22:22

In dieser aktuellen Sendung berichtet Thomas Röper direkt von seiner Reise nach Starobelsk im Gebiet Lugansk. Dort wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine Berufsschule samt Wohnheim angegriffen. Offiziell starben 21 Kinder und Jugendliche, weitere 46 wurden verletzt.

Thomas Röper war gemeinsam mit internationalen Journalisten vor Ort und schildert seine Eindrücke aus dem zerstörten Wohnheim, den Klassenzimmern und den eingestürzten Gebäudeteilen. Er beschreibt die Spuren der Explosionen, die Panik unter den Jugendlichen sowie die Aussagen von Rettungskräften und Anwohnern.

Besonders brisant: Während westliche Medien ausführlich über die russischen Gegenangriffe berichteten, wurde über die Ereignisse von Starobelsk kaum gesprochen oder die Darstellung russischer Stellen pauschal bestritten.

Im Gespräch geht es unter anderem um:

den Ablauf des Angriffs auf das Wohnheim
die Situation vor Ort in Starobelsk
Aussagen von Augenzeugen und Rettungskräften
die Reaktion Russlands
die mediale Darstellung im Westen
die Stimmung innerhalb Russlands
die Gefahr einer weiteren Eskalation des Konflikts

Thomas Röper schildert außerdem, warum der Vorfall in Russland derzeit ein großes Thema ist und weshalb viele Menschen dort die bisherigen Reaktionen des Westens als zynisch empfinden.

Ein ausführliches Gespräch über Krieg, Medien, Propaganda, Eskalation und persönliche Eindrücke direkt aus dem Donbass.

1:36:21

08.06.2025

In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit. Angeblich. »Eine Zensur findet nicht statt«, heißt es in Artikel 5 des Grundgesetzes.

Doch seit der Wahl Donald Trumps 2016 und dem Brexit haben sich Geheimdienste, Denkfabriken, Nichtregierungsorganisationen, Internetgiganten und Mainstream-Medien verschworen, um durch die Hintertür ein flächendeckendes System der Zensur und Meinungsüberwachung einzuführen, finanziert von den Steuerzahlern, im Namen der Bekämpfung von »Hass und Hetze« sowie »Desinformation«.

Das neue Zeitalter der Zensur

Deutschland war mit dem »Netzwerkdurchsetzungsgesetz« Vorreiter bei der Einführung des Zensurkomplexes. Es verpflichtete große Internetfirmen dazu, künstliche Intelligenz zu verwenden, um angebliche »Hassrede« zu finden und zu filtern.

Die Rede, die sie hassen

Hinter diesen Zensurbemühungen steht ein Geflecht aus amerikanischen und englischen Geheimdiensten sowie transatlantischen Thinktanks, die vorab definieren, welche Meinungen richtig und welche falsch sind. So werden Meinungsäußerungen von Bürgern als »Desinformation« definiert, weil sie politisch nicht gewollt sind.

Wie konnte es so weit kommen?

In seinem exzellent geschriebenen Recherchebericht gibt Collin McMahon die erschreckende Antwort. Noch brisanter wird es aber, wenn er seinen Fokus auf Deutschland richtet und die Finanzierung von Zensur-NGOs wie Correctiv, Amadeu Antonio Stiftung, HateAid und Neue deutsche Medienmacher*innen akribisch durchleuchtet. Die Zahlen, die McMahon zusammengetragen hat, sind erschreckend, denn sie beweisen, dass es in Deutschland eine regelrechte Zensur-Industrie gibt, die der Staat mit Steuergeld üppig subventioniert.

1:44:27

Was wurde beim EU-Gipfel auf Zypern wirklich besprochen – und welche Folgen hat das für Europa?

In dieser Ausgabe von Effenberger aktuell analysieren Wojna und Wolfgang Effenberger die geopolitische Lage nach dem Gipfel vom 23. bis 24. April 2026. Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges, die Sperrung der Straße von Hormus, der 90-Milliarden-Kredit für die Ukraine, die wachsende Rolle der EU im Ukrainekrieg sowie die massiven NATO-Manöver in Europa.

Wolfgang Effenberger zeigt auf, warum Europa immer stärker in globale Konflikte hineingezogen wird, ohne selbst eigenständig zu handeln. Dabei geht es um die Frage, ob die EU längst nur noch die Kosten und Risiken einer Strategie trägt, die anderswo beschlossen wurde.

