30.08.2026

Wer will Ibrahim Traoré stürzen? Frankreich, USA und der Kampf um Burkina Fasos Gold | Teil 2

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auf YouTube (30.08.2026) 1:47:06

Überblick

Verzerrter Blick auf Westafrika durch die französische Medienbrille (00:50) Der Sprecher berichtet von einem Treffen mit dem Botschafter von Burkina Faso in Berlin. Dieser schilderte eindringlich, dass die deutsche Bundespolitik und die Diplomaten Westafrika fast ausschließlich durch die Linse französischer Leitmedien wie Le Monde wahrnehmen. Diese kolonial geprägte Berichterstattung führt zu einer stark verzerrten Sichtweise auf den Kontinent und verhindert, dass die eigentlichen Absichten und Reformbestrebungen Burkina Fasos verstanden werden.

Burkina Fasos antiimperialistischer Weg (02:32) Im Rückblick auf den ersten Teil der Videoreihe wird die Ideologie und der Herrschaftsansatz von Ibrahim Traoré rekapituliert. Das Land versucht aktiv, aus dem globalen System auszuscheren und ein mündiges Volk zu erschaffen, das trotz Isolation, Terrorismus, Hunger und Sanktionen widerstandsfähig bleibt. Ein zentraler Fokus liegt darauf, die andauernde westliche Beeinflussung und Manipulation einzudämmen.

Westliche „Soft Power“ und die Macht der Algorithmen (03:38) Die Sprecher analysieren die subtile Wirkung von Soft Power und digitaler Unterhaltung. Historisch verweisen sie auf den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, der im US-Kongress vorschlug, das iranische Regime zu stürzen, indem man US-Serien wie Beverly Hills 90210 ausstrahlt, um Sehnsüchte nach dem amerikanischen Lebensstil zu wecken. Heute üben Tech-Konzerne über die gezielte Steuerung von Algorithmen eine noch drastischere Kontrolle über die Weltbilder ganzer Völker aus.

Chinas Internetpolitik als Gegenentwurf zur westlichen Dekadenz (05:12) Während der Westen seine eigene Jugend über Algorithmen durch inhaltslosen „Trash“, Tanz- und Beauty-Trends versauern lasse, blockiert China das westliche Internet. China setzt stattdessen auf ein digital kontrolliertes System, das Werte wie Patriotismus, Stärke, Bildung und Kultur in den Vordergrund rückt. Für ein kleines Land wie Burkina Faso ist der Aufbau einer solchen technologischen Infrastruktur jedoch kaum realisierbar.

Widerstand oder Unterwerfung: Das Luxusmodell der Golfstaaten (06:27) Es wird die fundamentale Frage diskutiert, warum ein verarmtes Land wie Burkina Faso den harten Weg der Sanktionen und Isolation wählt, anstatt sich wie die Golfstaaten dem westlichen System anzudienen und in materiellem Luxus zu leben. Der Botschafter erklärt, dass der Westen China und Russland zwar als Feinde darstellt, Afrikaner jedoch paternalistisch als „Tiere“ einordnet, denen man keine mündige Eigenständigkeit zutraut. Sobald ein afrikanischer Staat versucht, seine eigenen Ressourcen, Währungen und Banken unabhängig zu kontrollieren, reagiert der Westen mit Härte.

Die Heuchelei der Golfstaaten und die moderne Sklaverei (08:00) Während der Iran im Westen wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert wird, werden Proteste in den Monarchien Saudi-Arabien, Katar und den VAE im Keim brutal niedergeknüppelt. Zudem basiert der Reichtum dieser Staaten auf moderner Sklaverei und der extremen Ausbeutung von Arbeitsmigranten aus Bangladesch, Indien und Pakistan. Den Golfstaaten fehlt trotz ihrer Ressourcen die technologische Souveränität, weshalb sie die Preisgestaltung und die Rohstoffförderung vollständig westlichen Konzernen überlassen müssen.

Das globale Nullsummenspiel und die Strategie der Spaltung (10:33) Der Wohlstand im Norden beruht direkt auf der fortlaufenden Ausbeutung des globalen Südens. Um diese Vormachtstellung abzusichern, benötigen die USA Instabilität und Feindbilder. Sie treiben gezielt einen Keil in die Regionen (wie den Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten), um ihre militärische Präsenz als unentbehrliche Ordnungsmacht zu legitimieren.

