Kommunisten Kneipe (Medienpräsenz)

25:15

In dieser Folge lesen wir Albert Einsteins Essay „Why Socialism?“ von 1949. Einstein beschreibt darin seine Kritik am Kapitalismus und stellt fest, das eine sozialistische Gesellschaft notwendig ist. 

Wir stellen zur Diskussion, wie überzeugend Einsteins Argumentation heute noch ist, welche Stärken der Text hat und wo er aus marxistischer Perspektive vielleicht zu kurz greift. Ist Einsteins Essay tatsächlich ein Plädoyer für den Sozialismus? Und welche Aktualität hat der Text noch heute?

Wikipedia (DE): Why Socialism  |  Wikipedia (EN): Why Socialism

Deutsche Übersetzung

1:13:09

Flo von Dekay wagt sich heute an eine Buchvorstellung und präsentiert unseren Hörerinnen und Hörern das Buch „Sozialismus – Bilanz und Perspektive“ von Willi Gerns.
Gerns würdigt und verteidigt die Leistungen und Erfolge des real existierenden Sozialismus. Gleichzeitig setzt er sich auch kritisch mit seinen Problemen und Fehlern des auseinander.
Er vertritt die These, dass der Zusammenbruch des realen Sozialismus nicht als endgültige Widerlegung der sozialistischen Idee verstanden werden müsse. Stattdessen müsse aus den historischen Erfahrungen gelernt werden. Eine zukünftige sozialistische Gesellschaft müsse demokratischer gestaltet werden und eine funktionierende sozialistische Rechtsstaatlichkeit beinhalten.
Er stellt auch die Frage, welchen tatsächlichen politischen Einfluss die Arbeiterklasse hatte und ob eine wirksame demokratische Kontrolle über Betriebe und Wirtschaft möglich war.
Gerns beschäftigt sich deshalb mit der Aufgabe, einen Sozialismus zu entwickeln, der demokratischer, effizienter und erfolgreicher ist und die Fehler früherer Modelle überwindet.
Seine Vorschläge werden innerhalb der kommunistischen Bewegung teilweise kontrovers diskutiert und auch heftig kritisiert. Doch gerade das macht die Lektüre interessant.
Viel Spaß beim Hören!

Timestamps:
0:00 Intro & Vorstellung des Buches
1:04 Willi Gerns – Biografie und Bedeutung
2:34 Worum geht es? Warum „Realsozialismus"?
3:51 Begriffsbestimmung: Sozialismusvorstellungen bei Marx und Engels
7:41 Manifest, Pariser Kommune und Diktatur des Proletariats
11:01 Leistungen des Realsozialismus: Soziale Errungenschaften
15:42 Antifaschismus in der DDR vs. Nazikontinuität im Westen
19:38 Ursachen der Niederlage: Ökonomische Leistungsfähigkeit
29:03 Deformation des politischen Systems
34:47 Schwierige geschichtliche Ausgangsbedingungen
39:24 Die Rolle Stalins – Kritik und Differenzierung
42:00 Die verhängnisvolle Rolle Gorbatschows
50:37 Schlussfolgerungen: Sozialistische Demokratie und Gewaltenteilung
1:00:44 Ökonomische Perspektiven: Vergesellschaftung und Planung
1:09:17 Fazit und offene Kritikpunkte

1:34:54

Seit Scholz' Zeitenwende-Rede 2022 wird aufgerüstet – materiell und ideologisch. Konservative fordert "kulturelle Umprogrammierung" für mehr Opferbereitschaft des Menschenmaterials, linksliberale fordern „Waffen, Waffen und nochmals Waffen“, Bundespräsidenten werfen der Bevölkerung „Glückssüchtigkeit“ vor, weil sie nicht im Schützengraben für Nation und Kapital verrecken wollen, Kriegsgegnerinnen und Gegner werden kriminalisiert, Palästina-Solidarität verboten.

