Kriegsdienstverweigerung (Thema)

Kriegsdienstverweigerung ist die Entscheidung einer Person, nicht an Kriegshandlungen teilzunehmen. In Staaten mit einer gesetzlichen Wehrpflicht wird sie auch als Wehrdienstverweigerung ausgeübt, weil der Wehrdienst zum Kriegsdienst ausbildet. Werden auch Ersatzdienste verweigert, spricht man von Totalverweigerung. In demokratischen Rechtsstaaten ist Kriegsdienstverweigerung ein gesetzlich geschütztes Bürgerrecht. Dessen Ausübung ist jedoch meist an bestimmte Verfahren und Auflagen gebunden, deren Missachtung strafrechtliche Folgen hat. 

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Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V.

Im Januar 1938 träumte der österreichische Landwirt von einem Zug, in den immer mehr Menschen einstiegen. Und hörte eine Stimme sagen: "Dieser Zug fährt in die Hölle." Jägerstätter deutete diesen Traum als Warnung vor dem Nationonalsozialismus, der mit den Lehren der Kirche unvereinbar sei. Zunächst als verschrobener Bauer abgetan, wurde sein Widerstand mit der Verweigerung des Wehrdienstes aus Gewissensgründen schließlich offensichtlich. Er erklärte öffentlich, dass er als gläubiger Katholik keinen Wehrdienst leisten dürfe, da es gegen sein religiöses Gewissen ist, zu kämpfen. Am 6. Juli verurteilte ihn das Reichskriegsgericht in Berlin wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tode.

ISBN 978-3-8050-0705-4 vergriffen

Das Buch erinnert an die im Zweiten Weltkrieg von der Militärjustiz zumeist hingerichteten Kriegsdienstverweigerer und fragt: Was hat die weithin unbekannten Menschen veranlasst, aus religiösen Gründen ihrem Gewissen treu zu bleiben? Was genau haben Franz Jägerstätter, Wilhelm Kempa oder Hermann Stöhr bewogen, Hitler die Gefolgschaft zu verwehren und lieber selbst zu sterben als andere in verbrecherischen Kriegen zu töten? Es sind erschütternde Zeugnisse von Mut, Wahrhaftigkeit, Gottvertrauen und dem Festhalten an christlichen Grundwerten. Die großen Kirchen, für einen "gerechten Krieg" und Gehorsam gegenüber der Obrigkeit predigend, ließen sie allein.

ISBN 978-3-943425-98-7 18,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Der Erste Weltkrieg und der zeitgenössische Antimilitarismus. Der vorliegende Band versammelt bekanntes und weniger bekanntes literarisches Textmaterial zu Pazifismus und Kriegsdienstverweigerung unmittelbar vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg. Während des Ersten Weltkrieges waren die ersten Anzeichen einer Kriegsmüdigkeit schon sehr bald wahrzunehmen. Zur Jahreswende 1914/15 weigerten sich Soldaten sowohl an der Westfront als auch im Karpatengebiet die Kampfhandlungen weiter fortzuführen. Im Hinterland bemühten sich Antimilitaristinnen und Antimilitaristen trotz schlimmster Zensurbedingungen, oft unter permanenter existentieller Bedrohung, um eine rasche Herbeiführung des Friedens.

ISBN 978-3-85409-720-4 vergriffen