Der neue Wettlauf um Afrika und seine Ressourcen (12:16) China und Russland fordern den Westen in Afrika heraus, indem sie Kredite zu besseren Konditionen vergeben, Schulden erlassen und massiv investieren. Die USA versuchen nun panisch, ihre Soft-Power-Rhetorik anzupassen, wollen den Kontinent jedoch weiterhin als strategisches Rohstofflager und billigen Arbeitsmarkt ausnutzen.

Ibrahim Traorés panafrikanischer Befreiungskampf (13:17) Ein eingeblendeter Clip zeigt den jungen Präsidenten Ibrahim Traoré, der als Hoffnungsfigur des Panafrikanismus gefeiert wird. Er beschreibt seine 37 Jahre als enorme Bürde, die seine tägliche Schlafzeit auf eine Stunde reduziert hat. Er schwört, die afrikanische Jugend niemals zu verraten und den Kampf für eine tatsächliche Unabhängigkeit fortzusetzen.

Die Notwendigkeit einer moralischen und spirituellen Volkserziehung (15:25) Traoré betont, dass die größte historische Gefahr für Afrika der Verrat der eigenen Anführer an ihrem Volk war. Um dem entgegenzuwirken, müsse man die Moral der Bevölkerung durch eine Kultur der Tugend anheben und ein starkes spirituelles (mythologisches) Fundament schaffen. Wenn eine Gesellschaft stattdessen mit westlichen Ablenkungen (Drogen, Sex und Musik) trivialisiert wird, entstehen gierige Verräter, die sich vom Materialismus kaufen lassen.

Militärische Unabhängigkeit als Fundament der Souveränität (17:49) Länder wie der Tschad, Senegal, die Elfenbeinküste und Burkina Faso fordern den Abzug westlicher Truppen. Traoré stellt klar: „Man kann nicht von Souveränität sprechen und gleichzeitig eine Armee eines anderen Landes auf dem eigenen Boden haben, die einem vorschreibt, was zu tun ist.“. Im Gegensatz zu den deutschen „Moralweltmeistern“, die sich in einem Wolkenkuckucksheim bewegen, erfordert echte Souveränität eine starke, schlagkräftige Armee.

Die Lüge über die Präsenz von Wagner-Söldnern (20:44) Traoré betont im Juli 2023 in St. Petersburg, dass man lieber sterbe, als einen kolonialen Herren gegen einen anderen auszutauschen. Der burkinische Botschafter stellt klar, dass sich nie Wagner-Söldner in Burkina Faso befanden. Dieses Narrativ wurde vom Westen gezielt erfunden, um das Land auf der internationalen Bühne zu isolieren und Kooperationen bei der Terrorismusbekämpfung zu blockieren.

Africom und der angebliche Schutz amerikanischer Interessen (22:05) Es wird ein Ausschnitt aus einer US-Senatsanhörung vom April 2025 mit dem Africom-Befehlshaber General Michael Langley gezeigt. Langley warnt vor einem Rückzug der USA und betont, dass die Achse aus China, Russland, dem Iran und Nordkorea daran gehindert werden muss, die strategischen Interessen der USA auf der Welt zu untergraben.

General Langley und der verlorene Kampf um die Narrative (24:55) General Langley klagt vor dem Ausschuss, dass China bis 2049 (oder früher) die globale Hegemonialmacht werden wolle. Er gesteht ein: „Wir haben zwar die Fakten auf unserer Seite, aber wir beherrschen nicht das Narrativ“. Die russische und chinesische Informationsarbeit übertöne die US-Propaganda in der afrikanischen Zivilgesellschaft.

Sambia, Krediterpressung und die Heuchelei über Chinas Einfluss (26:09) Auf die Frage eines Senators, ob die lokale Bevölkerung je von der Ausbeutung afrikanischer Bodenschätze profitiert habe, zeichnet Langley China als räuberischen Akteur (wie im Falle von Umweltverschmutzungen in Sambia). Die Sprecher demaskieren dies als Heuchelei: US-Konzerne und die CIA beuten den Kontinent seit Jahrzehnten brutal aus, während sie die afrikanische Infrastruktur vorsätzlich zerstören. Langley fordert nun massive US-Informationsoperationen, um Chinas „Belt and Road“-Initiative zu torpedieren.