Wolfgang Effenberger zeigt auf, warum Europa immer stärker in globale Konflikte hineingezogen wird, ohne selbst eigenständig zu handeln. Dabei geht es um die Frage, ob die EU längst nur noch die Kosten und Risiken einer Strategie trägt, die anderswo beschlossen wurde.

Weitere Themen der Sendung:

-der EU-Gipfel auf Zypern und seine wahre politische Bedeutung
-die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges für Europa
-500 Millionen Euro Belastung pro Tag durch die Hormus-Krise
-neue Sanktionen, Eskortmissionen und die Gefahr weiterer Eskalation
-90 Milliarden Euro für die Ukraine und die Folgen für den EU-Haushalt
-NATO-Dauermanöver, neue Übungsformate und militärische Dauerpräsenz
-die zunehmende Rolle Deutschlands als logistische Drehscheibe
-doppelte Standards im Umgang mit Israel, Iran und dem Atomwaffensperrvertrag
-der strategische Kurswechsel der USA: Europa gegen Russland, USA gegen China

Eine Sendung über Aufrüstung, Machtverschiebungen und die Frage, ob Europa gerade in eine neue Phase permanenter Konfrontation eintritt.

1:03:14

Der Medienwissenschaftler Wilhelm Domke-Schulz lieferte seit der Wende verschiedenen Sendern wie RBB, 3Sat und MDR Dokumentarfilme zu, die er produzierte - bis er aufgrund eines zunehmend russophoben Redaktionsklimas bei den Öffentlich-Rechtlichen seinen Job an den Nagel hing. Seither veröffentlicht er künstlerisch anspruchsvolle Dokumentationen, die sich speziell dem Verhältnis der Deutschen, zur Russischen Föderation, widmen, einem Thema, das ihm sehr am Herzen liegt. Für sein aktuelles Werk "Remember Odessa", das in diesen Wochen in Kinos überall in Russland erscheinen soll, mischte sich der Investigativ-Reporter mutig zwischen ukrainische Rechtsradikale, denen der Mord an Demonstranten im Odessaer Gewerkschaftshaus vorgeworfen wird. Argwöhnisch beäugt auch vom ukrainischen Geheimdienst und der örtlichen Polizei, die seit dem Staatsstreich 2014 auf dem rechten Auge blind zu sein scheinen.

50:36

Der Autor Ullrich Mies befragte über Monate hinweg die KI (Künstliche Intelligenz), in diesem Fall das KI-Programm ChatGPT, zur politischen Lage und er­ erhielt erstaunlich offene und kritische Antworten zu Themen wie totalitärer Staat, Meinungsunterdrückung, Funktionsweise der Demokratie, Vasallen- staat, Medien, Kriegstüchtigkeit und Aufrüstung. Aber auch zur Umkehrung dieser Entwicklungen hat die KI systemkritische Vorschläge. Lange wird es diese offenen Antworten in den öffentlich zugäng­lichen KI-Programmen nicht mehr geben. Insofern enthält dieses Werk über den Erkenntnisgewinn heutiger Leser hinaus für zukünftige Generationen wichtiges Archivmaterial.

Beispiele aus den Antworten der KI: 
»Der bürokratische und sicherheitspolitische ­ Komplex entwickelt eine Eigendynamik, die demo- kratische Kontrolle zunehmend unterläuft. Geheimdienste, Überwachungsstrukturen und Behörden operieren häufig in Grauzonen. Apparate machen faktisch Politik, ohne gewählt zu sein. Damit entsteht ein ›Tiefer Staat‹, auch ohne konspirative Absicht – allein durch struk­turelle Intransparenz und asymmetrische Wissensmacht.«

»Die Bevölkerung wird zum Opfer staatlicher Maß- nahmen, ohne jegliches Mitbestimmungsrecht.«

1:37:56

Willkommen bei Tacheles mit Röper und Stein, wo der Weltuntergang selbstverständlich pünktlich zum Upload erscheint und jede diplomatische Geste schon verdächtig nach dem Vorspann zum großen Finale klingt. Europa zündelt, Russland knurrt, und irgendwo zwischen Brüssel, Moskau und Washington stolpern alle Beteiligten mit ernster Miene über ihre eigenen roten Linien. Währenddessen schiebt sich im Nahen Osten das nächste geopolitische Drama auf die Bühne: USA, Israel und Iran liefern sich das übliche Schattenboxen, nur diesmal mit etwas mehr Pyrotechnik und deutlich weniger Geduld. Doch keine Panik – zwischen alarmistischen Schlagzeilen, bedeutungsschweren Landkarten und der einen oder anderen prophetischen Augenbraue behalten wir natürlich den „vollen Durchblick“. 

