Michael Meyen (Medienpräsenz)

38:33

Was meinen wir eigentlich, wenn wir von „Demokratie“ sprechen? Und warum wird dieser Begriff heute so selbstverständlich benutzt, obwohl viele Menschen kaum Mitbestimmung erleben? In diesem Video erklärt Michael Meyen, wie der Demokratiebegriff historisch und politisch eingesetzt wurde und wird – und warum er mehr verdeckt als erklärt.

Meyen zeigt, wie Machtverhältnisse legitimiert werden und weshalb die Formel „unsere Demokratie“ als Reaktion auf die politische Wirklichkeit gedeutet werden kann. Mehrheitsprinzip und Volkssouveränität werden ersetzt durch Experten und Gerichte.

💬 Themen: 
Herrschaft vs. Demokratieideal
Wahlen als Mittel der Demokratieabwehr
Mitbestimmung in der DDR
Die Entstehung von „unserer Demokratie“ nach 1990
Propaganda, Medien und Macht (Sinclair, Bernays)

00:00 – Worum wird es gehen? 

01:06 – Wem gehört die Demokratie – drei Schritte 

01:40 – Schritt 1: Herrschaft verschleiern und versüßen 

07:38 – Schritt 2: Demokratieideal 

11:50 – Schritt 3: Wirklichkeit 

13:40 – „Demokratie“ neu definieren 

16:16 – Wahlen – Mitbestimmung steuern 

21:35 – Sinclair, Bernays und die Machtverhältnisse in den USA 

27:42 – Zeitenwende 1945: Wahlfetischismus 

29:40 – Wahlen und Mitbestimmung in der DDR 

34:28 – 1990 – Erfindung „unserer Demokratie"

37:20 – Zusammenfassung 

1:23:16

Was, wenn Konkurrenz kein Naturgesetz ist?
Michael Beleites, Biologe, Umweltaktivist und Querdenker, spricht über die tiefgreifenden Folgen unseres biologischen Weltbildes. Warum prägt uns das Selektionsdenken noch immer – und was passiert, wenn wir es hinter uns lassen?

Wir reden über die Rolle der Stasi in der Biologie der DDR, über Ausgrenzung und Verleumdung damals und heute, über die Chancen der Epigenetik und die Mythen von Konkurrenz, Migration und Marskolonien. Ein Gespräch über Intuition, Naturverbundenheit – und die Frage: Wie wollen wir wirklich leben?

🧬 Themen:
Kritik am Selektionsdenken und Darwinismus
Epigenetik und alternative biologische Ansätze
Der Einfluss der Stasi auf biologische Ideen
Cancel Culture in Forschung und Gesellschaft
Migration, Permakultur und Leben auf dem Mars
Kinder, Natur und der Kompass der Intuition
Utopien für eine dezentral organisierte Zukunft

  • 00:00 Thema und Gast – Michael Beleites über Biologie und Gesellschaft
  • 03:13 Zweifel am Darwinismus – Kritik am Selektionsdenken
  • 07:57 Die Stasi und Biologie – Unerwartete Einflüsse
  • 18:30 Die Natur züchtet nicht – Was ist natürliche Entwicklung?
  • 20:45 Cancel Culture in der Biologie – Wer darf noch forschen?
  • 26:30 Epigenetik – Vererbung neu gedacht
  • 31:50 Konkurrenz ist nicht naturgegeben – Mythos Verdrängungswettbewerb
  • 43:00 Biologische Argumente gegen Migrationspolitik
  • 45:50 Permakultur als Illusion? – Kritischer Blick auf Nachhaltigkeit
  • 48:20 Leben auf dem Mars? – Warum wir Erdenwesen bleiben sollten
  • 54:10 Kinder und Natur – Verbindung zur Umwelt stärken
  • 1:03:00 Was passt zu mir? – Intuition als Naturkompass
  • 1:06:50 Zersetzungsmaßnahmen der Stasi – Psychologische Verfolgung
  • 1:08:40 Verleumdung damals & heute – Parallelen zwischen DDR & Jetzt
  • 1:19:15 Utopie: Wie wollen wir leben? – Dezentrale Zukunftsvision

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Michael Beleites ist einer der bekanntesten DDR-Oppositionellen. Von 2000 bis 2010 war er in Sachsen Beauftragter für die Stasiunterlagen. Mit seineem Buch "Umweltresonanz" fordert er nicht nur die akademische Biologie heraus, sondern letztlich uns alle.