US-Soft-Power als Herrschafts- und Bestechungsinstrument (28:57) Langley behauptet arrogant, die USA seien führend in der „Gesundheitsdiplomatie“ und Soft Power, während China und Russland ihre Methoden nur kopieren würden, um korrupte Eliten zu bestechen. Er wirft der burkinischen Regierung vor, ihre Goldreserven nur zur Machtsicherung der Militärjunta zu nutzen.

Die perfide Instrumentalisierung schwarzer Generäle gegen Afrika (31:16) Die Sprecher kritisieren die tiefe psychologische Manipulation der US-Propaganda. Langley lügt vor dem Senat mit absoluter Überzeugung, da er Afrikaner selbst als „Barbaren“ und „Untermenschen“ betrachtet, die ohne US-Kontrolle im Chaos versinken würden. Es ist ein rassistisches koloniales Muster, einen schwarzen General (Langley) vorzuschicken, um einen schwarzen Befreiungskämpfer (Traoré) zu bekämpfen, da dies die westliche Überheblichkeit verschleiert.

Generalkommandant Langleys Rückzug auf der Pressekonferenz in Kenia (36:10) Bei einer Befragung in Kenia durch die Journalistin Jusra Elbagir wird Langley wegen seiner verbalen Angriffe auf Traoré scharf kritisiert . Er rudert eilig zurück und behauptet, er respektiere Burkina Fasos Souveränität, warne jedoch aus militärischer Sicht vor dem Sahel als „Epizentrum des globalen Terrorismus“ .

Terrorismus als gesteuertes Werkzeug der Destabilisierung (38:43) Die Sprecher legen dar, dass die USA und der Westen den Terrorismus im Nahen Osten und in Westafrika durch ihre verdeckten Operationen erst erschaffen und genährt haben . Diese Milizen werden gezielt verschoben, um fortschrittliche und sozialistische Widerstandsbewegungen im Sahel dauerhaft zu schwächen und militärische Interventionen zu rechtfertigen .

Traorés Reaktion auf die Anschuldigungen von Africom (41:00) Präsident Traoré verurteilt die paternalistischen Einmischungen der USA . Er stellt klar, dass Burkina Faso als souveräner Staat frei entscheidet, mit welchen Partnern (wie Russland) es kooperiert, solange es für beide Seiten vorteilhaft ist .

Die demografische Zeitenwende und die Panik der NATO (42:53) Im Jahr 2050 wird die größte Erwerbsbevölkerung der Welt aus Afrika kommen . Die USA geraten in Panik, da afrikanische Länder immer häufiger Waffen ohne politische Einschränkungen und westliche Bevormundung in China, Russland oder der Türkei einkaufen .

Traorés direkte Abrechnung mit Langleys Lügen über burkinische Goldreserven (45:38) Traoré zeigt sich empört über Langley: „Es ist sehr hässlich zu sehen, wie ein General einer großen Wehrmacht lügt.“ . Er stellt klar: „Es ist das Gold aus Burkina. Es geht ihn überhaupt nichts an.“ . Zudem hatte das Land vor Traorés Amtsantritt kein einziges Gramm Goldreserve; er hat diese Reserven erst mühsam in der Schatzkammer aufgebaut .

Traorés Popularität und die Zerstörung des kolonialen Musters (48:03) Sollten freie Wahlen stattfinden, würden über 90 % der Menschen in Burkina Faso und den Nachbarländern Traoré wählen . Er verurteilt, dass der Westen schwarze Soldaten als Marionetten missbraucht: „Die schwarze Rasse darf nicht dazu benutzt werden, schwarze zu bekämpfen.“ .

Das Ende der diplomatischen Heuchelei (51:18) Traoré fordert eine öffentliche Entschuldigung von Langley, da die afrikanische Jugend die westlichen Lügen längst durchschaut habe . Er kritisiert zudem den ivorischen Verteidigungsminister, der in die Türkei reiste, um den Verkauf von Drohnen und Waffen an Burkina Faso zu verhindern .