Die Herrschenden wollen nicht nur die Bundeswehr hochrüsten, sie wollen uns umformen. Was steckt hinter der "Inneren Zeitenwende"? Wessen Interessen werden hier durchgesetzt? Welche sozialen und ökonomischen Folgen hat die Hochrüstung für die öffentliche Haushalte, den Sozialstaat, Wirtschaft und für die lohnarbeitende Klasse, für den militärisch-industriellen Komplex? Und was bedeutet das alles für die Aussichten des Klassenkampfes?

1:16:38

In dieser 19 Folge des kleinen Büchertischs stellen wir das Buch von Wolfgang Abendroth zum Aufstieg und zur Krise der deutschen Sozialdemokratie vor. Autor und Marburger Schule werden dabei kurz eingeordnet, bevor wir in die historische Entwicklung eintauchen. Im Mittelpunkt stehen die Anfänge der deutschen Arbeiterbewegung, die Gründung des ADAV und der SDAP sowie die theoretischen Auseinandersetzungen zwischen Lassalle, Marx, Bebel und W. Liebknecht. 

0:00 Intro/Begrüßung 
1:00 Marburger Schule 
5:02 Wolfgang Abendroth 
17:15 Die Anfänge deutschen Arbeiterbewegung 
20:23 Arbeiterbildungsvereine 
23:58 August Bebel 
26:32 Wilhelm Liebknecht 
28:30 Marxismus kommt nach Deutschland 
31:12 Ferdinand Lassalle und der ADAV 
35:13 Lassalle ein Achillis 
36:52 IAA (I. Internationale) 
38:16 Eisenacher (SDAP) 
40:22 Der deutsch-französische Krieg 1870/71 
42:05 Anti-Kriegspartei 
43:20 Repression ala Preußen 
44:56 Gothaer Vereinigungskongreß 
52:19 Sozialistengesetze 
58:21 Erfurter Programm 
1:03:00 War is coming 
1:05:35 Auszug aus dem Erfurter Programm 
1:07:24 Beginn der Revision 
1:10:08 marxistisches Zentrum 
1:10:54 Sozialistenkongress in Stuttgart 
1:13:00 Blüte des wissenschaftlichen Marxismus 
1:14:10 Kapitulation vor dem imperialistischen Krieg 
1:15:47 Ciao 

Viel Spaß mit der Folge 

1:54:39

In der 13. Folge des Roten Fadens sprechen wir mit Jörg Kronauer über Kriegsschiffsbau, keine Fregatten aus den Niederlanden, U-Boote an Kanda und die Entwicklung der europäischen NATO: Europa rüstet auf und Deutschland allen voran. Militärische Aufrüstung und die Kriegspolitik bestimmen die Zeitungsschlagzeilen, die Weichen sind auf Eskalation nach Außen und Sozialabbau nach Innen gestellt. 

Welche strategischen Ziele werden damit verfolgt, welche Interessen stehen dahinter und wer profitiert von den milliardenschweren Investitionen in die Hochrüstung? Parallel dazu, eskaliert der Krieg der USA und Israel gegen Iran, mit allen Konsequenzen.

Zeitmarken

0:00 Intro/Begrüßung 
1:40 Themenübersicht 
2:32 NATO 3.0 
13:31 Plan B: Jenseits der NATO 
18:53 Nordflanke/-front 
27:18 Strategisches Erwachen Europas 
35:47 Drei-Meere-Initiative 
43:12 Zeitalter der Atomwaffen 
49:42 Litauen will Atomwaffen
55:46 Irankrieg 
1:03:13 Ukrainekrieg 
1:14:56 Deutsche Rüstungsverelendungsspirale 
1:16:51 Aus für Fregattenprojekt F126 
1:22:50 »Iron Dome« statt T-Roc 
1:32:15 Milliardenauftrag aus Kanada 
1:39:50 Irankrieg 
1:53:31 Ciao

41:25

„Kommunisten sind Tote auf Urlaub." Eugen Leviné sagte das 1919 vor seiner Hinrichtung. Im 20. Jahrhundert sollte es sich immer wieder bewahrheiten. Auch für Elise Ewert.