Michael Meyen ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er forscht zu Medien, Machtstrukturen und öffentlicher Meinung und engagiert sich für eine vielfältige Medienlandschaft und eine offene Gesellschaft.

42:49

Was läuft schief im Westen? Michael Meyen spricht über fünf aktuelle Sachbücher, die helfen, die Gegenwart besser zu verstehen – jenseits von Schlagzeilen und Empörung. Es geht um Demokratie und Macht, um permanente Krisen, um Stadt und Land, um Krieg und Frieden – und um die Frage, wo heute noch Hoffnung entstehen kann. Die vorgestellten Bücher liefern keine einfachen Antworten, aber sie eröffnen Perspektiven für Nachdenken, Besinnen und einen möglichen Neustart.

📚 Autoren 
Rainer Mausfeld · Markus Vahlefeld · Michael Beleites · Fabian Scheidler · André Lecloux 

🕒 Kapitelübersicht: 
00:00 – Worum wird es gehen? 
00:46 – Aufbau und Ziel des Videos 
02:12 – Rainer Mausfeld: Hegemonie oder Untergang 
11:19 – Markus Vahlefeld: Die Krisenmaschine 
21:03 – Michael Beleites: Dorf-Ethos 
30:51 – Fabian Scheidler: Friedenstüchtig 
38:11 – André Lecloux: Tiefflieger 
 

29:19

Michael Meyen stellt fünf Romane vor, die weit über Unterhaltung hinausgehen. Geschichten, die vom „wilden Westen“ bis in den „wilden Osten“ führen und zeigen, was in der Hektik der Gegenwart oft unsichtbar bleibt. 

🕒 Kapitelübersicht

00:00 – Worum wird es gehen? 
00:40 – Leerstelle: Gegenwart 
02:17 – Christoph Nußbaumeder: Das Herz von allem 
06:30 – Jörg Bernig: Niemandszeit 
14:42 – Diether Dehm: Rebecca 
20:17 – Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht 
24:19 – Raymond Unger: Kai 
28:12 – Und jetzt Sie: Welchen Roman sollten wir lesen?

1:19:24

Woher weiß man, was gut und richtig ist? Darüber spricht Michael Meyen mit Jürgen Müller, einem Aktivisten aus München, der vor 2020 Zehntausende für gutes Essen und für das Klima mobilisiert hat und sich heute wundert, dass seine Mitstreiter von einst jetzt bei den Konzernen stehen und nicht da, wo es um freie Entscheidungen geht, gegen Lagerbildung und gegen den Krieg.

Themen

00:00 – Worum wird es gehen? 
00:47 – Wer ist Jürgen Müller? 
02:28 – Vom Klimanotstand zu Corona 
09:57 – Kritiker und Ausgegrenzte als Opfer 
12:52 – Kartoffelkombinat München 
15:05 – „Solidarität“, Medienkrise, Meinungsklima 
17:08 – Massenpsychologie 
21:22 – Ausgrenzung und Traumatisierung 
28:52 – Kinderrechte, Impfpflicht-Demos, Klagen 
34:40 – Hopium, Passivität, kontrollierte Opposition 
38:22 – Die brauchen den Krieg nicht 
39:00 – Debattenräume in München 
44:37 – Vorsorge- und Wissensprinzip 
48:14 – Finanzkrise, TTIP, Ernährung 
52:14 – Aktivismus im Wandel 
58:44 – Journalismus als demokratische Notwehr 
1:00:54 – Rückzug als Lösung? 
1:03:51 – Erfolge und verpasste Chancen 
1:08:24 – BKK Provita und Andreas Schöfbeck 
1:11:44 – Utopie: Selbstbestimmung + Verzicht 
1:16:36 – Was bleibt von Jürgen Müller? 