Die LGBTQ-Debatte als letzter moralischer Hochmut des Westens (52:43) In der Nachbesprechung des Round-Table-Interviews mit Sky-News-Journalistin Jusra Elbagir wird die westliche Fokussierung auf die LGBTQ-Agenda analysiert . Da der Westen durch Kriege (wie in Libyen und Venezuela), Folterkeller (Guantanamo), Zensur und systematische Ausbeutung jede moralische Glaubwürdigkeit verloren hat, nutzt er die LGBTQ-Toleranz als letzten verbliebenen Maßstab, um sich anderen Kulturen moralisch überlegen zu fühlen . Andere Zivilisationen (wie Russland oder afrikanische Gesellschaften) lehnen dies ab und betrachten diese Agenda als reines Zeichen westlicher Dekadenz .

Die Natur der Revolution und der Verrat Togos (1:01:11) Auf Elbagirs Frage, ob es sich um einen Aufstand gegen den Westen handelt, entgegnet Traoré: „Wir müssen zwischen Völkern und Politik unterscheiden.“ . Er verurteilt das Nachbarland Togo, das den gestürzten Putschisten Damiba beherbergt und ihm erlaubt, von dort aus aktiv neue Staatsstreiche gegen Burkina Faso zu planen .

Die Jagd auf Traoré und die Beseitigung der „Salonsklaven“ (1:04:00) Traoré berichtet, dass es weit mehr als fünf Putschversuche gegen ihn gab . Er bezeichnet diejenigen, die Afrika an den Westen verkaufen, als „Salonsklaven“ . Er lobt das italienische Volk für seine Humanität bei der Rettung von Migranten, betont jedoch, dass Burkina Faso Fluchtursachen bekämpfen will, indem es der Jugend Arbeit und Perspektiven im eigenen Land bietet, statt sie in Europa betteln zu lassen . Er dankt der italienischen Ministerpräsidentin Meloni dafür, dass sie die französische Ausbeutung über den CFA-Franc als Fluchtursache offen benannt hat .

Der Mythos der westlichen Meinungsfreiheit (1:07:55) Traoré demaskiert die angebliche westliche Pressefreiheit und verweist auf das Verbot russischer Medien, die Entlassung unliebsamer Journalisten in Frankreich (wie RFI-Mitarbeiter) und die brutale Niederschlagung der Gelbwesten-Proteste . Der Westen agiere wie eine Diktatur, während in Burkina Faso Bauern gefördert und geschützt werden .

Systemische Zensur und Zerschlagung alternativer Medien im Westen (1:11:12) Die Sprecher bestätigen diese Zensur und verweisen darauf, dass soziale Medien über Shadowbans Reichweiten drosseln und Zensur an Plattformkonzerne auslagern . Sie nennen den Fall des Berliner Journalisten Hussein Dogru, dessen Konten im Mai 2025 von der EU wegen angeblicher pro-russischer Desinformation gesperrt wurden . Sie schildern die finanziellen Hürden und Sperren auf ihrem eigenen Ausweichkanal Tarik Hübsch .

Entwicklungsausrichtung an den realen Bedürfnissen des Volkes (1:18:08) Traoré stellt klar, dass sein Volk reale Bedürfnisse hat: Wasser, Nahrungsmittelsouveränität, Schulen und Straßen . Wer sich vom Westen vorschreiben lasse, wie er diese Verträge zu vergeben habe, besitze eine Sklavenmentalität .

Der Missbrauch von NGOs als Werkzeug imperialistischer Zersetzung (1:18:43) NGOs dienen oft nicht humanitären Zwecken, sondern der Einmischung . Traoré betont, das wichtigste Menschenrecht sei das Recht auf Leben und Bildung . Wer Schulen schließt und Minen legt (die Terroristen), bekämpfe die Menschenrechte, während der Westen den Terroristen durch Waffenembargos gegen die Regierung helfe . Er erinnert daran, dass die historischen Menschenrechte aus Westafrika stammen .

