Chronik

Freitag, 27. April 2018 um 20 Uhr „Zwei Dichter – ein Konflikt oder Der Durchmesser der Bombe“ Vortrag und Diskussion mit Sulamith Sparre

„Zwei Dichter – ein Konflikt oder Der Durchmesser der Bombe“
Vortrag, Lesung und Diskussion mit Sulamith Sparre

Darstellung des Krieges in Gedichten Jehuda Amichais und Mahumud Darwischs

Ort: Buchladen Neuer Weg Sanderstr.23/25, 97070 Würzburg Tel. 0931 / 355910
Termin: Freitag, 27.April 2018, 20 Uhr
Eintritt frei
Veranstalter: Buchladen Neuer Weg, Würzburg liest ein Buch   

„Der Durchmesser der Bombe“, der eine Gesellschaft spaltet, bedeutet konkret: Kaum ein Tag, ohne dass die Weltöffentlichkeit nicht durch Tote auf der einen oder anderen Seite mit dem Nahostkonflikt konfrontiert würde; kaum ein Tag, an dem die unheilvolle Dynamik von Gewalt und Gegengewalt, halsstarriger politischer Unbeweglichkeit und Ressentiments die Situation nicht noch verfahrener und auswegloser erscheinen ließe – nur: „so wie es ist, kann es nicht weitergehen, wir können es uns auf Dauer nicht leisten, so weiterzumachen wie bisher“, erklärt 1992 David Grossman in „Der geteilte Israeli.“

Sind „die Gebiete“ „besetzt“ oder „befreit“? Tatsache sind Schikanen an den „Checkpoints“ – diktiert sind sie von der Angst der Israelis vor terroristischen Akten.

Montag 10.12.2018 20:15 Krieg in Syrien. Vortrag Karin Leukefeld

Krieg in Syrien

Instrumentalisierung der Menschenrechte vor dem Hintergrund machtpolitischer Interessen

Vortrag von Karin Leukefeld

Karin Leukefeld, Jahrgang 1954, Studien der Ethnologie, Islam- und Politikwissenschaften, Ausbildung zur Buchhändlerin. Seit 2000 freie Korrespondentin im Mittleren Osten. Seit 2010 als Journalistin in Syrien akkreditiert.

Tragen die EU und die USA mit wirtschaftlichen Strafmaßnahmen (Sanktionen) zum Leid der Zivilbevölkerung in Syrien bei? Befeuern Sie durch die Unterstützung verschiedener bewaffneter Gruppen (die meist als "Rebellen" bezeichnet werden) den sogenannten syrischen Bürgerkrieg?

Der Vortrag wird uns aus erster Hand über Syrien berichten und dabei besonders auf die Ereignisse in Aleppo, Afrin und Idlib eingehen. Außerdem skizziert Leukefeld, was "der Westen" tun könnte und lassen sollte, um der syrischen Zivilbevölkerung tatsächlich zu helfen

Dienstag 12.06.2018, 20:Uhr Wirtschaft ohne Wachstum. Warum das nötig ist und wie es funktionieren kann.

WIRTSCHAFT OHNE WACHSTUM!

Warum das nötig ist und wie es funktionieren kann. 

Vortrag von Marius Rommel, Nachhaltigkeitsökonom an der Univ. Oldenburg
Vorstellen der Idee eines „Zukunftshauses“ durch Matthias Pieper

Ort: Buchladen Neuer Weg Sanderstr.23/25, 97070 Würzburg Tel. 0931 / 355910
Termin: Dienstag, 12. Juni 2018, 20 Uhr
Eintritt frei
Veranstalter: Matthias Pieper, Riemenschneiderstr. 3, 97072 Würzburg

Immer mehr Menschen sind sich bewusst, dass der Lebensstil der sog. „entwickelten Welt“ nicht haltbar ist, da er zum Einen viel Armut und Ausbeutung und zum Anderen ökologische Katastrophen verursacht. Ein bisschen Ökostrom, fairer Kaffee in der Kantine und sparsamere Maschinen ändern nichts an der Tatsache, dass die ökologischen Grenzen immer weiter überschritten werden.

Statt also nur an den Symptomen herumzudoktern, muss die Ursache in den Blick genommen werden: Unser Wirtschaftsmodell als Grundlage der Gesellschaft. Der Kapitalismus braucht Wachstum, da Investoren Rendite brauchen und so muss mit gleicher Leistung immer mehr produziert werden. Dafür braucht es endlosen, schnelllebigen Konsum, der dank des mobilen Zeitalters unser ganzes Leben erobert hat. Wir „brauchen“ immer mehr, können immer mehr und haben immer weniger Zeit.