1:18:43

Der 9. November 1989 – ein Wendepunkt, der Deutschland bis heute prägt. Gabriele Gysi spricht mit Michael Meyen über die Wucht, mit der das Projekt DDR diskriminiert wird, und sagt, dass die deutsche Frage immer noch offen ist. Ohne eine Antwort, da ist sich Gysi sicher, gibt es keinen Frieden. 

1:11:45

Maren Müller, Pionierin der Medienkritik, berichtet, was sie seit 2014 mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk erlebt hat. Müller ist damals mit einer Petition über Nacht fast berühmt geworden: „Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag“. Sie hat dann die Ständige Publikumskonferenz gegründet und seitdem über 200 Beschwerden begleitet. Heute sagt sie: Wir waren schon im Widerstand, als viele noch geschlafen haben.

Themen

  • Rundfunkreform + Rundfunkbeitrag
  • Pioniere der Journalismuskritik
  • Programmbeschwerden
  • Medienqualität
  • Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Ein Gespräch über Verantwortung, Kritik und die Kraft engagierter Zuschauer.

Kapitelübersicht

00:00 – Worum wird es gehen? 
01:06 – Wer ist Maren Müller? 
02:30 – Die Lanz-Petition 2014 
07:19 – Zeitaufwand für Medienkritiker 
09:46 – Was ist „guter“ Journalismus? 
11:44 – Mediennutzung in der DDR 
15:32 – Sie werden „immer dreister“: Beispiel Anja Reschke 
19:04 – Medienkompetenz und die „Ständige Publikumskonferenz“ 
21:24 – Dialog mit den Redaktionen + Programmbeschwerden 
30:11 – Hürden für den Beschwerde-Erfolg 
32:30 – Beispiel: Tod eines Gastarbeiters aus Mosambik 
35:44 – Tipps für Programmbeschwerden 
37:26 – Rundfunkräte: „Man sieht uns als Störenfriede“ 
42:18 – Publikumskonferenz 2.0? 
45:38 – Tabuthemen Klima und Nahost 
47:29 – Leuchtturm ARD, Rundfunkalarm, rundfunk-frei 
50:59 – „Es gärt schon lange“: Pioniere der Medienkritik 
54:14 – Anna Terschüren (Dissertation, 2013): Rundfunkbeitrag ist verfassungswidrig 
56:10 – Verständnis für Beitragsverweigerer? 
1:00:35 – Reformideen: ZDF abschaffen, Publikumsräte, Arbeitsverträge? 
1:04:29 – Haben die Öffentlich-Rechtlichen eine Zukunft? 
1:06:34 – Julia Ruhs, @BerlinerZeitung_BLZ, @FAIRTALKTV 
1:10:08 – Vision: aufeinander zugehen und friedlich sein 
1:11:07 – Was bleibt von Maren Müller? Korrektur 
(53:12): Die Piratenpartei war an keiner Landesregierung beteiligt. In NRW ist sie 2012 mit 7,8 Prozent der Stimmen in den Landtag eingezogen.

16:00

Themen: 
Beitragszwang und Vielfalt: Das Leipziger Verfahren
Profiteure des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Befangenheiten in der Bewusstseinsindustrie
Grenzen der Wissenschaft
Qualität im ÖRR: Was sagt die Forschung?