Die Manden-Charta als historische afrikanische Wiege der Menschenrechte (1:21:45) Es wird die historische Manden-Charta aus dem 13. Jahrhundert vorgestellt (UNESCO-Weltkulturerbe) . Sie besagt in Artikel 1, dass jedes Leben gleichwertig ist und Hunger sowie Sklaverei die schlimmsten Übel der Erde sind .

Traorés Klartext über VDP-Untersuchungen und westliche Desinformation (1:23:48) Traoré weist Anschuldigungen wegen angeblicher Verbrechen der freiwilligen VDP-Militärverbände zurück: Schuldige VDP-Kämpfer sitzen im Gefängnis, da man skrupellos gegen Fehltritte vorgehe . Er berichtet, dass Terroristen oft in burkinischen Armeeuniformen Massaker verüben und diese filmen, um die Armee zu diskreditieren . Er kritisiert die Heuchelei westlicher NGOs, die über Satellitendaten Mali-Truppen überwachen wollen, aber angeblich keine Terroristenbewegungen orten können .

Frankreichs imperiales Einmischungsgebaren und die Bobo-Ouagadougou-Sperre (1:27:32) Traoré weist die Kritik des französischen Generals zurück: „Er ist Franzose, er soll sich um seinen eigenen Kram kümmern.“ . Als die französischen Truppen Anfang 2023 abgezogen wurden, war die strategische Route Bobo-Ouagadougou vollständig von Terroristen gesperrt . Erst die burkinische Armee hat das Land befreit, während Frankreichs Truppen trotz modernster Technik völlig unfähig oder unwillig waren .

Die arrogante Androhung des Entzugs von Entwicklungshilfe (1:29:09) Wenn der Westen droht, wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen Hilfsgelder zu kürzen und NGOs abzuziehen, antwortet Traoré gelassen: „Bitte tut das, lasst uns in Ruhe!“ . Ohne die westliche Einmischung bewege sich die Bevölkerung heute viel freier im Land .

Eigenständigkeit als oberstes Prinzip der Landesverteidigung (1:31:04) Traoré betont, dass er Angebote ausländischer Staaten, Truppen zu schicken, abgelehnt hat . Wer seine eigene Sicherheit auslagert, macht sich nackt und lässt seine Verfahren ausspionieren (wie der westliche Missbrauch von Palantir) . Er verweist auf die historische Lehre, dass Russland bei der Zerstörung Libyens (Gaddafi) oder Venezuelas (Maduro) auch nicht physisch eingegriffen habe, weshalb man sich nur auf sich selbst verlassen darf . Burkina Faso wird künftig eigene Militärausrüstung produzieren .

Faire Ressourcenverhandlungen auf Augenhöhe statt kolonialer Raubbau (1:36:55) Abschließend fordert Traoré ein Ende des kolonialen Ressourcenraubs: „Wir wollen 100% der Ressourcen kontrollieren. Dann verhandeln wir darüber, was der Partner mitbringt. Wer mit kolonialer Überlegenheit kommt, fliegt raus.“

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 47min 6s
Thematisierte Personen

Erstellt: 31.08.2026 - 07:23  |  Geändert: 31.08.2026 - 07:57

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Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia. John Perkins weiß, wovon er spricht. Er war ein Economic Hit Man. Im Auftrag von Großkonzernen hat der Wirtschaftskiller weltweit Länder zu überdimensionierten Investitionen bewegt, verbunden mit Großkrediten und Auftragsvergabe an amerikanische Unternehmen. Die einkalkulierte Verschuldung gab der US-Regierung ein Druckmittel, um politisch-ökonomische Eigeninteressen im Land durchzusetzen. Perkins Geschichte dokumentiert die Skrupellosigkeit von Wirtschaftskillern, die ihre betrügerischen Methoden perfektionieren und selbst vor Mord nicht zurückschrecken.

Erst Schock durch Krieg oder Katastrophe, dann der so genannte Wiederaufbau. Es funktioniert immer nach den gleichen Mechanismen. Wo vor dem Tsunami Fischer ihren Lebensunterhalt verdienten, stehen heute luxuriöse Hotelresorts, im Irak wurden nach dem Krieg die Staatsbetriebe und die Ölwirtschaft neu verteilt - an westliche Konzerne.