Mit einem Augenzwinkern sezieren wir Machtspiele, Narrative und die fast schon olympische Disziplin des gegenseitigen Provozierens. Wer heute noch wissen will, ob wir am Rand des Abgrunds stehen oder nur wieder besonders dicht davor posieren, ist hier goldrichtig. Also lehnt euch zurück, atmet die Weltlage tief ein und genießt die ironische Reise durch das globale Krisenkabinett – selbstverständlich mit dem beruhigenden Gefühl, dass morgen alles noch ein kleines bisschen ernster sein könnte.

ZeitmarkenVerhandlungen & Geopolitik (Iran/USA/Israel)

  • Indirekte Verhandlungen: Es gibt Berichte über tatsächliche Kontakte zwischen den USA und dem Iran, die über nicht-politische Mittelsmänner und Geschäftsleute laufen [02:15].
  • Machtverschiebung im Iran: Durch militärische Schläge der USA und Israels wurde die alte iranische Führung teilweise ausgeschaltet. Nun haben Gruppen aus dem Sicherheitsbereich (Militär, Polizei, Geheimdienste, Revolutionsgarden) die Kontrolle übernommen [03:41]
  • Kritik an Europa: Im Iran und im globalen Süden wird kritisiert, dass Europa Angriffe der USA auf zivile Ziele (wie eine Mädchenschule) nicht verurteilt, was die diplomatischen Beziehungen nachhaltig schädigt [12:20].

US-Innenpolitik & Trump

  • Persönlichkeitsprofil: Ein japanischer Politiker beschreibt Trump als extrem egozentrisch und narzisstisch; er akzeptiere keinerlei Kritik und umgebe sich ausschließlich mit loyalen Unterstützern [08:58].
  • State of the Union: In seiner Ansprache Anfang April präsentierte sich Trump gewohnt selbstbewusst und siegessicher [09:52]

Strategische Konfliktpunkte

  • Bedeutung der Insel Charg: Diese Insel ist strategisch entscheidend, da über sie etwa 90 % des iranischen Ölhandels abgewickelt werden [12:00].
  • Ostsee-Drohnen: Die Situation bezüglich Drohnen in der Ostsee wird als zunehmend ernst und „nicht mehr lustig“ eingestuft [00:52]

Europäische Politik (Ungarn & Slowakei)

  • Druck auf Viktor Orbán: Es wird ein Plan vermutet, Orbán innerhalb der EU bis Ende April politisch kaltzustellen oder ihm das Stimmrecht in Brüssel zu entziehen [01:34:49]
  • Rolle der Slowakei: Der slowakische Regierungschef Fico hat signalisiert, die Position Ungarns zu unterstützen, sollte Orbán innerhalb der EU weiter unter Druck geraten [01:35:02].

1:18:41

Gemeinsam mit Dirk Pohlmann und Thomas Röper sprechen wir über die sogenannte Samson Option – jenes düstere Szenario, das weit über einen regionalen Krieg hinausweist. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Wie real ist die nukleare Drohkulisse Israels? Und stehen wir längst näher am großen Flächenbrand, als uns Politik und Medien glauben machen wollen?

Im Zentrum stehen der Iran-Krieg, die militärische Lage Israels, die Rolle der USA, die Frage nach geheimen Strategien, atomarer Eskalation und dem Schweigen der westlichen Öffentlichkeit. Es geht um Geopolitik, Propaganda, Zensur, Sanktionen – und um die beunruhigende Möglichkeit, dass hinter dem täglichen Nachrichtenchaos ein viel größeres Spiel läuft.

Ein Gespräch über Macht, Angst, Täuschung und die Frage, wie nah wir dem Punkt ohne Rückkehr wirklich sind.

Details

1. Militärische Lage und Warnung vor dem Kollaps

  • 0:00 – 0:13: Dirk Pohlmann berichtet, dass der israelische Generalstabschef bei einer Konferenz mit dem Kabinett „zehn rote Flaggen“ gehisst habe.

  • 0:17 – 0:25: Die zentrale Warnung lautet, dass die israelischen Streitkräfte kurz vor dem Kollaps stehen.

