"Wehret den Anfängen" - dieser antifaschistische Slogan mag heute etwas hilflos und verstaubt klingen. Wenig bekannt ist, dass es in Italien eine Organisation gab, die genau dies für kurze Zeit erfolgreich versuchte, lange vor der bekannteren Resistenza. Noch vor dem Marsch auf Rom erlebten die italienischen Faschisten eine erste militärische Niederlage: Die Arditi del popolo verteidigten im Jahr 1922 Parma in Barrikadenkämpfen gegen eine faschistische Übermacht, an denen sich breite Teile der Bevölkerung mit einfachsten Mitteln beteiligten. Hätten die Arditi del popolo, diese weithin unbekannte erste bewaffnete antifaschistische Organisation, den Aufstieg des Faschismus verhindern können? Diese Frage muss offen bleiben, denn nach ihrer Entstehung und rasanten Verbreitung aus den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs, der sozialen Kämpfe des "Biennio Rosso" 1919/20 und der darauffolgenden faschistischen Gewalttaten gegen die Bevölkerung heraus brachen die Arditi del popolo fast ebenso schnell wieder zusammen.
Resistenza (Thema)
Diese Texte über ihre prägenden Lebenserfahrungen gehören zum Persönlichsten, das Natalia Ginzburg je geschrieben hat. Sie erzählt von der Verbannung ihrer Familie in ein abruzzisches Bergdorf, die mit der Ermordung ihres Mannes Leone durch die Nazis in Rom endet; von der verzweifelten Zeit nach der Befreiung, in der Natalia nicht weiß, was mit dem Leben anzufangen sei; von ihrer Freundschaft mit Cesare Pavese, ihrer Beziehung zu dem Anglistikprofessor Gabriele Baldini und der gemeinsamen Zeit mit ihm in England, das ihr das traurigste Land der ganzen Welt zu sein scheint.
Gerhard Feldbauer beginnt mit dem "Risorgimento", in dem die bürgerliche Revolution 1870 mit einem Dreiviertelsieg der Bourgeoisie endete. Entscheidend prägte den Prozess der Herstellung des Nationalstaates an der Spitze des radikaldemokratischen Flügels der nationalen Bewegung Giuseppe Garibaldi. Das beeinflusste die gesamte neuere Geschichte Italiens, in der - seit Mussolinis "Marsch auf Rom" über die "Resistenza" bis heute - der Antifaschismus zu einem Grundzug wurde.
Der reich mit Fakten und Quellen belegte Überblick über die Geschichte Italiens vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart arbeitet systematisch die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft ein und richtet stets sein Augenmerk auf die großen sozialen Auseinandersetzungen.
Mit zahlreichen außergewöhnlichen Bildern porträtiert der viersprachige (deutsch/englisch/flämisch/französisch) Band den Kampf gegen den Faschismus in 21 europäischen Ländern - von Guernica über das Warschauer Ghetto bis nach Stalingrad - und stellt dessen unterschiedlichen Charakter dar:
Wege und Orte des Widerstands zwischen Gran Paradiso und Monviso. Ein Wanderlesebuch. Die 20 Monate der italienischen Resistenza, in denen sich Menschen unterschiedlichster politischer Couleur ab September 1943 zusammenschlossen, um gegen deutsche Besatzung und italienischen Faschismus und für einen radikalen Wandel in ihrem Land zu kämpfen, haben Italien nachhaltig geprägt.
Der kleine Pietro glaubt diese Gerüchte nicht. Die Juden sollen Jesus umgebracht haben, aber wenn sein Freund Dario wirklich etwas mit dem Tod Christi zu tun hätte, hätte er dann so große Segelohren, mit denen er sich gar nicht verstecken kann? Pietro ist der tollkühne Erzähler des Romans.
Die über funfstündige Geschichte erzählt das Leben zweier, am selben Tag zur Welt gekommener Knaben: dem Sohn eines reichen Gutbesitzers, Alfredo, und dem Sohn eines Landarbeitersohns, Olmo, von 1900 bis 1945.
Alessandro Sinigaglia, Held des Widerstands. Jude, Kommunist und Neger - um Gottes willen! Was für ein Skandal! Die politische Korrektheit wird durch diesen Titel mit Füßen getreten. Aber warum sollte ein Jude beleidigt sein, wenn jemand ihn als Jude bezeichnet? Und ein Kommunist?
Nach dem Sturz Mussolinis besetzte die deutsche Wehrmacht Nord- und Mittelitalien. Daraufhin rief ein Nationales Befreiungskomitee zur Resistenza, dem bewaffneten Kampf gegen das Besatzungsregime und seine Vasallen, auf.