Aufbauend auf dieser Erkenntnis stellen sich folgende Fragen: Was kann die oder der Einzelne tun, um im Alltag konkret etwas anders zu machen? Anders zu konsumieren und wieder mehr Zeit zur freien Gestaltung zu haben? Und was können Unternehmen dazu beisteuern, andere Lebensmodelle zu ermöglichen? Der Vortrag von Marius Rommel und die anschließende Diskussion der Idee eines „Zukunftshauses“ sollen hier konkrete Alternativen aufzeigen, wie ein zukunftsfähiges Leben möglich ist.

03. Juni 2014, 20 Uhr: Finanzmarktkapitalismus? Zur Kritik einer gängigen Kriseninterpretation und Zeitdiagnose

Die in Gewerkschaften und großen Teilen der Linken verbreitete Vorstellung, der derzeitige Kapitalismus sei als „globaler Finanzmarktkapitalismus“ richtig beschrieben, wird in aller Regel kaum mehr hinterfragt. Krumbein widerspricht grundsätzlich dieser Kriseninterpretation und Zeitdiagnose.

Er widerlegt anhand umfangreicher empirischer Daten die Auffassung, die Finanzmärkte seien aufgebläht und beherrschten die Realökonomie. Der Vortrag geht ein auf die Analyse der Krise 2007/09 und der zyklischen Erholung seit 2009. Krumbein wendet sich massiv gegen die Auffassung, wir seien in einer dauerhaften ökonomischen Stagnation gefangen. „Bei der Analyse der Krise 2007/09 und der zyklischen Erholung seit 2009 wird die Bedeutung von Strukturentwicklungen in der Realökonomie und von politischen Steuerungseingriffen systematisch unterschätzt“.

Er befasst sich mit der Meinung, die gegenwärtigen Probleme seien im Rahmen des (neoliberalen) Kapitalismus nicht zu überwinden. Dabei knüpft er an ältere krisenfixierte Analysen an, die sich immer wieder als vorschnell erwiesen. Eine mögliche Revitalisierung des Kapitalismus wird kaum bewertet.

Nicht zuletzt widerspricht Krumbein der Auffassung, mit dem „Finanzmarktkapitalismus“ habe sich eine neue Form des Kapitalismus herausgebildet. Er plädiert für die Bewahrung einer Unvoreingenommenheit im linken analytischen Denken, die eine mögliche Revitalisierung des Kapitalismus zumindest nicht ausschließt und von überraschenden Entwicklungen nicht überrollt wird.
Die Buchvorstellung bietet die Möglichkeit, diese Fragestellungen zu diskutieren.

Mittwoch 29.06.2016 19:30 Uhr Diese Wirtschaft tötet Vortrag Franz Segbers

"Diese Wirtschaft tötet" (Papst Franziskus)

Vortrag von Prof. Franz Segbers

"Diese Wirtschaft tötet!“ Nicht wenige sind von dieser Aussage des Papstes irritiert. Kaum bekannt ist allerdings, dass die Zehnte Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen Ähnliches verkündet hat. Erstmals gibt es hier bei den Kirchen weltweit eine große Übereinstimmung: Der Kapitalismus ist tödlich für den Menschen und für die Schöpfung als Ganzes. Die Flüchtlinge fliehen letztendlich vor den Folgen dieses Kapitalismus.
Eine andere Kirche kündigt sich an! Eine Kirche, die von unten her die Perspektive der Armen und Ausgeschlossenen einnimmt und sich mit den Opfern solidarisch zeigt.

Dienstag 5.12.2017 , 20:15 Uhr Kleine Romane für eine Nacht. 30 Jahre Salto - Ein Abend mit dem Wagenbach-Verlag

Kleine Romane für eine Nacht. 30 Jahre Salto -

Ein Abend mit Susanne Müller-Wolff  (Wagenbach-Verlag)

Die Wagenbach-Lektorin Susanne Müller-Wolff stellt die roten Bändchen vor. Dabei verrät sie, was literarische Einladungen sind und wie "Die souveräne Leserin" zu Salto  gekommen ist. Sie empfiehlt kleine Romane für eine Nacht, dazu ausgewählte Reisebücher, Kulinarisches und viel Verlockendes zum Selberlesen.

Der Klaus Wagenbach Verlag, "der Verlag für wilde Leser" und der Buchladen Neuer Weg feiern gemeinsam 30 Jahre Salto.

Eintrtt frei. Um Voranmeldung wird gebeten

Ort: Buchladen Neuer Weg, Sanderstraße 23-25, 97070 Würzburg Tel. 0931-35591-0, Email: buchladen@neuer-weg.com

Termin: Dienstag, 05.12.2017, 20:15 Uhr

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