  • 0:32 – 0:41: Begründet wird dies mit der Überlastung durch den Krieg im Libanon und der Zerstörung dortiger Infrastruktur („Gazaisierung“).

  • 1:13 – 2:03: Erläuterung der iranischen „Saturierungsstrategie“: Billige Drohnen (Geranium) erschöpfen die teuren Abwehrsysteme wie den Iron Dome oder David’s Sling.

  • 2:16 – 2:31: Hinweis auf mangelnde Produktionskapazitäten für Abfangraketen und den technologischen Fortschritt des Iran (Hyperschall- und Feststoffraketen in Tunnelsystemen).

2. Die „Samson-Option“ und das Nukleararsenal

  • 3:17 – 4:23: Diskussion über das inoffizielle Nuklearwaffenprogramm (ca. 200–400 Sprengköpfe), das erstmals durch Seymour Hersh aufgedeckt wurde.

  • 4:32 – 4:57: Erläuterung der Samson-Option: Die Drohung, bei einer existenziellen Bedrohung Israels die gesamte Welt (inklusive Großstädte weltweit) mit in den Untergang zu reißen.

  • 5:15 – 5:39: Zitat des Militärhistorikers Martin van Creveld, wonach im Falle eines Untergangs Israels alle europäischen Hauptstädte Ziele wären.

  • 6:18 – 6:34: Erklärung des Namensgebers: Die biblische Figur Samson bringt den Tempel über sich und seinen Feinden zum Einsturz.

3. Deutsche Beteiligung und historische Hintergründe

  • 8:09: Pohlmann behauptet, dass Deutschland unter Konrad Adenauer das israelische Nuklearprogramm finanziert habe.

  • 10:12 – 11:16: Der Eichmann-Prozess wurde laut Transkript von Israel genutzt, um Druck auf die Bundesregierung (wegen NS-Vergangenheit von Staatssekretär Hans Globke) auszuüben, um Waffenlieferungen zu erhalten.

  • 11:47 – 12:12: Details zur „Operation Geschäftsfreund“: Über 10 Jahre flossen jährlich 200 Millionen Mark an Israel, offiziell für eine „nukleare Entsalzungsanlage“ in Dimona, die tatsächlich Plutonium produzierte.

  • 13:04 – 13:50: Deutschland lieferte sechs Dolphin-U-Boote (drei davon geschenkt), die speziell für nuklear bestückbare Marschflugkörper ausgerüstet sind, um eine Zweitschlagskapazität auf See zu ermöglichen.

4. Weitere Vorfälle und Medienkritik

  • 17:43 – 19:40: Detaillierter Rückblick auf den Angriff auf das US-Spionageschiff USS Liberty im Jahr 1967 durch israelische Streitkräfte.

  • 32:00 – 32:59: Kritik an der Berichterstattung und Wikipedia; Pohlmann beklagt, dass seine Dokumentationen und Auszeichnungen dort ignoriert oder Inhalte „NATO-konform“ umgeschrieben würden.
  • 46:16 – 47:35: Diskussion über „Informationssysteme“ und den Unterschied in der Medienwahrnehmung zwischen Westdeutschland, Ostdeutschland und Russland.

  • 48:30 – 49:13: Anmerkung zu Greta Thunberg, deren Reichweite im Westen laut Pohlmann stark abnahm, nachdem sie sich dezidiert für Palästina positionierte.

