellschaft
Migration, Permakultur und Leben auf dem Mars
Kinder, Natur und der Kompass der Intuition
Utopien für eine dezentral organisierte Zukunft

  • 00:00 Thema und Gast – Michael Beleites über Biologie und Gesellschaft
  • 03:13 Zweifel am Darwinismus – Kritik am Selektionsdenken
  • 07:57 Die Stasi und Biologie – Unerwartete Einflüsse
  • 18:30 Die Natur züchtet nicht – Was ist natürliche Entwicklung?
  • 20:45 Cancel Culture in der Biologie – Wer darf noch forschen?
  • 26:30 Epigenetik – Vererbung neu gedacht
  • 31:50 Konkurrenz ist nicht naturgegeben – Mythos Verdrängungswettbewerb
  • 43:00 Biologische Argumente gegen Migrationspolitik
  • 45:50 Permakultur als Illusion? – Kritischer Blick auf Nachhaltigkeit
  • 48:20 Leben auf dem Mars? – Warum wir Erdenwesen bleiben sollten
  • 54:10 Kinder und Natur – Verbindung zur Umwelt stärken
  • 1:03:00 Was passt zu mir? – Intuition als Naturkompass
  • 1:06:50 Zersetzungsmaßnahmen der Stasi – Psychologische Verfolgung
  • 1:08:40 Verleumdung damals & heute – Parallelen zwischen DDR & Jetzt
  • 1:19:15 Utopie: Wie wollen wir leben? – Dezentrale Zukunftsvision

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Michael Beleites ist einer der bekanntesten DDR-Oppositionellen. Von 2000 bis 2010 war er in Sachsen Beauftragter für die Stasiunterlagen. Mit seineem Buch "Umweltresonanz" fordert er nicht nur die akademische Biologie heraus, sondern letztlich uns alle.

Michael Meyen ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er forscht zu Medien, Machtstrukturen und öffentlicher Meinung und engagiert sich für eine vielfältige Medienlandschaft und eine offene Gesellschaft.

42:49

Was läuft schief im Westen? Michael Meyen spricht über fünf aktuelle Sachbücher, die helfen, die Gegenwart besser zu verstehen – jenseits von Schlagzeilen und Empörung. Es geht um Demokratie und Macht, um permanente Krisen, um Stadt und Land, um Krieg und Frieden – und um die Frage, wo heute noch Hoffnung entstehen kann. Die vorgestellten Bücher liefern keine einfachen Antworten, aber sie eröffnen Perspektiven für Nachdenken, Besinnen und einen möglichen Neustart.

📚 Autoren 
Rainer Mausfeld · Markus Vahlefeld · Michael Beleites · Fabian Scheidler · André Lecloux 

🕒 Kapitelübersicht: 
00:00 – Worum wird es gehen? 
00:46 – Aufbau und Ziel des Videos 
02:12 – Rainer Mausfeld: Hegemonie oder Untergang 
11:19 – Markus Vahlefeld: Die Krisenmaschine 
21:03 – Michael Beleites: Dorf-Ethos 
30:51 – Fabian Scheidler: Friedenstüchtig 
38:11 – André Lecloux: Tiefflieger