Sie war Übersetzerin, Internationalistin, Kommunistin auf vier Kontinenten. Gefoltert in Brasilien. Ermordet im KZ Ravensbrück.

1:14:42

Alexandra Kollontai hat den Marxismus von der Frauenfrage her neu durchgedacht. Ihre materialistische Analyse der Frauenunterdrückung, ihre Theorie des proletarischen Feminismus, ihre Überlegungen zu Liebe, Sexualität und Reproduktionsarbeit als politische Kategorien wird in der Linken bis heute unterschätzt.

Kollontai war die erste Frau, die überhaupt ein Ministeramt bekleidete. Als Volkskommissarin hat sie Ehe- und Scheidungsrecht reformiert, Abtreibung und gleichgeschlechtliche Beziehungen legalisiert, die Vergesellschaftung von Reproduktionsarbeit als revolutionäre Praxis erprobt.

Ihre Fragen zur Trennung von bürgerlichem und proletarischem Feminismus, zur neuen Moral einer nachkapitalistischen Gesellschaft, zum neuen Menschen, haben Generationen sozialistischer Feministinnen weltweit geprägt.

45:40

In dieser Folge sprechen wir im Rahmen unserer Kooperation mit der Z. – Zeitschrift Marxistische Erneuerung über die neue Märzausgabe (Nr. 145) zum Schwerpunkt BRICS+. Zu Gast ist Felix Jastner, der im Heft den Beitrag „BRICS im Spiegel der russischen Außenpolitik" veröffentlicht hat.

Was ist BRICS eigentlich? Ein Alternative zum Westen oder nur loses Bündnis von Interessen? Und welche Rolle spielt Russland darin? Wir diskutieren, wie die russische Elite auf BRICS blickt und wie sich das russische Verhältnis zu BRICS+ von der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 bis zum Krieg um die Ukraine entwickelt hat. Was auch ökonomisch durch die westlichen Sanktionen dabei in den russischen Beziehungen zu den BRICS+-Staaten verändert? 

1:41:54

Der deutsche Militarismus erlebt eine neue Hochphase: Bundeswehr-Werbekampagnen, Aufrüstung, „Zeitenwende“ mit Doppelwumms, Rüstungsindustrie und geopolitische Machtprojektion prägen die politische Debatte. Doch wie ist diese Entwicklung historisch einzuordnen? Welche Interessen stehen dahinter? Und welche Rolle spielt Deutschland heute in NATO, EU und in globalen Konflikten und Kriegen?

Zu Gast sind Jakob Reimann und Thomas Winklmeier vom Arbeitskreis Antimilitarismus. Gemeinsam sprechen wir über den Sammelband des AK Antimilitarismus und zeichnen die Entwicklung von der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik über die Auslandseinsätze in Somalia, Jugoslawien und Afghanistan bis zur aktuellen Aufrüstungspolitik nach.
Außerdem geht es um die Bundeswehr im Inneren, den militärisch-industriellen Komplex (MIK), die Rolle von Rüstungskonzernen und Start-ups, die Rekrutierung junger Menschen sowie die Frage, wie Bedrohungsszenarien politisch genutzt werden. Zum Abschluss diskutieren wir, welche Perspektiven organisierte antimilitaristische Politik heute hat.

1:22:00

Im heutigen Biertelefonat reagieren wir zusammen mit Fabian Lehr kritisch auf ein Video von Ole Nymoen und Simon D. Dreßler, das sie kürzlich auf ihrem Youtube Kanal "HeissaPapaClips" hochgeladen haben. Dort üben sie scharfe Kritik an der Schülerstreik-Bewegung gegen die Wehrpflicht, die SDAJ und andere marxistische Gruppen, die diese Proteste unterstützen.

Wir wollen in diesem Reaction-Video erklären, was wir an dieser Kritik falsch und sogar für politisch schädlich halten.