Geopolitik, Rohstoffe und Medien

  • 50:11 – 50:57: Die wirtschaftliche Dimension und Helium-Knappheit Pohlmann erläutert, dass ein Krieg mit dem Iran globale Auswirkungen auf die Hochtechnologie hätte. Der Iran ist ein Hauptlieferant für Helium (gewonnen aus Erdgas). Ein Ausfall würde die Halbleiterproduktion und KI-Entwicklung weltweit stoppen, da Helium für die Kühlung in der Chipfertigung essenziell ist.
  • 52:40 – 53:15: Chinas Rolle und die „Multipolarität“ Es wird diskutiert, dass China kein Interesse an einem großen Krieg hat, aber von der Schwächung des Westens profitiert. Die wirtschaftliche Verflechtung mache einen Konflikt für alle Seiten ruinös.
  • 55:18 – 57:10: Die Gefahr eines „Blackouts“ und Rationierungen Die Sprecher diskutieren das Szenario, dass bei einer Eskalation im Nahen Osten die Energiepreise explodieren und im Westen Rationierungen (z. B. Fahrverbote oder Stromabschaltungen) drohen könnten, was politisch zur Kontrolle der Bevölkerung genutzt werden könnte.
  • 1:00:22 – 1:03:45: Historischer Exkurs: Die „USS Liberty“ und Vertuschung Pohlmann vertieft hier noch einmal die Bedeutung von Geheimoperationen. Er zieht Parallelen zwischen historischen Ereignissen und der aktuellen Informationspolitik, um zu zeigen, wie Narrative staatlich gelenkt werden.
  • 1:05:30 – 1:08:15: Kritik an der deutschen Medienlandschaft Röper und Pohlmann sprechen über den „Haltungsjournalismus“. Sie kritisieren, dass Journalisten in Deutschland sich eher als Erzieher der Bevölkerung sehen, anstatt neutral zu berichten.
  • 1:10:12 – 1:12:40: Wikipedia als „Kampfinstrument“ Pohlmann schildert seine persönlichen Erfahrungen mit Wikipedia. Er behauptet, dass Informationen über seine Auszeichnungen und internationalen Erfolge systematisch gelöscht oder als „irrelevant“ markiert werden, um seinen Ruf zu beschädigen (Rufmord-Vorwurf).
  • 1:14:20 – 1:16:30: Die „geistige Mobilmachung“ Es wird die These aufgestellt, dass die Gesellschaft auf einen Krieg vorbereitet wird. Pohlmann sieht Anzeichen für eine „Kriegstüchtigkeit“, die in Schulen und Medien propagiert wird.
  • 1:17:43 – 1:18:20: Abschluss und Zusammenfassung Pohlmann erwähnt, dass seine Dokumentationen in über 30 Ländern (u.a. USA, Russland, Japan) gezeigt wurden, was im deutschsprachigen Diskurs jedoch verschwiegen werde. Das Gespräch endet mit einem Appell zur Wachsamkeit und einem Abschiedsgruß an die Zuschauer.

17:53

Dieser politische Kurzfilm aus dem Jahr 2011 verbindet persönliche Erinnerung, historische Verantwortung und eine grundlegende Kritik an Krieg, Macht und moralischer Selbsttäuschung.

Der Physiker und Friedensforscher Hans Peter Dürr schildert eindrücklich, wie ihn seine Erfahrungen als Jugendlicher im Krieg prägten – und warum er sich bewusst für die Wissenschaft entschied, um nie wieder Teil von Zerstörung zu sein.

Seine Promotion führte ihn ausgerechnet zu Edward Teller, dem späteren „Vater der Wasserstoffbombe“. Die Erkenntnis, dass rationale, hochintelligente Menschen den Bau von Massenvernichtungswaffen mit dem Argument des Weltfriedens rechtfertigen können, wurde für Dürr zu einem Schlüsselerlebnis – und zu einer Warnung.

Dem gegenübergestellt wird ein Ausschnitt aus der Nobelpreisrede von Barack Obama, in der militärische Gewalt als notwendiges Mittel verteidigt wird. Der Filmemacher Frieder Wagner kommentiert diese Worte und konfrontiert sie mit den realen Folgen moderner Kriegsführung.

Ein zentrales Thema des Films ist der Einsatz von Uranmunition:
ihre langfristigen gesundheitlichen Folgen, die Kontamination ganzer Regionen und das Schweigen darüber in Politik und Medien. Der Film stellt unbequeme Fragen zu Verantwortung, Rechtsstaatlichkeit und dem Missbrauch moralischer Begriffe zur Rechtfertigung von Gewalt.

Abschließend richtet sich der Blick auf Demokratie, Freiheit und Recht:
Was bedeutet wirkliche Demokratie?
Was unterscheidet Recht von Herrschaft?
Und warum ist Moral keine Frage politischer Belehrung, sondern innerer Verantwortung?

Dieser Film ist kein schneller Kommentar zur Tagespolitik.
Er ist eine zeitlose Reflexion über Krieg, Macht, Wissenschaft und das menschliche Gewissen – und über die Notwendigkeit eines Bewusstseinswandels, der jeder echten Veränderung vorausgehen muss.

25:50

Trump bombardiert Caracas und lässt Venezuelas Präsident Maduro und dessen Frau von der Delta Force entführen. Wie lässt sich dieses Vorgehen erklären, was steckt dahinter und wo versagen (mal wieder) die massenmedialen Berichte?
Darüber spricht Frank Höfer mit Thomas Röper.