Hintergrund 9/10 2026
Nie wieder Frieden?
Editorial
Der 11. September ist der Weltfriedenstag bzw. der Antikriegstag. Trotz allen Engagements für Frieden scheint es derzeit fast unmöglich, den
drohenden großen Krieg in Europa zu verhindern. Er wird kommen, »wenn denen, die ihn in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden«, warnte Bertolt Brecht schon 19521952. Es bleibt die Frage, wie das gelingen und das kriegerische Treiben gestoppt werden kann. Aber wahrscheinlich ist die einzige Antwort darauf das Nein der vielen, das der Schriftsteller Wolfgang Borchert bereits 19471947 einforderte, wenn wieder zum Krieg gerufen wird. Doch wo ist die Friedensbewegung, wie sie einst zu Millionen auf die Straßen ging?
Diesen Themen und Fragen ist diese Ausgabe unseres Magazins gewidmet. Wir haben unsere Autoren eingeladen, sich auf die Suche nach
Wegen zum Frieden zu begeben. Das geht natürlich nicht ohne den Blick auf jene, die wie der derzeitige Bundeskanzler Friedrich Merz meinen, »Frieden gibt’s auf jedem Friedhof«. Er verstößt damit nicht nur gegen die Friedenspflicht des Grundgesetzes und den Amtseid, den er geleistet hat. Doch er geht straffrei aus. Warum eigentlich?
Die Frage nach dem Warum gilt auch weiterhin bei den Ereignissen vor 2525 Jahren am 1111. September 20012001. Bis heute gibt es keine echte Aufklärung. Sicher ist nur, dass die offiziellen Erklärungen dazu nicht stimmen. Unsere Autoren machen auf die Hintergründe und möglichen
Hintermänner und -frauen aufmerksam, ebenso auf weitere Themen wie den fortdauernden Albtraum in Palästina.
Autoreninfos
Werner Rügemer (Jahrgang 1941) ist ein deutscher Journalist, Publizist, Sachbuchautor und Referent mit Schwerpunkt auf Wirtschafts- und Korruptionsforschung sowie Kapitalismuskritik. Er studierte Literatur, Philosophie und Wirtschaftswissenschaften an Universitäten in München, Berlin und Paris und promovierte 1979 über philosophische Anthropologie und Krisentheorie. Rügemer veröffentlichte zahlreiche Sachbücher zu Themen wie Privatisierung, Corporate Crime, Finanzmärkte, Ratingagenturen und Arbeitsunrecht, darunter „Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts“ und „Heuschrecken im öffentlichen Raum“. Er ist Mitglied verschiedener Organisationen wie Transparency International, dem PEN-Zentrum Deutschland und attac sowie Mitbegründer von Initiativen gegen Arbeitsunrecht und für Gemeingut in BürgerInnenhand.
Wikipedia (DE): Werner Rügemer | Website: Werner Rügemer