Kapitelübersicht: 

00:00 – Worum wird es gehen? 
00:54 – Das Leipziger Verfahren und seine Vorläufer in Bayern 
03:42 – Befangenheit von Gutachtern 
05:50 – Leitmedien- und Beitragsverweigerer 
06:31 – Grenzen der Medieninhaltsforschung 
07:35 – Definitionsmacht von Hauptnachrichten und Talks 
08:34 – ÖRR: offizielle Positionen + Ausblenden von Widerspruch 
09:29 – Beispielstudie 1: Corona-Berichterstattung 
11:33 – Beispielstudie 2: Russland in der Tagesschau 
14:47 – Fazit: nicht auf Forschung und Gerichte hoffen

1:07:32

Was, wenn unsere Geschichte nicht das ist, was wir glauben? Der Arzt und Autor Dr. Gerd Reuther sagt: Viele „Fakten“ von der Antike bis zur Neuzeit sind Konstruktionen von Kirche und Machtzentren. Im Gespräch mit Michael Meyen erklärt er, warum Troja, Hippokrates oder der Limes eher Fiktion als Realität sein könnten – und was das für unsere Zukunft bedeutet.

💬 Themen: 
Warum Geschichte wichtig ist
Deutungsmacht des Kirchenkonzerns
Quellen der Geschichtsschreibung
Warum antike Denker Phantasiefiguren sind
Ausbildung für unsere Enkel

🕒 Kapitelübersicht: 0

0:00 – Worum wird es gehen? 
01:01 – Wer ist Gerd Reuther? 
02:12 – Warum Geschichte wichtig ist 
05:15 – Das Beispiel Hippokrates 
08:05 – Warum sollen wir Gerd Reuther glauben? Quellen + Arbeitsweise 
11:21 – Vor dem Jahr 1000 wird es dunkel 
15:53 – Troja und das alte Griechenland – keine Belege 
20:09 – Geschichtsschreiber in der Renaissance 
25:37 – Die katholische Kirche, „Rom“ und der Limes 
27:40 – Der Teutoburger Wald 
31:40 – Antike Denker und die Demokratie 
35:20 – Der Mythos „Claudius Galenos“ 
38:05 – Zeitgeschichte: Mondlandung, Hiroshima, Revolutionen 
42:05 – Konformität der Historiker 
44:55 – Reaktionen auf „Tatort Vergangenheit“ 
46:39 – Unis, Geistesleben und die Zukunft unserer Enkel 
54:55 – Lügen und autoritäre Gesellschaften 
57:43 – Gibt es Hoffnung? 
1:00:30 – Erziehung zur Wahrhaftigkeit 
1:03:16 – Plädoyer für Kooperation 
1:05:03 – Was bleibt von Gerd Reuther? 
 

17:52

Haben wir einen „Staatsfunk“? Dieses Video beleuchtet Geschichte, Strukturen und Herausforderungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – und stellt die Frage, wie ARD, ZDF & Co. in Zukunft aufgestellt sein müssen. 

💬 Themen: 

Entstehung und Entwicklung des Rundfunks ab den 1920er Jahren 
Einfluss von Staat, Wirtschaft und Militär 
Welche strukturellen Hebel im System wirken 
Warum das Vertrauen schwindet 
Vorschläge für eine Rundfunkreform 

🕒 Kapitelübersicht: 
00:00 – Worum wird es gehen? 
00:35 – Warum spreche ich von "Staatsfunk"? 
01:23 – Faszination der Technik "Rund-Funken" vor 100 Jahren 
02:51 – Die Propaganda beginnt mit der Verpackung
05:38 – Hebel 1: Gremien (Räte) 
08:34 – Hebel 2: Redaktionshierarchien 
11:06 – Hebel 3: Rundfunkbeitrag 
14:30 – Prognose: Der Beitrag fällt 
15:53 – Staatsfunk als Win-win-win-Lösung 
17:08 – Ausblick: Wie der ÖRR deutlich billiger werden könnte 

Das Video basiert auf dem Buch „Staatsfunk“ – 80 Seiten kompakte Analyse und Denkanstöße für Meinungsvielfalt und Transparenz im Mediensystem.